Aktueller Ex-Normen-Stand (DE)

  • Ich habe heute die Hersteller- und die Betreiber-Normenliste zusammengeführt. Da die Übergänge immer mehr fließen, halte ich es für den richtigen Weg; so haben wir alles auf einem Blick.


    Nach wie vor findet Ihr die aktuelle Liste im ersten Beitrag und die neueste Änderungsbeschreibung ganz hinten. 8)


    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

  • Einführung zur EN 1127-2:2014 Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsschutz - Teil 2: Grundlagen und Methodik in Bergwerken

    Die Norm ist ein grundlegender Leitfaden für das Verhüten von Explosionen und für den Schutz vor Explosionsauswirkungen im untertägigen Bergbau durch Maßnahmen beim Entwurf und bei der Ausführung von Geräten, Schutzsystemen und Komponenten.

    Die Dynamik des bergmännischen Gewinnungsprozesses sowie die Tatsache, dass sich der Bergmann und seine Maschinen innerhalb einer möglicherweise explosiven Atmosphäre bewegen müssen, stellen einen grundlegenden Unterschied zur übertägigen Industrie dar. In der vorliegenden Norm wird als wesentliches Unterscheidungskriterium festgelegt, ob in den betreffenden Grubenbauen der Grubengasgehalt innerhalb oder außerhalb des Explosionsbereiches liegt. In Abhängigkeit davon werden Anforderungen an die im Bergbau eingesetzten Geräte der Kategorien M1 und M2 festgelegt.

    Die nationalen Interessen dieser Norm werden vom Arbeitsausschuss NA 008-07-03 AA "Explosionsschutz" des Normenausschusses Bergbau (FABERG) wahrgenommen.


    Anwendungsbeginn
    Anwendungsbeginn dieser Norm ist 2014-09-01.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 1127-1:2011-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Aufnahme neuer Begriffe in Abschnitt 3;

    b) die Abgrenzung von 5.1 und 5.3 modifiziert;

    c) in 5.11 eine Bewertung des Ultraschalls aufgenommen;

    d) in 6.4.12 Sicherheits-Grenzwerte für Ultraschall ergänzt;

    e) die Informationen zur "Dichtheit von Geräten" überarbeitet.


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  • Einführung zur EN 80079-38:2016 Explosionsfähige Atmosphären - Teil 38: Geräte und Komponenten in explosionsfähigen Atmosphären in untertägigen Bergwerken

    Diese Norm enthält die explosionsschutztechnischen Anforderungen an Bau und Kennzeichnung von Geräten und Komponenten zur Verwendung in untertägigen Bergwerken, die durch Grubengas und/oder brennbare Stäube gefährdet werden können.

    Berücksichtigt sind auch Maschinen und Systeme, die durch eine Kombination separat bewerteter Geräte und Komponenten, die am Markt von einzelnen Herstellern angeboten werden, gebildet werden (Baugruppen). Die Norm behandelt auch die Vermeidung von Zündungen von explosionsfähigen Atmosphären durch Brände (oder Glimmbrände) von brennbaren, bei der Konstruktion benötigten Materialien.

    Die Norm deckt nicht-elektrische und elektrische Anforderungen an eine Vielzahl unter Tage eingesetzter Maschinen ab, wie zum Beispiel Walzenschrämlader, Hobel, Vortriebsmaschinen, seilbetriebene Systeme, Lüfter, Dieselmotoren, Kompressoren, Bohrgeräte. Die Notwendigkeit für die Norm erwächst aus den erheblichen betrieblichen Unterschieden zwischen den untertägigen Aktivitäten und denen anderer Industriezweige, die mit oder in explosionsgefährdeten Bereichen arbeiten.

    Die Festlegungen dieser Norm ermöglichen die Erfüllung der Anforderungen der EU-Richtlinie 2014/34/EU. Die Internationale Norm wurde vom Technischen Komitee IEC/TC 31 "Equipment for explosive atmospheres" in Zusammenarbeit mit dem Technischen Komitee CEN/TC 305 "Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsschutz" erarbeitet, dessen Sekretariat von DIN gehalten wird. Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 095-02-10 AA "Explosionsschutz im Bergbau und an Verbrennungsmotoren" im NASG.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn dieser Norm ist 2017-10-01.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 1710:2008-08 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) normative Verweisungen aktualisiert, insbesondere die Verweisungen auf CEN/CENELEC und deren Veröffentlichungen in Verweisungen auf international erhältliche Veröffentlichungen geändert;

    b) Begriffe und Definitionen ergänzt;

    c) in den Abschnitten 4.4.3.2, 5.3.1.5, 5.3.2 und in Tabelle 1 Übersetzung korrigiert;

    d) Zündgefahrenbewertung ergänzt (Absätze mit Bezug auf Bergbaugeräte aus ISO 80079-36 übernommen);

    e) Anforderungen an Kabelanordnungen erweitert; f) Anforderungen an Laufräder und Laufringe für Lüfter erweitert;

    g) Anforderungen an Dieselmotoren ergänzt;

    h) Anforderungen an Bremsen ergänzt;

    i) Anforderungen an Lichtwellenleiter, die auf/in Maschinen benutzt werden und elektromagnetische Strahlung von Komponenten auf/in Maschinen ergänzt;

    j) Anforderungen an hydraulische und pneumatische Geräte ergänzt;

    k) Anforderungen an Fahrzeuge mit Kabeltrommel erweitert;

    l) Kennzeichnung von Geräten geändert in Anlehnung an ISO 80079-36;

    m) Anhang C "Zündquellen" ergänzt;

    n) Annex D "Anleitung über mögliche Risiken bei Umrichterantrieben" ergänzt;

    o) Anhang E "Prüfungen für Oberflächen-Schutzbeschichtung für Handwerkzeuge der Gruppe I, EPL Mb" ergänzt.


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  • Einführung zur EN 60079-30-1:2017 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 30-1: Elektrische Widerstands-Begleitheizungen - Allgemeine Anforderungen und Prüfanforderungen

    Der vorliegende Teil der VDE 0170-Reihe soll einen umfassenden Überblick über die wesentlichen Anforderungen an und die betreffenden Prüfungen für elektrische Oberflächenheizeinrichtungen geben, die in explosionsgefährdeten Bereichen verwendet werden. Die Anforderungen dieses Entwurfes bilden die Mindestanforderungen für Zone 1, Zone 2, Zone 21 und Zone 22. Da einige dieser Angaben bereits in nationalen oder internationalen Normen vorhanden sind, wurden in dem vorliegenden Entwurf viele der vorhandenen Angaben zusammengestellt und der Sachinhalt beträchtlich erweitert.
    Dieser Teil legt allgemeine Anforderungen und Prüfanforderungen für elektrische Widerstands-Begleitheizungen zur Anwendung in gasexplosionsgefährdeten Bereichen fest. Der Entwurf umfasst Begleitheizungen, bestehend aus werkseitig oder vor Ort (Baustelle) montierten Einheiten, z. B. Serien- oder Parallelheizkabel sowie Heizmatten oder platten, die nach den Anweisungen des Herstellers zusammengebaut und/oder angeschlossen wurden.
    Die vorliegende Entwurf enthält auch Anforderungen an Anschlusskomponenten sowie Steuer- und Regelungsverfahren im Zusammenhang mit Begleitheizungen. Die explosionsgefährdeten Bereiche, auf die sich dieser Entwurf bezieht, sind in DIN EN 60079 10 (VDE 0165 101) definiert. In diesem Entwurf sind auch die Anforderungen an gasexplosionsgefährdete Bereiche mit einem Unterteilungsverfahren nach der nordamerikanische Divisionseinteilung enthalten.


