Beiträge von Corbit

    Mit der Schichtdicke ist der Motor für Explosionsgruppe IIC nicht einsetzbar, es sei denn, der Decklack ist elektrisch leitfähig. Da gehe ich aber mal nicht von aus. Ich vermute ganz einfach, der Motor ist bei der Instandsetzung einmal überlackiert worden (aus optischen Gründen).


    Unabhängig vom Motor ist aber auch noch völlig unklar, für welche Explosionsgruppen die Pumpe bzw. der Pumpenteil zugelassen ist. Das Typenschild sagt darüber nichts aus. Hast du eine Betriebsanleitung vorliegen, die da vielleicht was drüber erwähnt?

    Doch. Wie kommst du darauf, dass es einen Unterscheid bzgl. genereller Kennzeichnungspflicht und Dokumentation ausmacht, ob außen oder innen eine Ex-Zone vorherrscht?

    Ich würde es so formulieren: Deine Maschine fällt unter die ATEX-RL und du musst die die im Inneren der Maschine verbauten Teile hinsichtlich der ATEX-RL betrachten. Letzters musst du eh machen, und dann bist im Bereich der ATEX-RL. Aber ist das schlimm? Ist der Aufwand nicht annähernd gleich?

    Günter, ohne den Thread kapern zu wollen, aber wie kann in einem Absaugkanal aus Zone 2 eine Zone 1 auftreten, wenn kein Lüfter installiert ist? Würde mich nur mal interessieren, ohne dass ich deine Aussage in Frage stelle. Wenn ein Lüfter installiert ist, kann ich es nachvollziehen, aber ohne Lüfter fehlt mir da die Phantasie.

    Sicher bin ich mir nicht, würde aber sagen, dass du eine Zertifizierung brauchst. Nur ist das wirklich entscheidend? Alle mir bekannten Hersteller von Klemmenkästen bieten die für Zone 1 und 2 an (und 21 und 22). Preislich dürfte die Frage also keine Rolle spielen.

    Das dürfte dann damals nach TGL (Technischen Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen) gelaufen sein. Die waren das DDR Pendant zu unseren westdeutschen DIN und/oder VDE Normen.


    Was deinen aktuellen Fall betrifft, bin ich bei dir: Ohne Unterlagen kein Bestandsschutz.

    Die DIN EN ISO 80079-36 (Explosionsfähige Atmosphären: Nicht-elektrische Geräte für den Einsatz in explosionsfähigen Atmosphären – Grundlagen und Anforderungen) und die DIN EN ISO 80079-37 (Explosionsfähige Atmosphären: Nicht-elektrische Geräte für den Einsatz in explosionsfähigen Atmosphären – Schutz durch konstruktive Sicherheit "c", Zündquellenüberwachung "b", Flüssigkeitskapselung "k") sind erschienen. Anwendungsbeginn beider Normen: 01.12.16

    ".....weil die Überwachung Teil des Systems der Tiefenmessung ist." Sie kommt also nicht vom Pumpenhersteller, sondern ist unabhänig davon? Wenn die Pumpe nicht trocken laufen darf, weil sich sonst eine Zündquelle bilden kann (vermutlich durch Erwärmung bei Trockenlauf), dann ist diese Trockenlaufeinrichtung eine Sicherheitseinrichtung. Ist das eine neue Installation, die erst noch ausgeführt wird? Wenn ja, bietet der Pumpenhersteller keine eigene Trockenlaufüberwachung mit an? Ich denke nicht, dass die sehr teuer sein wird. Die würde ich dann mit bestellen, und dann kannst du die Niveauüberwachung, die ja offenbar mehr als nur den Trockenlaufschutz abdecken soll, getrennt behandeln.

    Sofern die "organisatorischen" Schutzmaßnahmen alle potentiellen Zündgefahren abdecken, ist das sicherlich richtig. Aber was alles potentielle Zündgefahren sind, das ist die Frage. Bei einer einstufigen Kreiselpumpe werden das so wahnsinning viele nicht sein: Lagertemperaturüberwachung, Trockenlauf und ggf. die Temperaturüberwachung der Wellenabdichtung (deshalb meine Frage dazu). Aber vielleicht ist der Originalhersteller so nett und nennt dir die potentiellen Zündgefahren. Fragen kostet nichts.

    Die Leitlinie, aus der der Hersteller zitiert, gilt für die Herstellerseite, nicht für die Betreiberseite. Das ist erst einmal ganz wichtig zu verstehen.


    Der Betreiber darf ein Vor-ATEX Gerät durchaus weiter betreiben. Du brauchst auch niemanden externen, der Dir irgendwas zertifiziert. Prinzipiell kannst Du die Beurteilung selbst machen. So wahnsinnig viele mechanische Zündquellen dürfte es an dem Produkt nicht geben. Die Frage ist, ob Du es Dir zutraust und auch bereit bist, das mit Deiner Unterschrift zu dokumentieren. Ich will Dir keine Angst machen. Ich würde mir das an Deiner Stelle durchaus zutrauen. Frag doch mal den Hersteller, wie sich diese alte Pumpe technisch von einer neuen ATEX-Pumpe unterscheidet? Vergiss dabei die elektrische Seite. Es geht erstmal nur um die Mechanik. Elektrisch gab es schon vor ATEX einen Ex-Schutz. Ich hatte oben schon mal gefragt: Was fördert die Pumpe?