Beiträge von Exer

    Hallo Florian,

    ein einfaches elektrisches Betriebsmittel ist zu bewerten, seine Eignung ist feststellen und zu dokumentieren. Nur den Stromkreis eigensicher auszulegen reicht nicht aus (ohne Kenntnis von Li u. Ci auch nicht möglich).

    Hier einige Punkte welche mir auf Anhieb einfallen, die Aufzählung ist also nicht vollständig:

    - Oberflächentemperatur bzw. Temperaturklasse bestimmen (wg. therm. Zündung)
    - innere Reaktanzen ermitteln (wg. Funkenzündung)
    - mögliche mechanische Funken bewerten (wg. Materialzusammensetzung Gehäuse)
    - Elektrostatik Anforderungen prüfen
    - Isolationsprüfung durchführen
    - Kennzeichnung? (Identifizierung, Temperatur; nicht nach IEC!)
    - ...

    Wurde ja teilweise auch schon genannt.
    Um die Anforderungen zu identifizieren und zu prüfen muß man zumindest die Normen (EN 60079-0, -11, -14, [-26 bei Zone 0] lesen und versuchen zu verstehen. :icon_confused:

    Kann oder will man dies nicht gibt es verschiedene Möglichkeiten:
    - ein "fertiges" (zertifiziertes) Teil verwenden
    - das nötige Wissen einkaufen
    - es sein lassen

    Im Forum gibt es einige Beiträge zum Thema (siehe auch simple apparatus), schon mal gelesen?
    Wenn kein pauschaler Rundumschlag sondern eine klare Beschreibung des Problems vorhanden ist, werden konkrete Fragen immer gerne hier beantwortet, das ist zumindest meine Erfahrung.

    Die Zoneneignung und Gasgruppe ohne Notwendigkeit einfach "maximal" zu setzen macht wirtschaftlich und technisch keinen Sinn.

    Gruß,
    exer

    Werte Kollegen,

    eigentlich mag ich solche Anfragen nicht da in der Zeit des Internets fast jede Produkt - Information zugänglich ist, aber weil ich "festhänge" erfolgt sie nun doch.

    Es wird ein Drucktransmitter gesucht, dessen frontbündige Membrane befindet sich in Zone 10 (nichtleitfähiger Staub), sein Gehäuse in Zone 22.
    Seine Speisung soll nicht eigensicher erfolgen da ich aus Kostengründen die Zenerbarriere einsparen möchte. Ich finde leider keine Drucksensoren dieser Art, gibt es die Ausführung überhaupt?

    EX II 1/3D Ex tc [ia] IIIB Txxx°C Da/Dc könnte die entsprechende Kennzeichnung sein.

    Ist sie technisch vielleicht gar nicht möglich bzw. nicht sinvoll umzusetzen?
    Der "Hauptteil" (Gehäuse) könnte ja in Zündschutzart tc oder nA ausgeführt sein, im inneren erfolgt die eigensichere Trennung zu den Membranelementen.
    Ist jemandem schon mal so etwas untergekommen?

    (Transmitter EX II 1/2D Ex ia IIIC Txxx°C Da/Db sind verfügbar.)

    Gruß,
    exer

    Hallo Fjorse,

    das Regelwerk lautet EN 60079-14.
    Der Schrank, so wie Du ihn beschrieben hast, kann man als "metallisches Installationsmaterial" (Kabelbett, Montageplatte, Witterungschutz, Gehäuse) nach Kap. 6 betrachten.
    Die Anforderung zu Zone 22 (Dc) für beschichtetes Stahlblech (Schaltschrank) bezüglich statischer Elektrizität stehen in Kap. 6.5.3. Hierauf kann man sich beziehen.
    Die Anwesenheit stark ladungserzeugender Prozesse (wg. der Gleitstielbüschelentladungen) sind in der Dokumentation auszuschliessen.
    (Oder man weist a), b) durch Messung nach; über Abschnitt c) kann man lange nachdenken)

    An Deinem Wunsch nach "ohne Interpretationsmöglichkeiten" arbeiten sich die Verfasser von Normen intensiv ab.

    @ cloud1982, sein Schrank hat bzgl. EX-Anforderungen die Schutzart 00 = keine (hat Günter schon geschrieben), ist mit Angaben von Fjorse möglich, das will er ja auch (IP 54 ist nicht "IP 54-Ex").

    Gruß,
    exer

    Hallo Adnane,

    wenn es in einer EX-Zone einmal brennt, warum sollt dort kein Brand- oder Rauchmelder installiert sein? Vor allen Dingen wenn der Bereich auch feuergefährdet ist.
    Das Feuer muß ja nicht zwangsläufig immer auch eine Explosion nach sich ziehen, der Melder kann diese (sogar) verhindern.
    Ursachen für Brände sind mannigfältig, technisches Versagen, menschliche Unzulänglichkeiten, natürliche Ursachen usw. (bzgl. "sicherstellen").

    In Lackierkabinen (Zone 1, 2) sind sie manchmal verfahrensbedingt so wahrscheinlich (und treten auch auf), daß Melde- und Löscheinrichtungen gleich von vorneherein mit eingeplant werden, bzw. sie sind normativ vorgeschrieben.

    Gruß,
    exer

    Hallo Florian,

    Deine Logik stimmt nicht, denke nochmal darüber nach. Du speist mit 12 V, die ZB generiert kein Spannung, sie begrenzt.

    Die maximale mögliche Ausgangsspannung der Barriere muß kleiner sein als die maximal zulässige Sicherheitsspannung des Betriebsmittels.
    Uo < Ui
    Das ist gegeben mit Uo = 15.75 V der Barriere und Ui = 18 V des Melders laut BMP.