    Anwendungsbeginn
    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2017-03-06 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2018-04-01.

    Für DIN EN 60079-30-1 (VDE 0170-60-1):2007-12 besteht eine Übergangsfrist bis 2020-03-06.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60079-30-1 (VDE 0170-60-1):2007-12 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Aufnahme einer Schlagprüfung bei niedrigster Temperatur;

    b) Aufnahme einer Prüfung des thermischen Betriebsverhaltens für den Ersatz der thermischen Sicherheitsanforderungen;

    c) Aufnahme eines alternativen Plattenprüfverfahrens für die Bestimmung der Manteltemperatur;

    d) Aufnahme einer UV- und einer Betauungsprüfung;

    e) Überarbeitung und wesentliche Erweiterung der Anforderungen an die Dokumentation;

    f) Ergänzung eines Anhangs mit Anforderungen an Klassen I, II und III, Abteilungen 1 und 2;

    g) Ergänzung eines Anhangs hinsichtlich der Anwendbarkeit der Anforderungen aus IEC 60079-0;

    h) Ergänzung eines Anhangs hinsichtlich der Methodik des Produktentwurfs von Begleitheizungen (vorher in IEC 60079-30-2 behandelt);

    i) weitere Harmonisierung dieser Norm mit verschiedenen nationalen Normen.


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  • Einführung zur EN 60079-30-2:2017 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 30-2: Elektrische Widerstands-Begleitheizungen - Anwendungsleitfaden für Entwurf, Installation und Instandhaltung

    Die vorliegende Norm ergänzt die Anforderungen von DIN EN 60079-14 (VDE 0165-1) und DIN EN 60079-17 (VDE 0165-10-1).
    Werden Begleitheizungen in explosionsgefährdeten Bereichen installiert, müssen alle Details der Klassifizierung(en) des gefährdeten Bereiches festgelegt werden. Die Spezifikation muss die Geräteschutzklassen Gb (Zone 1), Gc (Zone 2), Db (Zone 21) und Dc (Zone 22) der Klassifizierung des gefährdeten Bereichs, die Gas- oder Staubgruppen und die Temperaturklassifizierung angeben. Speziell erforderliche Betrachtungen sowie erschwerte Standortbedingungen müssen einzeln in der Spezifikation der Begleitheizung angegeben werden.
    Bei Installation auf ortsveränderlichen Einrichtungen bzw. austauschbaren beweglichen Einheiten (z. B. verlagerbare Strukturen) sollte die Spezifikation die ungünstigsten Bedingungen enthalten, unter denen diese Begleitheizung verwendet werden kann.
    Ungeschützte Teile der Begleitheizung sollten für die Umgebungsbedingungen geeignet sein.


    Anwendungsbeginn
    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2017-04-03 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2018-04-01.

    Für DIN EN 60079-30-2 (VDE 0170-60-2):2007-12 besteht eine Übergangsfrist bis 2020-04-03.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60079-30-2 (VDE 0170-60-2):2007-12 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Verlagerung der Methodologie der Begleitheizungs-Produktentwürfe und Anforderungen in die IEC/IEEE 60079-30-1;

    b) Verlagerung und/oder Wiederholung der Informationen zu Installation, Wartung und Instandhaltung auf die MTs unter SC31J zur Aufnahme in IEC 60079-14, IEC 60079-17 und IEC 60079-19;

    c) Berücksichtigung ausführlicherer Informationen zu Sicherheitsduschen und Augenspülvorrichtungen;

    d) Einführung der Anhänge aus IEEE 515.


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  • Einführung zur EN 60079-13:2017 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 13: Schutz von Einrichtungen durch einen überdruckgekapselten Raum "p" und einen fremdbelüfteten Raum "v"

    Dieser Teil der DIN EN 60079 (VDE 0170) enthält Anforderungen für Entwurf, Bauart, Beurteilung, Prüfung und Kennzeichnung von Räumen, die durch Überdruckkapselung oder Fremdbelüftung oder beides, falls anwendbar, geschützt sind, wenn sie sich in einer explosionsfähigen Gasatmosphäre oder in einem explosionsgefährdeten Bereich mit brennbarer Staubatmosphäre mit oder ohne innere Freisetzungsstelle einer zündfähigen Substanz befinden. Ebenso eingeschlossen ist ein Raum in einem nicht explosionsgefährdeten Bereich, der eine innere Freisetzungsstelle einer zündfähigen Substanz besitzt.
    Das vorliegende Dokument behandelt Räume, die teilweise beim Hersteller gefertigt werden und deren endgültige Fertigstellung und Errichtung vor Ort vorgesehen ist, sowie Räume, die vollständig vor Ort aufgebaut werden. Räume, die teilweise beim Hersteller gefertigt werden, können die Überprüfung durch Dritte einschließen. Für vollständig vor Ort gebaute Räume kann dieses Dokument von Anlagenbetreibern als Leitfaden für die Beurteilung dieser Einrichtungen genutzt werden. In beiden Fällen muss die fertiggestellte Einrichtung auf Übereinstimmung mit diesem Dokument geprüft werden.
    Diese Norm ist zusammen mit den Grundsätzen für die Einteilung von explosionsgefährdeten Bereichen aus DIN EN 60079-10-1 (VDE 0165-101)und Fremdbelüftung zum Schutz von Analysegeräteräumen nach IEC 60079-16 zu betrachten.
    Zuständig ist das DKE/K 241 "Schlagwetter- und explosionsgeschützte elektrische Betriebsmittel" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.


    Anwendungsbeginn
    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2017-06-26 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2018-04-01.

    Für DIN EN 60079-13 (VDE 0170-313):2011-09 besteht eine Übergangsfrist bis 2020-10-06.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60079-13 (VDE 0170-313):2011-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Änderung des Titels der Norm, um künstlich belüfteten Raum "v" zu überdruckgekapseltem Raum "p" hinzuzunehmen;

    b) Hinzufügen der Schutzarten "pb", "pc", "v" und "vc" und Entfernung der Schutzarten "px", "py", "pz" und "pv";

    c) Differenzierung der Unterschiede zwischen den Schutzarten "Überdruckkapselung" und "Fremdbelüftung";

    d) Entfernung des Schutzes von Räumen mit einem inerten Gas oder zündfähigem Gas aus dem Anwendungsbereich dieser Norm;

    e) Hinzufügen eines informativen Anhangs C mit Beispielen, wo Schutzarten durch Überdruckkapselung oder Fremdbelüftung oder Überdruckkapselung und Fremdbelüftung angewendet werden können, und zugehörigen Richtlinien.


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  • Einführung zur EN 60079-18:2015 / A1:2017 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 18: Geräteschutz durch Vergusskapselung "m"

    Diese Ergänzung soll zur Klarstellung der Stückprüfung der Durchschlagfestigkeitsprüfung von Schaltungen an die Umgebung nach IEC 60079-18, Abschnitt 9.2 dienen.


