Beiträge von Geoffrey

    Hallo katzrolle,


    Dann sind in der Eingangsschaltung der Elektronik Trennabstände (auch gegen Erde) für 230 V nach Tabelle 7 (375 V-Zeile) einzuhalten und die eigensicherheitsrelevante Bauteile, die Uo = 6V und Io = 170 mA erzeugen, auch für 230 V auszulegen.

    An den externen Anschlussklemmen für den eigensicheren Ausgangsstromkreis sind Trennabstände nach IEC 60079-11:2023, Abs. 6.3.1 einzuhalten.

    Beachte aber, dass du zwischen eigenischeren und nicht eigensicheren Stromkreisen auch die 50 mm einhälst.


    Details können gerne mal im Rahmen einer Beauftragung erläutert werden :)

    Am 17.05.2024 hat die Britische Regierung rechtskräftig verabschiedet, dass u.a. Ex-Produkte nach derzeitigen EU-Anforderungen (EU-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung) auf unbestimmte Zeit weiter akzeptiert wird:

    UKCA marking: conformity assessment and documentation
    How to make sure that your products are properly checked for conformity and your technical documents are managed correctly.
    www.gov.uk


    Daher empfehle ich die Konformitätsdokumente Ihrer Ex-Produkte auf die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU ausschließlich (zurück) umzustellen.

    Hallo ckoring,


    wenn nur der Behälter eine Zone aufweist, klingt es danach, dass die Maschine die Zone 21 erzeugt. Diese Vermutung musst du einmal bitte separat für dich überprüfen. Dann fällt die Maschine rein unter Maschinenrichtlinie (künftig Maschinenverordnung!) und benötigt keine eigene ATEX-Kennzeichnung als Baugruppe (ausgedehntes Gerät).

    Der Temepraturfühler benötigt aber natürlich eine eigene ATEX-Zertifizierung für die Zone 21, so er denn diese berührt.


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo katzrolle,


    Danke für dei weiteren Infos. Jetzt mal ein paar detailiertere Überlegungen:

    1. Über welches Zündschutzniveau reden wir hier; ia, ib oder ic? Je nachdem über welches Zündschutzniveau wir hier reden, stellen sich unterschiedliche Anforderungen z.B. an Trafos.

    2. Dann ist die eigensicherheitsrelevante Spannung zu definieren: Wenn der SELF-Trafo nicht den Anforderungen an Netztrafos gemäß IEC 60079-11:2023, Abs. 7.8 erfüllt, ist 230 V innerhalb der Eingangsschaltung im Ex d-Gehäuse anzunehmen, da die galvanische Trennung des Trafos je nach Fehlerfall kurzgeschlossen werden kann.

    3. Trennabstände: Wenn der SELF-Trafo nicht den Anforderungen an Trafos gemäß IEC 60079-11:2023, Abs. 7.8 erfüllt,

    - ist dieser Trafo auch nicht eigensicherheitsrelevant und für die 24 V-Versorgungsspannung gelten Trennabstände einschlägiger Industriestandards.

    - sind Trennabstände (auch gegen Erde) für 230 V nach Tabelle 7 (375 V-Zeile) in der Eingangsschaltung und einzuhalten und die eigensicherheitsrelevante Bauteile, die Uo = 6V und Io = 170 mA erzeugen auch für 230 V auszulegen.

    - An den Anschlussklemmen für den eigenischeren Ausgang sind Trennabstände nach IEC 60079-11:2023, Abs. 6.3.1 einzuhalten. Beachte aber, dass du zu nicht eigensicheren Stromkreisen auch die 50 mm einhälst.


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo Ex-Veit,


    freut uns, dass dich dein Weg auch zu uns ins Ex-Forum geführt hat!


    Für deinen "örtlichen Potentialausgleich" sind keine speziellen Erddungsschellen zu verwenden.

    Gegen Selbstlockern gesichert ist immeer sinnvoll wo Vibrationen oder Bewegung von Gehäuseteilen zu erwarten ist (fast immer).

    Ob deine Edelstahl-Stahlpanzerrohre an dieser Stelle der Anlage auch tragfähig für Blitzströme ausgelegt sein müssen, hängt vom Blitzschutzkonzept des Betreibers ab; siehe ältere Kommentare weiter oben.


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Einen Alarm (optisch oder akustisch) muss man so oder so setzen.

    Für überdruckgekapselte Gehäuse der Gruppe II müssen die elektrischen Geräte, die Spannung führen können, wenn das Schutzniveau „pxb“ oder das Schutzniveau „pyb“ nicht in Funktion ist, eine eigene Zündschutzart haben; siehe Abs. 7.15.

