Beiträge von Konrad66

    Hallo Furio,


    herzlich willkommen im Club.


    Mir ist der Aufbau noch nicht ganz klar, ich nehme an, dass ihr den Temperaursensor außen an den Kessel montieren wollt, oder? Hier wäre eine Zone 1 eher ungewöhnlich, oder ist der Kessel nach oben offen? Aber selbst dann solltet ihr in irgendeiner Art und Weise eine Absaugung haben. Schließlich gilt es Ex-Zonen zu vermeiden. Dann könnte man um die Öffnung eine Zonenkugel definieren und den Sensor außerhalb der definierten Zone montieren.


    LG aus Lübeck

    Hallo Christian,


    die BG RCI hat mal definiert, was ist bei der Umstellung der Netzspannung auf 400 V bei Drehstrommotoren der Zündschutzarten „d“ und „e“ zu beachten ist.


    Hier ist der Link dazu:
    https://www.bgrci.de/exinfode/…rten-d-und-e-zu-beachten/


    Ja, ihr solltet die 380V-Motoren gegen 400V-Motoren austauschen. Ihr müsst dabei allerdings den aktuellen Stand der Technik beachten. Es kann erforderlich sein eine Temperaturüberwachung nachzurüsten, falls diese noch nicht vorgesehen ist. Darüberhinaus sind z.B. beim Betrieb über Frequenzumrichter weitere Dinge bei der Auswahl des Motors zu beachten. Wendet euch auf jeden Fall an eine "Befähigte Person nach TRBS1203", die die Auslegung des Motors und der Steuerung frei gibt. Der Gesetzgeber fordert, dass die Auswahl und Auslegung nur durch eine Person mit entsprechender Sachkunde erfolgen darf. Es ist auf keinen Fall ausreichend sich hier im Forum zu informieren und dann den Motor ohne weitere Prüfung zu ersetzen! Man sollte schon wissen, was man tut :schlaumeier:


    LG aus Lübeck

    Hallo Christian,


    es stellt sich eher die Frage, ob ihr nicht alle 380V- Motoren in Ex-Ausführung tauschen solltet, da wir inzwischen ein 400V Netz haben, die Motoren aber nur für 380V zugelassen sind. Generell gibt es für überwachungsbedürftige Anlagen keinen Bestandsschutz. Das heißt, man sollte bei der wiederkehrenden Prüfung nach BetrSichV §15 schauen, ob die 380V Motoren auch am 400V Netz betrieben werden können, ohne ihre Ex-Zulassung zu verlieren. Wenn die max. zulässige Spannung der Motoren (Nennspannung + Toleranz) unter der max. Netzspannung (Netzspannung + Toleranz) liegt, dann sollten die Motoren ersetzt werden. Also, den defekten Motor solltet ihr auf jeden Fall durch einen Motor der aktuellen Bauart mit einer Nennspannung von 400V ersetzen.


    Zum Thema "wesentliche Änderung": Diesen Begriff gibt es in Verbindung mit dem Umbau von Maschinen. Entscheidend ist dabei die Frage, ob der Umbau Einfluss auf die Gefährdung die von der Maschine ausgeht hat. Bei der Instandhaltung wird in der Regel ein Bauteil durch ein anderes, gleichartiges Bauteil ersetzt. Hier kommt man nie in den Bereich einer wesentlichen Änderung.


    LG aus Lübeck

    ...Günter hat auf jeden Fall Recht :yau:. Bitte nie den Fehler machen und nur eine Norm betrachten und sich dann zurücklehnen und denken, dass man es geschafft hat. Es sind grundsätzlich immer alle relevanten Normen zu beachten. Bei einem elektrischen Zylinder sind das hinsichtlich des Explosionsschutzes auf jeden Fall die EN 80079 und! die EN 60079.