    Anwendungsbeginn
    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2017-09-28 angenommene Änderung A1 als DIN-Norm ist 2018-07-01.

    Für DIN EN 60079-18 (VDE 0170-9):2015-10 besteht eine Übergangsfrist bis 2020-09-28.


    Änderungen
    Gegenüber DIN EN 60079-18 (VDE 0170-9):2015-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
    a) Ergänzung um ein zusätzliches Prüfverfahren in Unterabschnitt 9.2;
    b) Hinzufügen von Anhang C.


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  • Einführung zur EN 60079-0:2018 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 0: Betriebsmittel - Allgemeine Anforderungen

    Dieses Schriftstück legt keine anderen Anforderungen an die Sicherheit fest als solche, die sich direkt auf die Explosionsgefahr beziehen. Es bildet die Basis zu den weiteren Normen dieser Reihe, die sich überwiegend auf die einzelnen Zündschutzarten beziehen. Daher werden die Bestandteile in den anderen Normen, die für alle Teile gelten sollen auch in diesen Teil verschoben.
    Er legt die allgemeinen Anforderungen an die Konstruktion, Prüfung und Kennzeichnung von elektrischen Geräten und Ex-Bauteilen fest, die für die Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen bestimmt sind.
    Die üblichen atmosphärischen Bedingungen (bezogen auf die Eigenschaften der explosionsfähigen Atmosphäre), bei denen angenommen werden darf, dass elektrische Geräte betrieben werden, sind:

    - Temperatur -20 °C bis +60 °C,

    - Druck 80 kPa (0,8 bar) bis 110 kPa (1,1 bar) und

    - Luft mit normalem Sauerstoffgehalt, üblicherweise 21 % (V/V).
    Die in dieser Norm beschriebenen Anforderungen resultieren aus der Bewertung von Zündgefährdungen, die an elektrischen Geräten durchgeführt wurden. Die berücksichtigten Zündquellen sind diejenigen, bei denen ein Zusammenhang mit der Geräteart festgestellt worden ist, wie heiße Oberflächen, mechanisch erzeugte Funken, Thermitreaktionen, ausgelöst durch einen mechanischen Schlag, elektrische Lichtbogenbildung und Entladung statischer Elektrizität in üblichen Industrieumgebungen.
    Wenn eine explosionsfähige Gasatmosphäre und eine brennbare Staubatmosphäre zur selben Zeit vorhanden sind oder vorhanden sein dürfen, sollte das gleichzeitige Vorhandensein berücksichtigt werden und bedarf zusätzlicher Schutzmaßnahmen.
    Zusätzliche Hinweise zur Verwendung von Geräten in hybriden Gemischen (Gemisch eines brennbaren Gases oder Dampfes mit einem brennbaren Staub oder mit brennbaren Flusen) sind in DIN EN 60079-14 (VDE 0165-1) zu finden.

    Zuständig ist das DKE/K 241 "Schlagwetter- und explosionsgeschützte elektrische Betriebsmittel" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.


    Anwendungsbeginn
    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2017-12-04 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2019-09-01.
    Für DIN EN 60079-0 (VDE 0170-1):2014-06 und DIN EN 60079-0 Beiblatt 1 (VDE 0170-1 Beiblatt 1):2014-06 besteht eine Übergangsfrist bis 2021-07-06.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60079-0 (VDE 0170-1):2014-06 und DIN EN 60079-0 Beiblatt 1 (VDE 0170-1 Beiblatt 1):2014-06 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Statt von "elektrischen Geräten" wird neu von "Geräten" gesprochen;

    b) Überarbeitung der Definition für die Umgebungstemperatur in 3.1;

    c) Definitionen für "Zelle" und "Batterie" in 3.7 neu aufgenommen;

    d) genauere Definition von verschiedenen Arten von Geräten unter 3.31 aufgenommen;

    e) klärende Ergänzung der Betriebstemperatur in 5.2 bei Verwendung mehrerer Konstruktions-Werkstoffe;

    f) Aufnahme von Anforderungen an Staubschichten bei Da aus den Normen IEC 60079-18 und IEC 60079-31 in 5.3.2.3.1;

    g) zusätzliche Anforderung in 6.5, dass, wenn ein Klebstoff zur Befestigung einer Dichtung verwendet wird, dieser innerhalb seines COT verwendet werden muss;

    h) Verschiebung und Überarbeitung von Anforderungen für Klebstoffe aus Abschnitt 12 in 7.1.2.4;

    i) Verschiebung des 10-K-Zuschlages für Gc oder Dc aus IEC 60079-15, IEC 60079-18 und IEC 60079-31 in 7.2.2;

    j) zusätzliche Bezugnahme auf IEC 60243-1 und IEC 60243-2 für Prüfverfahren, die einen 4-kV-Gleichstromtest erfordern, in 7.4.2 c);

    k) Ergänzung der Luftfeuchte bei der Messung des Oberflächenwiderstandes in 7.4.3 a);

    l) bessere Differenzierung der metallischen Gehäusewerkstoffe in Abschnitt 8;

    m) Aufnahme von Anforderung für Kupferlegierungen mit mehr als 65 % Kupfer in 8.5;

    n) zusätzliche Anforderungen für Lager in 17.3 aufgenommen;

    o) neue Anforderungen an Stecker, Steckdosen und Steckverbindungen für Gc oder Dc in 20.1;

    p) die Tabelle 13 für Primärzellen wurde ergänzt um Typen "Y" und "Z" nach IEC 60086-1;

    q) Aufnahme der Prüfung der übertragenen elektrostatischen Ladung in 26.17, inklusive Versuchsdurchführung;

    r) keine alternative Kennzeichnungsvariante mehr (ehemals in 29.13);

    s) Ergänzung der Angaben für elektrische Maschinen in der Betriebsanleitung in 30.3;

    t) Ergänzung der Angaben für Kabel- und Leitungseinführungen (KLE) in 30.5 und A.5;

    u) Präzision der Prüfung von Kabel- und Leitungseinführungen, die für die Verwendung von umsponnenden Kabel und Leitungen vorgesehen sind, in A.3.1.1;

    v) Aufnahme von Hinweisen in der Anleitung für Kabel- und Leitungseinführungen in A.5;

    w) Überarbeitung der Anforderungen an die Temperaturentwicklung elektrischer Maschinen in Anhang E.


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  • Einführung zur EN 50628:2016 Errichten elektrischer Anlagen im Bergbau unter Tage

    Diese Europäische Norm DIN EN 50628 (VDE 0118-10) regelt die Sicherheitsanforderungen für die zu errichtenden elektrischen Anlagen im Bergbau unter Tage. Diese Norm ergänzt andere relevante harmonisierte Normen, sofern sie die elektrische Installation betreffen; z. B. der Normen der Reihe VDE 0100 sowie die Reihe VDE 0101.

    Diese Norm bezieht sich zudem auf die Normenreihe DIN EN 60079 (VDE 0170) sowie der zugehörigen Normen hinsichtlich der Konstruktion, der Prüfung sowie der Kennzeichnung geeigneter elektrischer Betriebsmittel.

    Die Norm DIN EN 60079 14 (VDE 0165-1) zeigt spezielle Anforderungen auf hinsichtlich dem Design, der Auswahl sowie der elektrischen Installation in explosionsfähigen Atmosphären.

