Beiträge von Sandschubser

    Hallo EwaldMat,

    der Kunde (=Betreiber der Anlage) gibt die Zonierung vor (aus Aufbau und Anlagenstruktur)

    Wenn das geht auch die Ex-Gruppe und die Temperaturklasse (aus Kenntnis der Stoffe)

    Das Schutzkonzept wird durch den Hersteller, passend zu den Angaben oben gewählt.

    Ausnahme sind besondere Anlagen bei denen eine spezifische Schutzmaßnahme festgelegt ist,

    entweder durch Vorschrift oder durch Hersteller

    Die Schutzart IP20 wird wohl erreicht, was ist jedoch mit der Zugentlastung? und es ist ja eine EX-i Anwendung, muss ich dann auch keinen rechnerischen Nachweis führen? Weil der Stromverbrauch des Sensors so gering ist? :( immerhin, in der Bedienungsanleitung steht max. 300m Kabel bis zur EX-Barriere, max. 8 Geräte, cih hätte ja eine normale EXi Berechnung erwartet/durchgeführt.

    Der Hersteller beschreibt in seinem Dokument, dass die Schutzklasse IP 20 bei seinem Gerät eingehalten wird. Der Anschluss erfolgt bei einer Variante des Gerätes dadurch, dass eine Kunststofflasche aus dem Gehäuse gebrochen wird und das blaue EX-i Kabel in einen Trichterförmigen Tunnel geschoben wird und dann angeklemmt. Ich bin noch dabei mich durch die Zulassungsdokumente zu kämpfen und die Herstellerdoku zu lesen. Kennt/verwendet jemand das System? Edit 2023-10-30: Also es gibt diesen Brandmelder mit einem hohen Sockel (mit Kabelverschraubung) und mit einem flachen Sockel (siehe Bild). bei der flachen Variante wird das Kabel in einen trichterförmigen Kanal gesteckt und dann angeschlossen. Ich hab da irgendwie ein Problem damit und tue mich schwer, das als EX-i Ausführung zu verstehen, ich hab bei Hersteller einige Unterlagen dazu angefordert aber noch keine Antwort. Deshalb meine Frage? Geht das im EX-i Bereich?

    Hallo Kollegen,

    noch relativ neu aber schon recht wichtig - auch im Bereich der Prozesstechnik: Die DIN EN IEC 62061 2023-02

    Gegenüber DIN EN 62061 (VDE 0113-50):2016-05 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) die Struktur wurde geändert und der Inhalt wurde aktualisiert, um den Entwurfsprozess der Sicherheitsfunktion widerzuspiegeln; b) die Norm wurde auf nicht-elektrische Technologien erweitert; c) die Definitionen wurden aktualisiert, um sie an IEC 61508-4 anzugleichen; d) ein funktionaler Sicherheitsplan wurde eingeführt und das Konfigurationsmanagement aktualisiert (Abschnitt 4); e) Anforderungen an die Parametrisierung wurden erweitert (Abschnitt 6); f) ein Verweis auf Anforderungen an die Sicherheit wurde hinzugefügt (Unterabschnitt 6.8); g) Anforderungen an periodische Tests wurden hinzugefügt (Unterabschnitt 6.9); h) verschiedene Verbesserungen und Klarstellungen zu Architekturen und Zuverlässigkeitsberechnungen (Abschnitte 6 und 7); i) Wechsel von „SILCL“ zu „maximalem SIL“ eines Teilsystems (Abschnitt 7); j) Beschreibung von Anwendungsfällen für Software einschließlich Anforderungen (Abschnitt 8); k) Anforderungen an die Unabhängigkeit der Softwareverifizierung (Abschnitt 8) und Validierungsaktivitäten (Abschnitt 9) wurden hinzugefügt; l) neuer informativer Anhang mit Beispielen (Anhang G); m) neue informative Anhänge über typische MTTFD-Werte, Diagnosen und Berechnungsmethoden für die Architekturen (Anhang C, Anhang D und Anhang H). :hallo:

    Hallo zusammen,

    es gibt, rechtzeitig zu den Weihnachtsmärkten ;) eine neue DGUV Regel:

    DGUV Regel 110-010 Verwendung von Flüssiggas 2022-12

    Flüssiggas kommt in zahlreichen Unternehmen unterschiedlichster Branchen zum Einsatz – entsprechend ist ein fachgerechter Umgang mit Flüssiggas und den spezifischen Flüssiggasanlagen entscheidend, um die Sicherheit und Gesundheit aller Personen im Betrieb sicherzustellen.