    Hallo Patrick,


    herzlich willkommen im Club.
    Die räumliche Trennung ist grundsätzlich eine sehr gute Idee. In der Regel aber schwierig umzusetzen, wenn du eine derart bewegliche Achse hast. Zudem gibt es in dem Bereich eine DGUV Information (BGI 740), da ist relativ gut beschrieben, wie so eine Lackierkabine auszusehen hat. In der Regel bekommt man Probleme, wenn etwas passiert und man sich nicht an solche Informationen hält. Man muss dann nachweisen, dass man eine Lösung mit vergleichbaren Schutzniveau errichtet hat, was in der Regel nicht ganz so einfach ist. Also, wenn Du in Zukunft Nachts noch ruhig schlafen möchtest, dann solltest Du Dir die BGI 740 man intensiv angeschaut haben und dann erst weitermachen. Ich habe sie Dir einmal angehängt :ja:.


    LG

    Hallo Yoshi83,
    ich weiß nicht, ob das Thema noch aktuell ist, aber ich hoffe dein Ventilator ist für Zone 22 geeignet. Falls nicht, hast du hoffentlich Maßnahmen ergriffen, um den Ventilator im Fehlerfall abzuschalten. Das kann man beispielsweise mit einer Differenzdrucküberwachung machen. Die muss dann bei Druckgleichheit sicher Abschalten. Die Sensoren müssen dann auch für die Zone 22 geeignet sein. Wie man es auch dreht und wendet, du kommst um die Atex-Bewertung nicht rum.

    ...was mir noch Aufgefallen ist:
    Ohne Steuerung kann es keine Maschine sein, höchstens eine unfertige Maschine im Sinne der MRL. Das bedeutet, das ihr keine CE-Konformitätserklärung ausstellt, dafür ist derjenige verantwortlich, der die Komponente in eine Maschine einbaut, sonder ihr müsst eine Einbauerklärung abgeben. Ist im grundegenommen das gleiche, heißt nur anders :scherzkeks:... und ihr dürft kei CE anbringen, es sei denn, es wird aus einer anderen Richtlinie gefordert. (z.B. Elektromotor, da kommt das CE aus der Niederspannungsrichtlinie und nicht aus der MRL)

    Hallo ATEXler,
    wenn du ATEX-Zertifizierte Komponenten nur miteinander verbindest, dann musst Du nichts irgendwo hinterlegen. Wo drauf Du achten musst ist, dass Du die Komponenten entsprechend den Herstellervorgaben einbaust und dass Du einen vernünftigen Potentialausgleich hast. Dokumente hinterlegen musst du nur, wenn du „nicht elektrische“ Geräte der Kategorie 2 herstellst. Das sind typischer Weise: Pumpen, Schneckenförderer,
    Zellenradschleusen, Förderanlagen, Hydraulikanlagen, Pneumatik-Systeme, Armaturen, Kupplungen, Bremsen, Hebezeuge, Mühlen, Mischer, Rührwerke, Verdichter also alles Dinge, bei denen Zündgefahren bestehen (z.B. durch aneinander reibendes Metall, starke mechanische Belastung, die zu Materialermüdung und zum Materialbruch führen können) die eine Zündquellenbewertung erforderlich machen. Ich glaube, das trifft bei dir aber alles nicht zu. Bitte denke daran, dass die zugekaufte mechanische Einheit sehr wohl darunter fällt. Die braucht vermutlich eine Baumusterprüfbescheinigung. Ggf. musst Du nachweisen, dass deine Verrohrung technisch Dicht ist.

    Hallo Günter,
    wir sind Kunde und der Lieferant hat uns diese Lösung präsentiert, nachdem ich die Maschine nach der Ex-Prüfung gesperrt habe, da die erste Version auf Grund der fehlenden galvanischen Trennung nicht Ex-sicher war. Es wird auch kein einfaches elektrisches Betriebsmittel verwendet, sondern Zener-Barrieren mit Ex-Zulassung. Habe mal das Handbuch angehängt. Grundsätzlich dürfte die Schaltung funktionieren, aber ich bin mir nicht sicher, ob die geforderte galvanische Trennung nicht über die Erde aufgehoben wird. Wir sind zwar hinter dem Messwandler (hat auch eine Ex-Zulassung) eigensicher und galvanisch getrennt, jedoch leitet die Zener-Barriere im Fehlerfall gegen Erde ab und somit würden wir im Fehlerfall die galvanische Trennung aufheben, denn die 0V der Speisespannung des Messwandlers liegt auch auf Erde. Das wäre also im Prinzip so, als wenn man einen Trenntrafo nimmt, um die Schutzart "Schutzisoliert" zu realisieren und die Erde mit rüberzieht. Dann kann doch wieder ein Strom über die vermeintliche galvanische Trennung fließen.
    ...und das ausgerechnet im Fehlerfall, also gerade dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