    DIN EN 60079 14 (VDE 0165-1) kann zutreffen für elektrische Installationen in Bergwerken, wo sich explosionsfähige Atmosphären bilden können, die nicht aus Methan bestehen, sowie bei Übertageinstallationen von Bergwerken.

    Diese Norm gilt für das Errichten

    a) von elektrischen Anlagen im Bergbau unter Tage;

    b) von elektrischen Anlagen und von Teilen elektrischer Anlagen über Tage, die bei Untrennbarkeit der Arbeits- und Betriebsvorgänge funktionell und sicherheitstechnisch mit dem Untertagebetrieb unmittelbar zusammenhängen.

    Derartige Anlagen und Teile sind insbesondere:

    - Schutzorgane und Überwachungseinrichtungen für die Energieversorgungsnetze unter Tage;

    - Fernmeldeanlagen für Schacht- und Schrägförderanlagen;

    - zu Tage führende elektrische Anlagen mit eigensicheren Stromkreisen;

    - Fernwirkanlagen, wenn sie bestimmungsgemäß erhöhte Anforderungen an die Funktionssicherheit erfüllen müssen;

    - elektrische Anlagen und elektrische Betriebsmittel für Lüfteranlagen und Schachtschleusen in übertägigen Bereichen, die durch das von den Wettern des Untertagebetriebs mitgeführte Grubengas gefährdet werden können;

    - Grubengasabsauganlagen;

    c) von elektrischen Anlagen unter Tage außerhalb des Bergbaus, wenn dies von der zuständigen Behörde oder der zuständigen Berufsgenossenschaft gefordert wird.

    Die Norm wurde entsprechend ihrer Anwendungsmöglichkeiten zweispaltig geschrieben.

    - Die in der linken Spalte stehenden Anforderungen gelten für Grubenbaue des Steinkohlenbergbaus, die durch Grubengas gefährdet werden können.

    - Die in der rechten Spalte stehenden Anforderungen gelten für Grubenbaue des Steinkohlenbergbaus, die nicht durch Grubengas gefährdet werden können, und für Grubenbaue des Nichtsteinkohlenbergbaus, z. B. Kalibergwerke.

    Die über beide Spalten geschriebenen Anforderungen gelten für alle Grubenbaue.

    Nationale Vorschriften der Bergbehörden bleiben hiervon unberührt.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2016-05-23 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2016-11-01.

    Für DIN VDE 0118-1 (VDE 0118-1):2010-02 und DIN VDE 0118-2 (VDE 0118-2):2010-02 besteht eine Übergangsfrist bis 2020-05-23.


    Änderungen

    Gegenüber DIN VDE 0118-1 (VDE 0118-1):2010-02 und DIN VDE 0118-2 (VDE 0118-2):2010-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) die Teile der Vorgängernorm zusammengefasst;

    b) komplette Überarbeitung durch europäisch festgelegte Anforderungen.


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  • Einführung zur EN 60204-1:2018 Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstung von Maschinen, Teil 1: Allgemeine Anforderungen

    Dieser Teil von IEC 60204 gilt für elektrische, elektronische und programmierbare elektronische Ausrüstungen und Systeme für Maschinen, die während des Arbeitens nicht von Hand getragen werden, einschließlich einer Gruppe von Maschinen, die abgestimmt zusammenarbeiten.

    Die Ausrüstung, die von diesem Teil von IEC 60204 abgedeckt wird, beginnt an der Netzanschluss-Stelle der elektrischen Ausrüstung der Maschine.

    Dieser Teil von IEC 60204 gilt für die elektrische Ausrüstung oder Teile der elektrischen Ausrüstung, die mit Nennspannungen bis einschließlich 1 000 V Wechselspannung oder bis einschließlich 1 500 V Gleichspannung und mit Nennfrequenzen bis einschließlich 200 Hz betrieben werden.

    Dieser Teil von IEC 60204 berücksichtigt nicht alle Anforderungen (z. B. Schutz, Verriegelung oder Steuerung), die notwendig sind oder durch andere Normen oder Vorschriften gefordert werden, um Personen vor anderen als elektrischen Gefährdungen zu schützen. Jede Maschinenart hat spezielle Anforderungen, die zu berücksichtigen sind, um für eine angemessene Sicherheit zu sorgen.

    Dieser Teil von EN 60204 legt keine zusätzlichen und besonderen Anforderungen fest, die für die elektrische Ausrüstung von Maschinen zutreffen können, einschließlich solcher, die:

    – für die Benutzung im Freien bestimmt sind (d. h. außerhalb von Gebäuden oder anderen schützenden Einrichtungen);

    – explosionsfähige Stoffe verwenden, be- oder verarbeiten oder herstellen (z. B. Farbe oder Sägemehl);

    – für die Benutzung in explosionsgefährdeten und/oder feuergefährdeten Atmosphären bestimmt sind;

    – besondere Risiken haben, wenn bestimmte Stoffe hergestellt oder verwendet werden;

    – für die Benutzung im Bergbau bestimmt sind;

    – Nähmaschinen, Näheinheiten oder Nähanlagen sind.

    – Hebezeuge sind.

    Hauptstromkreise, in denen elektrische Energie direkt als Werkzeug verwendet wird, sind von diesem Teil von IEC 60204 ausgenommen.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2018-03-19 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2019-06-01.

    Für DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1):2007-06, DIN EN 60204-1/A1 (VDE 0113-1/A1):2009-10 und DIN EN 60204-1 Berichtigung 1 (VDE 0113-1 Berichtigung 1):2010-05 besteht eine Übergangsfrist bis 2021-09-14.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1):2007-06, DIN EN 60204-1/A1 (VDE 0113-1/A1):2009-10 und DIN EN 60204-1 Berichtigung 1 (VDE 0113-1 Berichtigung 1):2010-05 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) zusätzliche Anforderungen für Anwendungen mit Leistungsantriebssystemen (Power Drive Systems, PDS) hinzugefügt;

    b) überarbeitete Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV);

    c) geklärte Anforderungen an den Überstromschutz;

    d) Anforderungen an die Bestimmung des Bemessungskurzschlussstromes der elektrischen Ausrüstung;

    e) überarbeitete Anforderungen an das Schutzleitersystem und der Terminologie;

    f) Reorganisation und Überarbeitung des Abschnitt 9, einschließlich der Anforderungen an “sicher abgeschaltetes Moment des PDS, Not-Halt, und Schutz des Steuerstromkreises;

    g) überarbeitete Symbole für Stellteile von Steuergeräten;

    h) überarbeitete Anforderungen an die technische Dokumentation;

    i) allgemeine Aktualisierung auf die aktuellen besonderen nationalen Gegebenheiten, normativen Standards und bibliographische Referenzen.

    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

  • Einführung zur EN 61010-1:2010 Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte Teil 1: Allgemeine Anforderungen

    Teil 1 der Reihe DIN EN 61010 legt die allgemeinen Sicherheitsanforderungen für folgende Arten elektrischer Geräte und deren Zubehör fest, gleichgültig, wo die Benutzung der Geräte beabsichtigt ist:

    a) Elektrische Prüf- und Messgeräte

    Dies sind Geräte, die mit elektromagnetischen Mitteln eine oder mehrere elektrische oder physikalische Größen prüfen, messen, anzeigen oder aufzeichnen, sowie nicht messende Geräte wie Signalgeneratoren, Maßverkörperungen, Netzteile für den Laborgebrauch, Signalwandler, Umformer und so weiter.

