Borosilikatglas 3.3 in Zone 0

  • Hallo zusammen,


    gerade habe ich mich angemeldet und schon stellt sich meine erste Frage.


    Es geht um eine Anlage die 100% 1 Propanol in verschiedene Behälter und Leitungen fördert.

    Anscheinend wurde vom Betreiber bereits eine Zoneneinteilung vorgenommen. Im Aufstellraum der Anlage Zone 2 und im Inneren der Rohrleitung öfters auch mal Zone 0 wenn nicht gerade Flüssigkeitsgefüllt.

    Nun habe ich mit einem Durchgangsschauglas DN 65 so meine Probleme mit der Freigabe für den Hersteller der Anlage. Das Schauglas ist nicht ATEX klassifiziert. Weiterhin habe ich keine Angaben zur Leitfähigkeit des Glases. Ich gehe aber davon aus, das Glas mehr isolierend ist. Das Glas selbst hat folgende Maße: 60mm im Durchmesser und 70mm hoch. Laut 80079-36 habe ich nur die Projektion der Fläche berechnet um zu prüfen ob die höchstzulässige Oberfläche eingehalten wird. Das sind 4200mm². In der Gestis Stoffdatenbank ist 1 Propanol mit der EX-Gruppe IIA-IIB angegeben. Wenn ich nun in der Norm schaue liege ich genau dazwischen und bin mir nicht mehr sicher ob ich das Glas verwenden darf. Ich stell mir nun die Frage ob sich das Stück Glas überhaupt gefährlich aufladen kann. Aber so wie ich das ermittelt habe, ist der Leitwert von Propanol laut Gestis EXP-0,7 ps/s, also sehr niedrig und das Glas isolierend, somit könnte sich das Glas durch Reibung bei entsprechender Strömungsgeschwindigkeit aufladen.


    Was meint ihr?

    Anscheinend gibt es solche Gläser für Zone 0 nicht auf dem Markt. Sollte der Anlagenerrichter eine Prüfstelle beauftragen, das Schauglas zu prüfen?

    Kann er solch ein Schauglas ohne Einwände verwenden?

    Vielleicht habe ich auch zu kompliziert gedacht und alles ist gar nicht so schlimm und ihr habt ein Lösungsvorschlag wie man so etwas betrachtet.

    Darf ich als befähigte Person überhaupt eine Zündgefahrenbewertung für Zone 0 machen?


    Wäre toll wenn ich die ein oder andere Antwort bekommen könnte:)


    LG Rob