Beiträge von MariusT

    Hallo Andy,


    meines Wissens haben sich die Anforderungen von nA zu ec durchaus geändert was auf jeden Fall berücksichtigt werden sollte. Die IEC60079-7 (ed.5.0) bietet eingangs eine praktische Liste "for 'nA' to 'ec'" in der signifikante Änderungen vermerkt sind (Seite 10 der englischen Ausgabe). Diese Liste umfasst jedoch nicht die möglicherweise kleineren Änderungen die ggf. anfallen.


    Was Übergangslösungen angeht oder Akzeptanz von nA Geräten als ec Geräten möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen aber ich nehme an dass mindestens eine Delta-Analyse nötig ist oder eine erneute Bewertung.


    Freundliche Grüße, Marius

    [...] Stecksysteme in Ex de mit ATEX-Zulassung (Reihe ExLink von ehem. CEAG) [...]

    Hallo falcone. Vielen Dank für den Hinweis, die Stecker sehen auf den ersten Blick sehr interessant aus, habe sie mir mal abgespeichert.

    Ich habe die Stecker bei einigen Verkäufern gefunden aber ich fand es überraschen schwierig hier Informationen direkt vom Hersteller zu finden. Nach ein paar Minuten musste ich aufgeben die Produktseite vom Hersteller zu finden (weder http://www.ceag.de noch noch http://www.eaton.com/de haben mich wirklich weiter gebracht, aber vielleicht bin ich auch nur blind :( )

    - An einer Stelle in der zugänglichen EU-BMP steht, das die geöffnete Steckverbindung nicht unter Spannung stehen darf. Wie willst Du dann unter Spannung trennen? Allerdings habe ich die Betriebsanleitung nicht dazu geprüft.....

    Das scheint mir auch paradox da die Webseite ja aktiv damit wirbt

    Einfache Installation und Wartung in Zone 1, sicheres und schnelles Trennen unter Last

    Aber ich habe auch nichts in den zugänglichen Dokumenten gefunden wie man diesen Stecker unter Strom in einer explosiven Zone trennen darf.

    Kennst Du die miniClix Verbinder Serie von der Firma Stahl

    Hallo Christian,


    ja ein weiteres Forums Mitglied hat mich freundlicherweise via Direktnachricht auf diese Linie hingewiesen (er war nicht sicher ob Nennung von bestimmten Firmen/Produkten im Forum erlaubt ist). Da wir nun auf ein anderes Konzept umgestiegen sind hielten wir es jedoch nicht mehr für nötig die entsprechenden Preise anzufragen (und zumindest von dem illustriertem Aufbau in dem Werbematerial sehen die Stecker nicht allzu günstig aus :)).

    Danke jedoch für den Hilfreichen Hinweis.


    Gruß, Marius

    Ziehen und Stecken von unter Spannung stehenden Steckverbindungen nach Industriestandard ist nur in der Zündschutzart Eigensicherheit möglich.

    Vielen Dank, das würde leider meine Interpretation von dem was ich bisher gelesen habe bestätigen.

    Für Verschlüsse gelten folgende Anforderungen: "[...] spannungsführende(r) Teile [...] dürfen nur mit Hilfe eines Werkzeugs , wie Schlüssel, Schraubenschlüssel oder Schraubendreher, zu lösen [...] sein.[...]". Dies lässt also durchaus Interpretationsspielraum für verschraubte Industriestecker.

    Danke für die Einschätzung.


    Ich hatte nochmal ein Gespräch mit dem Kunden. Wir werden das Bus-Prinzip sehr wahrscheinlich aufgeben und zu einer Stern-Topologie wechseln. Der Grund ist dass ein Bus-Kabel auch unter nicht-Ex Gesichtspunkten problematisch ist (der Vollausbau würde des Systems würde eine Leistung von fast 1kW über das eine Kabel schieben und das über eine signifikante Distanz).


    Wir werden wohl die Route gehen der Stecker mit Werkzeug zu fixieren und das Kabel seitens der sicheren Zone stromlos schalten. Das geht natürlich deutlich besser mit einer Stern-Topologie.


    Von einem Bajonett- zu einem Schraubverschluss zu wechseln (Schraubenschlüssel benötigt) sollte hier vermutlich unproblematisch sein. Das einzige Problem war hier dass keiner der Beteiligten wirklich überzeugt ist dass alle Endnutzer den Anweisungen wie "Nicht unter Spannung trennen" Folge leisten. Aber am Ende können wir nicht viel mehr machen als das überall drauf zu schreiben.