    Diese Norm gilt auch für Prüfgeräte, die in Fertigungsprozesse integriert und für die Prüfung gefertigter Einrichtungen vorgesehen sind.

    b) Elektrische Steuer- und Regelgeräte für die industrielle Prozessleittechnik

    Dies sind Geräte, die eine oder mehrere Ausgangsgrößen auf bestimmte Werte einstellen, wobei jeder Wert der Größe durch manuelle Einstellung, durch Nah- oder Fernprogrammierung oder durch eine oder mehr Eingangsgrößen vorgegeben ist.

    c) Elektrische Laborgeräte

    Dies sind Geräte zum Messen, Anzeigen, Kontrollieren oder Untersuchen von Stoffen oder zum Vorbereiten von Stoffen, einschließlich Geräte für die In-vitro-Diagnostik (IVD).

    Derartige Geräte dürfen auch außerhalb von Laboratorien benutzt werden. Beispiele sind zur Selbstprüfung im Wohnbereich angewendete IVD-Geräte und Geräte zur Kontrolle von Personen oder Material während des Transports.

    Für Rechner, Prozessoren usw. gilt diese Norm nur, soweit sie Teil eines Geräts im Anwendungsbereich dieser Norm sind oder ausschließlich für den Gebrauch in Verbindung mit einem solchen Gerät entworfen sind.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2010-10-01 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2011-07-01.

    Daneben dürfen DIN EN 61010-1 (VDE 0411-1):2002-08, DIN EN 61010-1 Berichtigung 1 (VDE 0411-1 Berichtigung 1):2002-11 und DIN EN 61010-1 Berichtigung 2 (VDE 0411-1 Berichtigung 2):2004-01 noch bis 2013-10-01 angewendet werden.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 61010-1 (VDE 0411-1):2002-08, DIN EN 61010-1 Berichtigung 1 (VDE 0411-1 Berichtigung 1):2002-11 und DIN EN 61010-1 Berichtigung 2 (VDE 0411-1 Berichtigung 2):2004-01 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Der Anwendungsbereich der Norm wurde auf alle Bereiche, in denen die Produkte benutzt werden dürfen, ausgeweitet, so dass jetzt sowohl Produkte für gewerbliche Zwecke als auch Produkte für private Zwecke im Anwendungsbereich der Norm enthalten sind.

    b) Die Anforderungen an Prüf- und Messstromkreise (bisher in verschiedenen Abschnitten und gesamthaft in Abschnitt 16) wurden in die spezifische Norm EN 61010-2-30 ausgelagert.

    c) Die Isolationsanforderungen (6.7) wurden komplett neu geschrieben.

    d) Spezifische Anforderungen für feste Isolierung und Isolierungen mit dünnen Schichten wurden hinzugefügt.

    e) Unterabschnitt 6.7 beinhaltet nur noch die Isolationsanforderungen für NETZSTROMKREISE der ÜBERSPANNUNGSKATEGORIE II bis 300 V und für Sekundärstromkreise.

    f) Die Isolationsanforderungen für alle anderen Stromkreise sind in den neuen Anhang K verschoben worden.

    g) Zusätzliche Anforderungen zum Schutz gegen mechanische GEFÄHRDUNGEN (Abschnitt 7) wurden hinzugefügt.

    h) Die Grenzwerte für Oberflächentemperaturen (Abschnitt 10) wurden geändert, um sie in Übereinstimmung mit den in EN 563 genannten Grenzwerten zu bringen.

    i) Anforderungen an Geräte, die mit ionisierender Strahlung arbeiten (Abschnitt 12), wurden geändert und berücksichtigen nun den Unterschied zwischen beabsichtigter und unbeabsichtigter Ausstrahlung.

    j) Anforderungen hinsichtlich VERNÜNFTIGERWEISE VORHERSEHBARER FEHLANWENDUNG und ergonomische Aspekte wurden hinzugefügt (Abschnitt 16).

    k) Ein neuer Abschnitt (Abschnitt 17) über GEFÄHRDUNGEN und Umgebungen, die nicht von der Norm abgedeckt werden, sowie ein neuer informativer Anhang (Anhang J), der sich mit Risikobeurteilung befasst, wurden hinzugefügt.

    l) In einem neuen informativen Anhang (Anhang E) werden Methoden zur Verminderung des VERSCHMUTZUNGSGRADS von Mikroumgebungen behandelt.

    m) Für die Qualifizierung von Beschichtungen von Leiterplatten zum Schutz vor VERSCHMUTZUNG wurden Anforderungen hinzugefügt (Anhang H).

    n) Ein neuer informativer Anhang (Anhang I) wurde hinzugefügt, um zu erklären, wie die ARBEITSSPANNUNG eines NETZSTROMKREISES bestimmt wird.


    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

  • Abstract to ISO/IEC 80079-34:2018 Explosive atmospheres - Part 34: Application of quality management systems for Ex Product manufacture

    ISO/IEC 80079-34:2018 specifies particular requirements and information for establishing and maintaining a quality management system to manufacture Ex Products in accordance with the certificates. While it does not preclude the use of other quality management systems that are compatible with the objectives of ISO 9001:2015 and which provide equivalent results, the minimum requirements are given in this document.

    This second edition cancels and replaces the first edition, published in 2011, and constitutes a full technical revision. The significant changes with respect to the previous edition should be considered as minor technical revisions. However, the clause numbering in regard to the previous edition has changed in order to be in line with ISO 9001:2015. The normal Table of Significant Changes has not been included for this reason.

    This publication is published as a double logo standard. This standard should be read in conjunction with ISO 9001:2015


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn ist 2019-08. Diese Norm ersetzt die ISO/IEC 80079-34:2018.


    Hinweise

    Die deutsche Ausgabe dieser Norm ist noch nicht erschienen, jedoch wird von den meisten Prüfstellen schon mit dieser Ausgabe gearbeitet.


    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

  • Einführung zur EN 14460:2018 Explosionsfeste Geräte

    Diese Europäische Norm legt die Anforderungen an explosionsfeste Geräte fest, die einer im Innern erfolgenden Explosion standhalten werden, ohne zu bersten und ohne gefährliche Auswirkungen auf die Umgebung hervorzurufen. Sie ist auf Geräte (Behälter und Systeme) anwendbar, bei denen Explosionen eine außergewöhnliche Belastung darstellen.

    Es gibt zwei Arten explosionsfester Geräte: explosionsdruckfeste und explosionsdruckstoßfeste Geräte.

    Explosionsdruckfeste Geräte sind so gebaut, dass sie dem Explosionsdruck standhalten, ohne sich bleibend zu verformen und ohne gefährliche Auswirkungen auf die Umgebung hervorzurufen. Da die Auslegungs- und Berechnungsverfahren explosionsdruckfester Geräte den in EN 13445-1 bis -6 "Unbefeuerte Druckbehälter" beschriebenen ähnlich sind, werden sie in dieser Norm nicht erneut aufgeführt.