    Bis die Überdruckkapselung aber nicht mehr in Funktion ist, hast du bestimmt euer Entladeprotokoll gefahren, sodass die Kondesatoren nicht mehr unter Spannung stehen :)

    Hallo Dominique,


    ich kann deine Konfusion verstehen. Ich habe nicht alle meine Gedanken, die ich zu deiner Frage hatte, auch in meine Antwort geschrieben.

    Für mich bedeutet "Druckabfall" in deinem skizzierten Beispiel, dass die Überdruckkapselung nicht mehr 100% wirksam ist ja sogar unwirksam ist und alle elektrischen Bauteile im Gehäuse unmittelbar spannungslos geschaltet werden müssen. Wenn aber nicht alle elektrischen Bauteile im Falle eines Druckabfalls energielos sind (siehe Kondensator) benötigt dieser von Vornherein eine andere Zündschutzart: Eigensicherheit.

    Gerne!

    Aus Sicht Ex "p" muss die Information eigentlich umgekehr recherchiert werden. Wie lange braucht der Kondensator bis dieser entladen ist? Die Überdruckkapselung muss dann auch für diesen Fall für ausreichend Spülung sorgen.

    Wenn dies so herum nicht funktioniert und der Kondensator in einen undefinierten ggf. nicht gespülten Zustand treten kann, benötigt dieser eine eigene Zündschutzart.

    Hallo Dominique,


    SuperCaps sind erst seit der neusten Ausgabe der IEC 60079-11, Ed. 7 in der Eigensicherheit berücksichtigt. Die Zusammenfassung ist, sie werden wie Batterien behandelt. Details solltest du dir am besten in der Norm anschauen. Ich hoffe, dies bringt dir für's Erste etwas "Licht in ins Dunkle".


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo EwaldMat,


    Das was Ihr im Sinn habt, würde ich Konfomitätserklärung nennen.

    Es gibt keine Konformitätserklärung, die ohne nationale Ergänzung weltweit gültig hat (leider). Es wäre schön einen solchen Zustand zu erreichen, aber dafür möchten noch zu vielen Länder und Wirtschafträume (wie z.B. EU) durch lokale Rechtsvorschriften Ihren Markt schützen.


    Darüber hinaus gibt es aber die Möglichkeit eine Konformitätserklärung nach DIN EN ISO/IEC 17050-1:2010 zu erstellen, die m. E. ein Mindestmaß an Form und Informationsgehalt beschreibt. Lokale Normen und weitere Informationen müssen dann je nach Land oder Wirtschaftraum ergänzt werden.


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    "Die Britsche Regierung beabsichtigt, in diesem Frühjahr ein Gesetz zu erlassen, das die Anerkennung der EU-Anforderungen, einschließlich der CE-Kennzeichnung, für eine Reihe von Produktvorschriften auf unbestimmte Zeit fortsetzt. Dies bedeutet, dass Unternehmen die Flexibilität haben werden, entweder die UKCA- oder die CE-Kennzeichnung zu verwenden, um Produkte in Großbritannien zu verkaufen."


    Placing manufactured products on the market in Great Britain
    What you need to do to comply with regulations on manufactured products you place on the market in Great Britain.
    www.gov.uk

    Hallo EwaldMat,


    die Chinesischen Normen decken auch den mechnaischen Ex-Schutz ab; siehe GB/T 3836.29-2021 - Explosive atmospheres -- Part 29: Non-electrical equipment for explosive atmospheres - Constructional safety ''c'', control of ignition source ''b'', liquid immersion ''k''.

    Es ist dann nur die Frage, ob und was was für ein Zertifikat von der chinesischen Prüfstelle ausgestellt werden muss. Da CCC Ex meines Wissens nach nur elektrische Produkte abdeckt, kann ich mir gut vorstellen, dass für ein mechanisches Produkt in China ein NEPSI-Zertifikat gefordert wird.


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo EwaldMat,

    Die Zündschützart der zu verwendenden Geräte ist selten bis gar nicht vorgeschrieben; Ausnahmen gibt es nur, wenn die Zündschutzart Eigensicherheit mit im Spiel ist.

    Im Zoneplan eines Explosionsschutzdokuments muss mindestens die Zone (Wahrscheinlichkeit wie oft eine explosionsfähige Atmosphäre auftritt) benannt sein, wenn bekannt auch Explosionsgruppe (zur Eingrenzung der Ex-Atmosphären) und dessen Temperaturklasse (Gas) bzw. max. Oberflächentemperatur (Staub). Für Arbeiten mit Gasen könnten Informationen aus dem Zoneplan z.B. so aussehen:

    Ex-Bereich: Zone 1 und Zone 2

    Explosionsgruppe: IIB (Gas)

    Temperaturklasse: T4 (Gas)

    jeweilige Bereichsangabe in Meter

    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Guten Morgen claem,

    ich stimme der Aussage von MariusT zu, möchte aber den Nachrichtenverlauf hier nutzen, um den Hinweis zum Spezialfall zu geben, dass bei Schaltungen mit eigensicheren Ausgangsstromkreisen auch zusätzlich noch nach außen wirksame innere Kapazität Ci und/ oder Induktivität Li an den äußeren Anschlussstellen (neben Lo und Co) angegeben werden müssen.