    Die branchenübergreifende DGUV Regel 110-010 „Verwendung von Flüssiggas“ unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, staatliche Arbeitsschutzvorschriften wie z. B. die Betriebssicherheitsverordnung, aber auch DGUV Vorschriften, Normen sowie weitere verbindliche gesetzliche Regelungen konkret anzuwenden. Darüber hinaus bietet sie umfangreiche Informationen für die Aufstellung, die Dichtheitskontrolle, den Betrieb und die Prüfung von Flüssiggasanlagen. Diese können auch von Aufsichtspersonen der Unfallversicherungsträger, Vertretern staatlicher Aufsichtsbehörden sowie zur Prüfung befähigten Personen für Flüssiggasanlagen zur Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben genutzt werden.

    Da möchte ich mit Günter anschließen, der Lüttgens ist auch sehr schön für Verweise zur Formelsammlung im hinteren Teil des Buches. Der Preis ist mit ca. 110€ allerdings auch nicht ganz ohne. Bei den Messgeräten verwende ich neben dem schon von Günter zitierten "EN60204" Messgerät, gerne auch GOhm Messgeräte... Manchmal tut es auch schon ein einfaches FLUKE Isomessgerät (geht bis etwa 2GOhm). Im Lüttgens stehen auch einige gute ATEX Beispiele, ist also wirklich ein gutes Fachbuch. Der Hauptautor Günter Lüttgens ist leider im letzten Jahr verstorben... Es gibt aber nach wie vor die ELSTATIK-Stiftung, die auch wissenschaftliche Arbeiten fördert....
    Aktuelle Ausgabe Lüttgens/Blum/Emde/Schubert Statische Elektrizität

    Hallo Kollegen, viel gute Überlegungen sind schon hier beschrieben worden. Ja bei Explosivstoffen sind wir schnell in der Anforderung für den (Ab-)leitfähigen Boden. Jedoch insgesamt ist es schwierig eine pauschale Aussage zu machen (IMHO). Es hängt doch sehr von der Menge und auch von sonstigen Gefährdungen ab. Als großer Freund von Analysen zur Vorgabe von Handlungen, würde ich hier auch eine FMEA oder HAZOP oder eben eine allgem. Risikoabschätzung vornehmen. Bsp.: Wenn ein Brand einen hohen Sachschaden verursachen kann, versucht man etwas besser vorbereitet zu sein. Also, handwerkliche Ingenieurkunst hilft auch hier ;)

    Hallo, einen ersten Einstieg erhälst Du unter:
    "Lebensphasen einer Maschine" s.a. MRL 2006/42

    zu den Betriebsarten (in der Lebensphase "Verwendung" und "Instandhaltung") siehe
    https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsa…rkzeugmaschinen

    Allgemein:
    1) Montage (Aufbau der Anlage/Maschine) in der Regel keine EX Zone
    2) Installation von z.B. Strom-/Pneumatikversorgung in der Regel keine EX Zone
    3) Inbetriebnahme (hier wird ausprobiert, mit und ohne Produkt - EX Zone vorhanden, erhöhte Gefahr immer bei (Erst-) Inbetriebnahme (EX Schutzdokument)
    4) Rüsten ist die Vorbereitung für eine besondere Aufgabe (z.B. durch Zusatzeinrichtungen, Einstellen von Parametern...) EX Zone meist vorhanden, in einzelnen Fällen wird Rüsten erst nach Frei-Prüfen durchgeführt (EX Schutzdokument)

    5) Verwendung, hier ist jetzt alles in Betrieb, Ex-Zonen nach EX Schutzdokument
    5a) Normalbetrieb (siehe auch Betriebsarten z.B. BA - Automatik)
    5b) Instandhaltung auch Reinigung und Prüfungen
    5c) ggf. Rüsten (wie Punkt 4)

    6) Demontage
    6a) Außerbetriebnahme: Herstellen eines für nachfolgende Gewerke - gefahrlosen (kein EX Bereich) Arbeitsumfeldes
    6b) Abbau der Maschine/Anlage als Ganzes oder in Teilen

    7) Entsorgung
    Gefahrstoffe/UmSchG/....

    Dafür (für alle Teilschritte, und für die die ich vergessen hab), muss die Betriebsanleitung Antworten geben

    :dance: :schreiben:

    Hallo, Voss hat ja eigentlich die Antwort schon gegeben, hier aber noch etwas ausführlicher: Eine zur Prüfung und Beurteilung befähigte Person (TRBS 1203), kann nach Ansichtnahme der Unterlagen od. der Anlage selber eine Aussage machen, was zu tun ist um die Prüfung sicher durchzuführen. Die Art der Prüfung legt die befähigte Person fest um die gesetzlichen Vorgaben zu erreichen. Der Zeitraum der Prüfung kann dann auch durchgesprochen und festgelegt werden. In den einschlägigen Unterlagen gibt es da nicht für alle Punkte eine feste Frist. 8)