Akkubetriebene Betriebsmittel

  • Hallo,

    Ich stelle mir gerade eine Frage, weil für ein Unternehmen ein Akkubetriebenes Fahrzeug (Als Beispiel sei ein elektrisch betriebener Gabelstapler angenommen)

    in Betrieb genommen werden soll.

    Eine Elektroladestation soll eingerichtet werden und es muß beim Ladevorgang damit gerechnet werden, das während des Ladevorgangs Wasserstoff

    und Sauerstoff entweicht.

    Für mich stellt sich die Frage, ob am Fahrzeug/Akku (?+nähere Umgebung?) nicht die Zone 2 ggf. Zone 1 gilt. In der Dokumentation/Konformitätserklärung des Betriebsmittelherstellers gibt es scheinbar überhaupt keine Hinweise in Richtung Explosionsschutz. Einerseits möchte ich (falls ich daneben liegen soll) auch kein Kriegsschauplatz eröffnen, andererseits falls Maßnahmen getroffen werden müssen, möchte ich auch nicht ins Hintertreffen geraten.

    Vielleicht kann jemand Hinweise oder Tipps geben?

  • Hallo Fuchs,


    für die Zoneneinteilung ist der Betreiber der Elektroladestation und des Fahrzeuges zuständig. Fahrzeug, Akku und Elektroladestation müssen dann entsprechend der Zoneneinteilung des Betreibers ausgewählt werden. Daher wird in der Dokumentation zum Fahrzeug bzw. Akku dazu auch nichts zur Zoneneinteilung zu finden sein.


    Beste Grüße,

    Geoffrey

  • Hallo Fuchs,


    ich habe noch eine kleine Ergänzung, wenn Du die Akkus nicht im Ex-Bereich laden willst. Hier ist die folgende Norm Dein Freund und Helfer:


    DIN EN 62485-3 (VDE 0510-47): 2015-09 Sicherheitsanforderungen an Batterien und Batterieanlagen, Teil 3: Antriebsbatterien für Elektrofahrzeuge

    (IEC 62485-3:2014); Deutsche Fassung EN 62485-3:2014, Ausgabedatum: 2015-09

  • Ich hätte gedacht, weil "Akkumulatoren" regelmäßig irgendwo in einem Gehäuse, Fach, Schacht oder hinter irgendwelchen Klappen/Deckel eingebaut sind das damit der "Hersteller" in der

    Pflicht ist, die EX-Schutz Dokumentation zu erstellen und Maßnahmen zu treffen, um das Risiko einer "Wasserstoff Explosion" zu verringern bzw. zu vermeiden.

    Ergo müßten die resultierenden Sicherheitshinweise bzw notwendige Schutzmaßnahmen dem "Betreiber"/"Anwender" zur Verfügung gestellt werden.

    So kenne ich das zumindest z.B. von den Absauganlagen unserer Spritzwände u.ä. Betriebsmittel.


    @ Günther: Herzlichen Dank für den Hinweis auf die IEC- Norm!

  • Ich hätte gedacht, weil "Akkumulatoren" regelmäßig irgendwo in einem Gehäuse, Fach, Schacht oder hinter irgendwelchen Klappen/Deckel eingebaut sind das damit der "Hersteller" in der Pflicht ist, die EX-Schutz Dokumentation zu erstellen und Maßnahmen zu treffen, um das Risiko einer "Wasserstoff Explosion" zu verringern bzw. zu vermeiden.

    Grundsätzlich liegst Du damit auch fast richtig. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Hersteller nicht alle denkbaren Umstände in seiner Dokumentation abbilden kann - und somit sehe ich auch so gut wie immer in den mitgeltenden Normen nach.