    Bei explosionsdruckstoßfesten Geräten ist eine dauerhafte Verformung zulässig, sofern diese Geräte keine gefährlichen Auswirkungen auf die Umgebung hervorrufen. Diese Konstruktion wurde speziell für Explosionsschutzzwecke entwickelt. Diese Norm stellt die Anforderungen an explosionsdruckstoßfeste Geräte in den Mittelpunkt.

    Diese Norm gilt für Atmosphären mit Absolutdrücken im Bereich von 800 mbar bis 1 100 mbar und Temperaturen im Bereich von -20 °C bis +60 °C. Diese Norm kann auch für die Auslegung, Konstruktion, Prüfung und Kennzeichnung von Geräten von Nutzen sein, die für Atmosphären außerhalb des vorstehend festgelegten Anwendungsbereiches vorgesehen sind, sofern dieses Thema nicht durch spezifische Normen abgedeckt ist.

    Diese Norm ist auf Geräte und Gerätekombinationen anwendbar, in denen sich Deflagrationen ereignen können. Sie ist nicht auf Geräte und Gerätekombinationen anwendbar, in denen Detonationen vorkommen können. In solchen Fällen sind für die erforderliche Explosionsfestigkeit andere Auslegungskriterien anwendbar, die in dieser Norm nicht behandelt werden.

    Sie ist nicht anwendbar auf Geräte, die nach der Zündschutzart "Druckfeste Kapselung" "d" (EN 13463-3 oder EN 60079-1) konstruiert sind.

    Diese Norm gilt nicht für Offshore-Anwendungen.

    Diese Norm ist nur auf Geräte anwendbar, deren Explosionsfestigkeit durch die Verwendung metallischer Werkstoffe erreicht wird. Diese Norm behandelt nicht die mit den Explosionen einhergehende Brandgefahr, weder bezüglich der verarbeiteten noch der für die Konstruktion verwendeten Werkstoffe.

    Das zuständige deutsche Gremium ist der Arbeitsausschuss NA 095-02-01 AA "Explosionsschutzeinrichtungen (außer Flammendurchschlagsicherungen)" im DIN-Normenausschuss Sicherheitstechnische Grundsätze (NASG).


    Anwendungsbeginn

    Diese Norm ersetzt EN 14460:2007 ab 2018-04.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 14460:2007-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Überarbeitung des Anwendungsbereichs;

    b) Aktualisierung der Normativen Verweisungen;

    c) Hinzufügen des Begriffs "verschraubte Struktur";

    d) neuer Unterabschnitt 4.2 "Auslegungsverfahren" mit aufeinander aufbauenden Schritten hinzugefügt;

    e) neuer Abschnitt 5 "Werkstoffe für druckstoßfeste Konstruktionen" hinzugefügt, der Kriterien für duktile und spröde Werkstoffe enthält;

    f) in Abschnitt 6 "Explosionsdruckstoßfeste Bauweise" wurden die Unterabschnitte 6.4 "Spezielle Anforderungen an verschraubte Strukturen" und 6.5 "Auslegungs- und Prüfdokumentation von explosionsdruckstoßfesten Geräten" hinzugefügt;

    g) Anhang A "Berechnung des Auslegungsdruckes" wurde aktualisiert und von "normativ" auf "informativ" geändert;

    h) Hinzufügen des informativen Anhangs B "Explosion in Rohren und miteinander verbundenen Behältern";

    i) Hinzufügen des normativen Anhangs C "Verwendung der Finite-Elemente-Analyse (FEA) zur Auslegung explosionsdruckstoßfester Geräte";

    j) Hinzufügen des informativen Anhangs D "Festlegung zulässiger Spannungen";

    k) Hinzufügen des informativen Anhanges F "Wesentliche Änderungen zwischen diesem Standard und EN 14460:2006";

    l) Aktualisierung des Anhangs ZA;

    m) Aktualisierung der Literaturhinweise;

    n) redaktionelle Überarbeitung.


    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

  • Einführung zur EN 1127-1:2019 Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsschutz - Teil 1: Grundlagen und Methodik

    Dieses Dokument (EN 1127-1:2019) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 305 "Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsschutz" erarbeitet, dessen Sekretariat von DIN (Deutschland) gehalten wird.

    Für die deutsche Mitarbeit ist der Arbeitsausschuss NA 095-02-06 AA "Terminologie, Methodik" im DIN-Normenausschuss Sicherheitstechnische Grundsätze (NASG) verantwortlich.


    Anwendungsbeginn

    Diese Norm ersetzt EN 1127-1:2011 ab 2019-10.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 1127-1:2011-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Aufnahme neuer Begriffe in Abschnitt 3;

    b) die Abgrenzung von 5.1 und 5.3 modifiziert;

    c) in 5.11 eine Bewertung des Ultraschalls aufgenommen;

    d) in 6.4.12 Sicherheits-Grenzwerte für Ultraschall ergänzt;

    e) die Informationen zur "Dichtheit von Geräten" überarbeitet.


    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

  • Einführung zur DIN VDE 0105-111:2019-07 Betrieb von elektrischen Anlagen,Teil 111: Besondere Festlegungen für den Bergbau unter Tage

    Dieses Dokument gilt für den Betrieb

    a) elektrischer Anlagen und elektrischer Betriebsmittel aller Spannungsebenen im Bergbau unter Tage;

    b) elektrischer Anlagen und deren Teile im Bergbau über Tage, die bei Untrennbarkeit der Arbeits- und Betriebsvorgänge funktionell und sicherheitstechnisch mit dem Untertagebetrieb unmittelbar zusammenhängen;

    c) elektrischer Anlagen unter Tage außerhalb des Bergbaus, wenn dieses von der zuständigen Behörde oder der zuständigen Berufsgenossenschaft gefordert wird.

    Die Vorschriften der Bergbehörden bleiben unberührt.

    Dieses Dokument beschreibt die Anforderungen für sicheres Bedienen von elektrischen Anlagen und Arbeiten an, mit oder in der Nähe von elektrischen Anlagen. Diese Anforderungen gelten für alle Bedienungs-, Arbeits- und Wartungsverfahren. Es gilt auch für nicht elektrotechnische Arbeiten (z. B. bergmännische Arbeiten) in der Nähe von elektrischen Anlagen und elektrischen Betriebsmitteln.

    Dieses Dokument gilt bereits beim Errichten und Ändern elektrischer Anlagen, soweit dabei die Anlagen oder einzelne Teile unter Spannung stehen, unter Spannung stehende Teile berührt werden können oder Spannung an den in der Errichtung befindlichen Anlageteilen auftreten kann.

    Dieses Dokument wurde in enger Anlehnung an DIN VDE 0105-100 (VDE 0105-100) aufgebaut. Es ist inhaltlich auf die berggesetzlichen Regelungen abgestimmt und enthält als eigenständiges Dokument sowohl die allgemein gültigen Festlegungen sowie die darin eingebunden besonderen Festlegungen für den Bergbau unter Tage.

    Zuständig ist das DKE/UK 224.1 "Betrieb von elektrischen Anlagen im Bergbau" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn dieser Norm ist 2019-07-01.

    Für DIN VDE 0105-111 (VDE 0105-111):2000-09 besteht eine Übergangsfrist bis 2020-01-31.