    Hallo ATEXler,
    Du solltest einmal näher beschreiben, worum es dabei geht. Wird das eine Armatur, eine Maschine, eine unfertige Maschine, was für ein Verwendungszweck oder in welcher Ex-Zone soll das "Ding" betrieben werden? Liefert Ihr eine Steuerung dazu oder muss euer Kunde das "Ding" in seine Steuerung einbinden? Habt Ihr ebenfalls Aktoren verbaut oder nur Sensoren? Grundsätzlich würde ich erst einmal davon ausgehen, dass Ihr eine Hersteller- oder Konformitätserklärung ausstellen müsst, in der die berücksichtigten Richtlinien genannt werden. Außerdem sollte enthalten sein für welche Ex-Zone bzw. Einsatzbedingungen das "Gesamtding" geeignet ist. Das lässt sich am besten über eine Übergeordnete Kennzeichnung machen, also irgendwie in der Form: geeignet für den Einsatz in EX II 3D Ex tc IIIB T 125°C
    Eine benannte Stelle hat m.E. damit erst einmal nichts zu tun. Ihr baut ja schließlich kein neues Betriebsmittel für den Einsatz in gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre.

    Hallo ATEXler,
    die Komponenten haben allesamt eine Baumusterprüfbescheinigung. Zener-Barrieren sind durchaus üblich bei eigensicheren Kreisen. Sie begrenzen sicher die Energie, die dem eigensicheren Kreis zur Verfügung gestellt wird. :zustimm:

    Hallo Zusammen,
    bin neu hier (vielen Danke für die schnelle Aufnahme :top:) und habe gleich einmal eine sehr spannende Frage, an der sich schon einige Geister geschieden haben.
    In einem Kompaktor ist ein Kraftaufnehmer verbaut, der in Zone 22 betrieben wird. Der Kraftaufnehmer hat folgende Werte: Ui/sub]: 10V, Ii:120mA, Pi:650mW. Das ganze wurde mit Zener-Barrieren von P&F Typ Z961 und Z961.H aufgebaut. Soweit so gut. Leider habe ich im Rahmen der Ex-Prüfung festgestellt, das in der Baumusterprüfbescheinigung ein "böses X steht. Die Einschränkung lautet u.a.: Der eigensichere Stromkreis ist galvanisch nicht sicher gegen das metallische Gehäuse getrennt. Potentialausgleich ist im gesamten Bereich der Errichtung der eigensicheren Stromkreise zu gewährleisten. Zugehörige Betriebsmittel mit galvanischer Trennung eigensicheren und nichteigensicheren Stromkreisen sind zu verwenden.
    Damit Fallen Zenerbarrieren als Trennung aus! Dann hat man sich überlegt ein Messumformer von P&F Typ KFD2-WAC2-Ex1 einzusetzen. Problem: U0: 14V, I0: 238mA, P[sub]0
    : 833mW, damit funktioniert also der Eigensicherheitsnachweis nicht. Also ist der Lieferant auf die glorreiche Idee gekommen hinter der Trennstufe noch ein paar Zener-Barrieren zu setzen.
    Jetzt kommt meine Frage dazu: Wird mit den Zener-Barrieren die galvanische Trennung aufgehoben? In der EN60204-1 „Elektrische Sicherheit von Maschinen“ wird die einseitige Erdung von Steuerstromkreisen gefordert. Das ist im Schaltschrank des Kompaktors auch umgesetzt worden (leitende Verbindung zwischen Erde und 0VDC im nicht-eigensicheren Bereich). Zu Verdeutlichung habe ich die Schaltplanseite mal angehängt. Ist der Aufbau so konform?