    Ich gehe davon aus, dass dies bei der oben dargestellten Schaltung nicht der Fall ist, da die Spannungsspitzen von L1 durch die beiden Z-Dioden und die Stromspitzen von C1 durch den Widerstand ausreichend abgeblockt sind. Bei anderen Schaltungen kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass der begrenzende Widerstand nicht aussreicht (z.B. wenn dieser <100 Ohm ist) und mind. ein Ci neben Uo, Io, Po, Lo und Co für den eigensicheren Ausgangsstromkreis angegeben werden muss.

    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo teflon74,

    Ich verstehe deine Aussage "Die Baugruppe besitzt eine Zone 2 im inneren der Anlage (Baugruppe)...", dass die Baugruppe insgesamt nicht im explosionsgefährdeten Bereich installiert wird und nur Teile der Baugruppe selber die Zone 2 produzieren. Richtig?

    Wenn dem so ist, dann ist die Baugruppe nicht nach ATEX-Richtlinie zu kennzeichnen, sondern nach der Maschinenrichtlinie zu bewerten und zu kennzeichnen. Die in Zone 2 befindlichen elektrischen und mechanischen Geräte müssen Ex-Geräte sein; sprich für diese müssen eine EU-Baumusterprüfbescheinigung (ATEX-Zertifikat) und/ oder EU-Konfomitätrerklärung mit ATEX-Richtlinie vorhanden sein.

    Beste Grüße,

    Geoffrey

    laut Produktdatenblatt ist es ein Eigensicheres Gerät mit folgender eigenischeren Parameter:

    Max. Eingangsspannung (Ui) = 21 V DC
    Max. Eingangsstrom (Ii) = 252 mA
    Max. Ausgangsstrom (Io) = 10 mA
    Max. innere Kapazität (Ci) = 1 nF
    Umgebungstemperatur (Ta) -20 °C ... 70 °C
    Baumusterprüfbescheinigung TÜV 09 ATEX 554910
    Ex-Kennzeichnung II 2G Ex ib IIC T4 Gb (mit Ex-Barriere Art.-Nr. 804744 bzw. 764744)

    Damit kann man sagen, dass die Mindestanforderungen mit Schutzart IP20 für das Gehäuse aus Sicht des Explosionsschutzes\ der Eigensicherheit erfüllt sind. Die Mindestanforderungen nach Ex-Schutz schreibt auch keine Zugentlastung vor, was ich in der Praxis aber immer empfehle.

    Genau ein Eigensicherheitsnachweis ist in jedem Fall zu erstellen.

    Guten Morgen Sandschubser,

    kannst du hier auch ein Bild von dem Typenschild des Brandmelders mit Herstellername, Typenbezeichnung und (hoffentlich) Ex-Kennzeichnung teilen? Alternativ ginge auch ein Produktdatenbaltt dazu.

    Zum Hintergrund meiner Frage: Ich möchte wissen, welche Zündschutzart dieser hat. Bei rein eigensicheren Geräte besteht die Möglichkeit, dass die Schutzart IP20 für das Gehäuse aus Sicht des Explosionsschutzes ausreicht.

    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Die PTB in Braunschweig hat eine Reduzierung im Leistungsumfang im KBS-Sektor "Explosionsschutz" bekanntgegeben. Die PTB wird mittelfristig keine Ex- Audits mehr gem. ISO 80079-34 anbieten und bestimmte Produktarten nicht mehr bescheinigen:

    https://www.ptb.de/cms/de/ptb/fachabteilungen/abt3/exschutz/exaktuelleinfos/reduzierung-im-leistungsumfang-im-kbs-sektor-explosionsschutz.html

    Die Reduzierung des Dienstleistungsangebots bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich, da der Arbeitsaufwand (Auditierung und teilweise Produktzertifizierung), der auf die den verbleibenden Zertifizierern deutlich zunehmen wird. Ein Blick auf den IECEx-Server zeigt, dass allein die PTB derzeit etwa etwa 470 Fertigungsstättenüberwachungen/Ex- Audits (QARs) hält. (Quelle: IECEx, Stand Oktober 2023).