    Änderungen

    Gegenüber DIN VDE 0105-111 (VDE 0105-111):2000-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) redaktionell und in der Struktur an DIN VDE 0105-100 (VDE 0105-100) angepasst;

    b) bezüglich berggesetzlicher Regelungen und neuer Normen überarbeitet.


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  • Einführung zur EN 60079-29-1:2016 Explosionsfähige Atmosphäre,Teil 29-1: Gasmessgeräte – Anforderungen an das Betriebsverhalten von Geräten für die Messung brennbarer Gase

    Dieser Teil der Normenreihe IEC 60079-29 enthält die allgemeinen Anforderungen an Bauweise, Prüfung und Betriebsverhalten und beschreibt die Prüfverfahren für tragbare, transportable und ortsfeste Geräte für die Detektion und Messung der Konzentration brennbarer Gase oder Dämpfe in der Luft. Die Geräte oder Teile von ihnen sind zur Benutzung in explosionsgefährdeten Bereichen und in schlagwettergefährdeten Bergwerken vorgesehen.

    Dieser Normenteil gilt für Geräte zur Detektion brennbarer Gase mit einem Messbereich bis zu einem beliebigen Volumenanteil gemäß der Angabe des Herstellers, die eine Anzeige, einen Alarm oder ein anderes Ausgangssignal abgeben sollen, um eine Warnung vor einer möglichen Explosionsgefahr zu erzeugen und in einigen Fällen automatische bzw. manuelle Schutzmaßnahmen auszulösen. Er gilt weiter für Geräte einschließlich deren integrierten Entnahmesysteme mit Messgasförderung, die für kommerzielle und industrielle Sicherheitsanwendungen benutzt werden sollen.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2016-09-19 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2017-09-01.

    Für DIN EN 60079-29-1 (VDE 0400-1):2008-07 besteht eine Übergangsfrist bis 2019-12-23.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60079-29-1 (VDE 0400-1):2008-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Abschnitt 3 wurde redaktionell überarbeitet;

    b) Abschnitte 4 und 5 komplett mit technische Änderungen überarbeitet;

    c) Im IEC-Vorwort ist eine tabellarische Aufstellung aller Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Diese ist in das Nationale Vorwort übernommen worden.


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  • Einführung zur EN 60529:1991 + A1:2000 + A2:2013 Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)

    Für dieses Dokument ist das nationale Arbeitsgremium K 212 „Schutzarten“ der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (http://www.dke.de) zuständig.
    Die enthaltene IEC-Publikation wurde vom TC 70 „Degrees of protection by enclosures“ erarbeitet.
    Das IEC-Komitee hat entschieden, dass der Inhalt dieser Publikation bis zu dem Datum (stability date) unverändert bleiben soll, das auf der IEC-Website unter „http://webstore.iec.ch“ zu dieser Publikation angegeben ist. Zu diesem Zeitpunkt wird entsprechend der Entscheidung des Komitees die Publikation

    – bestätigt,

    – zurückgezogen,

    – durch eine Folgeausgabe ersetzt oder

    – geändert.
    Das Original-Dokument enthält Bilder in Farbe, die in der Papierversion in einer Graustufen-Darstellung wiedergegeben werden. Elektronische Versionen dieses Dokuments enthalten die Bilder in der originalen Farbdarstellung.
    In dieser Norm sind die eingearbeiteten Änderungen der Änderung A1 mit einem senkrechten Strich am linken Rand des Textes markiert.
    In dieser Norm sind die eingearbeiteten Änderungen der Änderung A2 mit zwei senkrechten Strichen am linken Rand des Textes markiert.
    Diese Norm ist die Weiterentwicklung eines Bezeichnungssystems, das mit DIN VDE 50 „Elektrische Maschinen, Transformatoren und Geräte; Kurzzeichen für Schutzarten; Erklärungen“ im November 1934 erstmals in Deutschland eingeführt wurde und von hier aus zunächst in verschiedene nationale Normen, dann auch in die Internationalen Normen IEC 60144 (1963) „Degrees of protection of enclosures for low-voltage switchgear and controlgear“ und IEC 60034-5 (1968) „Rotating electrical machines, Part 5: Degrees of protection by enclosures for rotating machinery“ übernommen wurde.
    Das 1970 gegründete IEC/TC 70 hatte zunächst die Aufgabe, die gerätespezifischen Festlegungen der IEC 60144 und IEC 60034-5 zu einer für alle Arten von elektrischen Betriebsmitteln gültigen, neuen Publikation zusammenzufassen.
    Dies geschah 1974 auf der Sitzung in Paris, die zur IEC 60529 (1976) „Classification of degrees of protection provided by enclosures“ geführt hat.
    Bei der Übernahme in das deutsche Normenwerk als
    - DIN 40050 „IP-Schutzarten – Berührungs-, Fremdkörper- und Wasserschutz für elektrische Betriebsmittel“
    - DIN 40052 „IP-Schutzarten – Prüfung des Fremdkörperschutzes, Staubkammer“
    - DIN 40053 Teil 1 bis Teil 4 „IP-Schutzarten – Prüfung des Wasserschutzes“
    - DIN VDE 0470-1 (VDE 0470-1) „IEC-Prüffinger“
    entschied sich das Komitee 212 noch gegen die form- und wortgetreue Übersetzung, da in der national bewährten Darstellungsart erhebliche Vorteile gesehen wurden. Es war jedoch erklärtes Ziel, diese Verbesserungen in die IEC-Arbeit einzubringen und eine revidierte IEC 60529 dann unverändert zu übernehmen.
    Dies ist nach Beratungen des IEC/TC 70 in Stockholm (1983), Kopenhagen (1985) und Prag (1987) nun der Fall.
    Bei der 2. Ausgabe der IEC 60529 von 1989 ging es vor allem um die Klärung von grundsätzlichen Festlegungen, die bei der Übernahme in inzwischen fast 25 nationale Normen teilweise unterschiedlich interpretiert worden waren:

    - Die Bezeichnung mit der ersten Kennziffer 2 (Schutzgrad IP2X) setzt die Einhaltung der Prüfung mit dem Prüffinger und mit der Kugel 12,5 mm Durchmesser voraus. Öffnungsweiten größer als 12,5 mm sind also bei diesem Schutzgrad nicht zulässig.

    Um deutlich zu machen, dass der Prüffinger mit 12 mm Durchmesser in voller Länge von 80 mm in ein Gehäuse eindringen darf, wurde der Nenndurchmesser der Kugel von 12 mm auf 12,5 mm geändert. Nach den alten Festlegungen war ein solches Eindringen bei gleichen Nenndurchmessern nur innerhalb der unterschiedlichen Toleranzlagen möglich, und es war dadurch nicht klar, ob beide Prüfsonden zur Anwendung kommen müssen. Mit dem Kugeldurchmesser von 12,5 mm wurde im Übrigen das ursprünglich in IEC 60144 festgelegte Maß wieder übernommen.
    Zum anderen war folgende Erweiterung notwendig:

    -In der ersten Fassung der IEC 60529 war die Einhaltung eines hohen Berührungsschutzgrades an eine entsprechend kleine Öffnungsweite, also an einen hohen Fremdkörperschutzgrad, gekoppelt. Diese Festlegung stellte eine unnötige Erschwerung der für in sauberen Räumen aufzustellenden Betriebsmittel dar, die große Belüftungsöffnungen benötigen und die durch entsprechende Abstände der inneren, unter Spannung stehenden Teile berührungssicher sind. Die Neufassung der IEC 60529 gibt nun die Möglichkeit, diesen „Berührungsschutz durch Abstände oder Abdeckungen“ in Form der Zusatzbuchstaben A, B, C oder D auszuweisen. Dieser Zusatzbuchstabe kann wahlweise verwendet werden, wenn der Berührungsschutz höher ist, als es durch die erste Kennziffer angezeigt wird, oder wenn auf die Angabe des Fremdkörperschutzes verzichtet wird. Es bleibt den einzelnen Arbeitsgremien vorbehalten, ob sie in ihren Produktnormen von dieser Erweiterung der Kennziffer für die IP-Schutzarten Gebrauch machen wollen oder nicht.