    Gruß,
    exer

    Hallo Florian,

    wenn durch das Brandmeldesystem oder ein Netzteil die 12 V Versorgungsspannung schon bereitstellt wird kann auch die Zenerbarriere Z 713 von Pepperl & Fuchs verwendet werden.
    Sie darf mit max. 14.6 V (13.6 V @ 10uA) gespeist werden, hat einen Längswiderstand von nur 29 Ohm, das ergibt bei 50 mA einen Spannungsabfall von 1.5 V, also noch 2.5 V über den verlangten 8 V.

    Gruß,
    exer

    Hallo,

    Betriebsintern kann man eine solche Regelung durchführen, ein vermeintlich einfacherer Weg, Wissen und Verantwortung reduziert sich auf "nur mit Bescheinigung" (Geld ist ausreichend vorhanden, ebenso die Bereitschaft es gerne auszugegeben).

    Frage doch mal konkret nach bei der Abteilung, mit Erklärungen zur Sachlage. Wenn ihr ein Farblager habt, dann vielleicht auch ein Explosionsschutzdokument inklusive Explosionsschutzbeauftragten (oder umgekehrt)?

    Ein seriöser Hersteller / Lieferant kann nur die Leit- oder Ableitfähigkeit des Materials bestätigen, es fällt nicht unter die Atex Richtlinie da es keine eigene Zündquelle besitzt.
    Allerdings könnten dadurch auch neue Probleme entstehen, das Profil dürfte dann u. U. nicht an isolierenden Teilen montiert bzw. müsste dann separat geerdet werden.

    Gruß,
    exer

    Hallo Marco S.,


    Wenn das korrekt ausgeführt wurde, behält der Gefahrstoffcontainer dann noch seine Zulassung?
    Bzw. was muss zur korrekten Ausführung erfüllt werden, damit der Gefahrstoffcontainer seine Zulassung nicht verliert?


    Ich würde nicht den Hersteller der BSK sondern den des Gefahrstoffcontainers fragen. Wenn das Teil eine Zulassung besitzt kann er sagen welche Modifikation zulässig ist.


    Reicht es aus, wenn das Lacklager in der Herstellererklärung gemäß Maschinenrichtlinie CE zusammen mit der Lackieranlage aufgeführt wird?


    Der Zusammenhang erschliesst sich mir nicht, Maschinenrichtlinie-CE für Kabine ja, aber Lacklager. Was ist am Lacklager maschinenmäßig?

    Zum zweiten Teil:
    Nicht "streng genommen" sondern nach EN 12215: 2010 (Beschichtungsanlagen, Spritzkabinen für flüssige organische Beschichtungsstoffe) wird der Abluftkanal in Zone 2 eingeteilt (nur wenn die brennbaren Stoffe in der Kabine auf 25% der UEG begrenzt werden).
    Ist das bei euch der Fall oder ist es eine Automatik-Anlage mit bis 50% der UEG? Dann ist dort Zone 1.

    Die "Vorschrift" zu Schalldämpfer und Filter würde mich interessieren, habe sie nicht auf dem Radar (oder ein Blackout).

    Da der mechanische Teil der BSK in der Zone 2 installiert ist sehe ich 2 Wege.
    Man verwendet eine bei der der Hersteller die Eignung dafür bestätigt oder installiert ein "normale" und macht eine ZGB, mit allem was für mech. Kat. 3 Geräte dazugehört.
    Ähnliches gilt für das Thermoelement in Zone 2, über die Anforderungen hierzu wurde im Forum schon gesprochen.

    Gruß,
    exer

    Hallo Matt81,

    der zweite Pol des Relais hängt nicht am Neutralleiter sondern ist mit "Minus" oder "Ground/Masse" des Netzgerätes verbunden (Steuerspannungen werden in der Regel einseitig geerdet) .
    Ab- bzw. Freischaltung soll durch jedermann erfolgen können (Feuerwehr, Betriebsfremde, Beschäftigte usw.), nicht durch fummeln im Schrank, sondern durch Betätigung des Hauptschalters. So wie Günter es formuliert hat sehe ich es auch.
    Das Bild habe ich dahingehend erweitert.

    Herr Wettingfeld schreibt gleiches auf Seite 494 (VDE Verlag, Band 65, 4. Auflage, Abschnitt E.4.4) dazu. Eine Trennung nach VDE 0100-460 ist einzuhalten.

    Gruß,
    exer

    Hallo Adnane,

    sind die Leitungsdaten nicht bekannt kann man auch selbst messen oder die "i" Standardwerte ansetzen. Ein "Exi" Kabel per se kenne ich nicht, man kann jedes nehmen wenn es die Anforderungen erfüllt. Über beide Sachen wurde hier im Forum schon einiges gesprochen, probier doch mal die Suche aus.

    Gruß,
    exer

    Hallo Günter,

    Dein Argument ist ja nicht von der Hand zu weisen. Die Leitlinie sagt zwar auch auf Seite 39 "in den meisten Fällen" und "separate Betrachtung", aber nun hat jede Tür eine Falle. Wie haben die es denn auf die Liste mit "ausserhalb Geltungsbereich" geschafft?

    Gruß,
    exer

    Hallo Bothe-Hild,

    die zweite Frage lässt sich schnell beantworten, daher zuerst.
    Für mich sind handbetätigte Tore das gleiche wie Türen. Diese fallen nicht nicht unter die Atex Richtlinie da sie keine eigene Zündquelle besitzen (siehe dazugehörige Leitlinie von 2012, Ausgabe 4, Seite 81).

    Zur ersten Frage: Sollte ein kraftbetätigtes Tor unter die RL94/9 fallen, zeigt das Bild auf Seite 52 die möglichen Konformitätsbewertungsverfahren.

    Gruß,
    exer