    Die Erweiterung des IP-Codes ist so angelegt, dass sich bei konsequenter Anwendung der früheren Festlegungen keine wesentlichen Änderungen für die Konstruktion und Prüfung der Betriebsmittel ergeben – dies entspricht einem dringenden Wunsch verschiedener Fachbereiche und nationaler Komitees.
    Weiter ist dem ACOS-Auftrag Rechnung getragen, wonach die Norm des IEC/TC 70 für den Schutz gegen direktes Berühren durch Gehäuse Pilotfunktion hat.
    Auf Wunsch der für die Hausgerätetechnik zuständigen Fachkreise (IEC/TC 61) wurde bei der Bezeichnung für den Wasserschutz von dem bisher gültigen Grundsatz abgewichen, wonach die Angabe eines bestimmten Schutzgrades stets auch die Einhaltung aller niedrigeren Schutzgrade einschließen muss. Die Ausnahme gilt für den Übergang vom Strahlwasserschutz (Schutzgrade IPX5 und IPX6) auf den Schutz beim Eintauchen (Schutzgrade IPX7 und IPX8).
    Von den weiteren Änderungen und Ergänzungen soll erwähnt werden:

    – Leergehäuse und ihre Prüfung sind in den Anwendungsbereich eingeschlossen.

    – Da Betriebsmittel für Hochspannung bis 72,5 kV zum Anwendungsbereich gehören, ist beim Schutz gegen direktes Berühren auch die Annäherung an gefährliche unter Spannung stehende Teile einbezogen. Der hierfür in IEC 60529 verwendete Begriff „access to hazardous parts“ wurde in der vorliegenden Norm mit „Zugang zu gefährlichen Teilen“ übersetzt.

    – Die Skala der Berührungsschutzgrade umfasst den Schutz gegen zufälliges Berühren mit dem Handrücken, nicht jedoch den Schutz gegen absichtliches Berühren mit der gestreckten Hand.

    – Die Kriterien für die Beurteilung einer „schädlichen Auswirkung“ von Staub oder Wasser bei der Schutzartprüfung wurden erweitert und so weit als möglich präzisiert.

    – Auf Wunsch der Hausgerätetechnik (IEC/TC 61) wurden für die Sprüh- und Spritzwasserprüfungen IPX3 und IPX4 nun Schwenkrohre bis zu einem Radius von 1 600 mm zugelassen. Die Wasser-Durchflussrate wurde so festgelegt, dass sich eine etwa gleich hohe Beanspruchung je Flächeneinheit ergibt.

    – Ein ausführlicher Anhang A soll die Anwendung der Prüfsonden erläutern und Kriterien für die Beurteilung der Prüfung aufzeigen.

    – Im Anhang B ist aufgelistet, welche Festlegungen die Fachgremien in ihren Produktnormen zu treffen haben.

    Zum Unterabschnitt 3.1 zwei weitere nationale Anmerkungen:

    – „Gehäuse“ ist der in der Praxis und in Schutzart-Normen verwendete Begriff, für den in DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):1985-07 der Oberbegriff „Umhüllung“ festgelegt ist.

    – Wo der Umfang der Schutzwirkung eines Hindernisses, insbesondere hinsichtlich der festgelegten Annäherungsrichtung, klar beschrieben ist, kann der Grad des Berührungsschutzes durch einen Zusatz buchstaben im IP-Code beschrieben werden.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 1991-06-25 angenommene Europäische Norm und die am 2000-01-01 angenommene Änderung A1 und die am 2013-10-03 angenommene Änderung A2 als DIN-Norm ist 2014-09-01.

    Für DIN EN 60529 (VDE 0470-1):2000-09 besteht eine Übergangsfrist bis 2016-10-03.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60079-18 (VDE 0170-9):2015-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Ergänzung um ein zusätzliches Prüfverfahren in Unterabschnitt 9.2.


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  • Einführung zur EN IEC 60079-15:2019 Explosionsfähige Atmosphäre – Teil 15: Geräteschutz durch Zündschutzart „n“

    Dieser Teil der DIN EN 60079 (VDE 0170) Reihe legt Anforderungen an Bauart, Prüfung und Kennzeichnung von elektrischen Geräten der Gruppe II in der Zündschutzart „n“ zur Verwendung in Bereichen mit gasexplosionsfähiger Atmosphäre fest. Er befasst sich in der überarbeiteten Fassung nur noch mit den Themen „Schwadensicherheit“ und Zündschutzart "nC". Bei dieser massiven Überarbeitung wurden die Anforderungen für Zone 2 Geräte, die einer definierten Zündschutzart zugeordnet werden können, in die entsprechende Norm für die jeweilige Zündschutzart transferiert.

    Die Überschriften der in dieser Norm gestrichenen Texte sind als Orientierungshilfe momentan noch im Text verblieben.

    Zuständig ist das DKE/K 241 "Schlagwetter- und explosionsgeschützte elektrische Betriebsmittel" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2018-01-12 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2020-03-01.

    Für DIN EN 60079-15 (VDE 0170-16):2011-02 besteht eine Übergangsfrist bis 2022-04-19.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60079-15 (VDE 0170-16):2011-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Aufnahme einer Tabelle zur Übersicht, welche Anforderungen von Teil 1 auch für den Anwendungsbereich dieser Norm anzuwenden sind;

    b) alle Anforderungen in diesem Teil, die Zündschutzarten der Normenreihe VDE 0170 zugeordnet werden können, wurden in diese Normen verschoben;

    c) in dem Schriftstück verbliebene Anforderungen wurden reduziert auf "Schwadensicherheit" und Zündschutzart "nC";

    d) die Überschriften der in dieser Norm gestrichenen Texte sind als Orientierungshilfe zur Zeit noch im Text verblieben;

    e) Spannungs- und Strombegrenzungen für nicht zündfähige Bauteile in 7.2 hinzugefügt;

    f) die Anforderungen an abgedichtete Einrichtungen in 9.1 wurden um die Anforderungen an die Dokumentation erweitert;

    g) in 10.1 wurden Anforderungen an Leitungseinführungen hinzugefügt;

    h) Anforderungen an die Übereinstimmung mit Industrienormen und Batterieanforderungen wurden in 10.2.1.2 hinzugefügt;

    i) die deutsche Fassung wurde in den Abschnitten 2 und 3 an die aktuellen Standardsätze angepasst.


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