    Guten Tag zusammen,


    wir erarbeiten gerade ein paar Ideen für ein Bus-System für die Zone 22 mit Hilfe der 60079-0 und -31 (-7 und -11 nur wenn notwendig). Ein Punkt der hierbei aufkam ist dass der Kunde sehr gerne gewöhnliche M12 Industrie Stecker verwenden möchte (von außen per Hand erreichbar).


    Sehe ich das Richtig dass die -0 und in diesem Kontext auch die -7 (erhöhte Sicherheit) keine Möglichkeit vorsieht ein Kabel unter Strom ein- und auszustrecken egal wie gering die Spannung / der Strom sein mag?


    Die Stecker die verwendet werden sollen haben nur einen Bajonettverschluss und ich sehe keine Möglichkeit IEC60079-0 20.1 a) b) oder c) zu implementieren ohne das Gehäuse um ein vielfaches zu vergrößern um einen mechanischen Schutz zu implementieren.


    Hätte hier vielleicht jemand einen Hinweis welche Verfahren typischerweise hier eingesetzt werden? Die involvierten Leistungen übersteigen leider die Grenzen der Eigensicherheit deutlich aber ich könnte mir vorstellen eine kleine eigensichere Interlockschaltung zu implementieren wenn das Sinn macht.


    Das letzte Mittel wären wohl die (vermutlich sehr kostspieligen) Stecker mit eingebauter Flammensperre. Oder ein M12 Stecker der mit einer Schraube o.ä. fixiert werden kann wenn falls es so etwas gibt.


    Nachtrag: mir ist eingefallen dass erhöhte Sicherheit hier irrelevant ist bei Staub

    Wie ist das eigentlich mit mehreren Quellen?

    Hab ich schon des öfteren gelesen, die Sinnhaftigkeit entzieht sich mir aber.

    Ich glaube nicht dass mir das bereits begegnet ist aber rein theoretisch könnte ich mir vorstellen dass man einen solchen Fall haben kann für so was wie Sirenen, Lampen oder Türöffnern - also etwas was vom potentiell mehreren (ggf. redundanten) Geräten aus angesteuert werden kann.


    Zusätzlich gibt es natürlich den Fall das man zwei Netzteile parallel einsetzen möchte weil ein einzelnes großes nicht praktikabel / wirtschaftlich ist.


    Da das nicht wirklich in unseren Aufgaben Bereich fällt hat unsere Unternehmen leider nicht die entsprechenden Normteile, aber Schulungsunterlagen von mir verweisen hier auf die 60079-25 Anhang B, 60079-14 Anhang H, I und 60079-25 Anhang C

    Hallo McMajus,

    Über deren inneren Aufbau und Verschaltung weiß ich leider nicht besonders viel, manchmal maximal dass diese einen DCDC Converter beinhalten. Von einem Hersteller haben wir Angaben zu Pi, Ui, Ii, Ci und Li, wobei das bei einem Modul eigentlich Quatsch ist

    wenn Sie die Angaben zu Pi Ui Ii Ci und Li vom Hersteller haben deutet das ja erst mal darauf hin dass das Funkmodul für den Betrieb in dem Ex-Bereich ausgelegt ist und ggf. sogar bereits ein Zertifikat hat.


    Wir haben solche (zertifizierten) Module sehr problemlos in der Vergangenheit bei unseren Entwicklungen eingesetzt. Man muss nur nachweisen dass die Parameter eingehalten werden und auch die übrigen Charakteristiken kein Problem sind (Funk-Leistung, Spannung, Oberflächentemperatur). Bei zertifizierten Modulen müssen natürlich noch die Herstelleranweisungen beachtet werden.


    Für nicht-zertifizierte Funkmodule lassen wir uns i.d.R. eine Liste der verbauten Kondensatoren und Spulen geben (inkl. Toleranzen) und eine eindeutige Aussage des Herstellers dass keine Spannungserhöhenden Maßnahmen verbaut sind. Mit diesen Infos sollte es möglich sein die kritischen Anforderungen an das Funkmodul nachzuweisen (Spannung, Strom, Leistung, Temperatur, Kapazität und Induktivität).


    Die Prüfer sind dieser Argumentation bisher immer gefolgt aber das ist natürlich keine Garantie.


    Laut der 60079-11, Kapitel 7.6 d) dritter Spiegelstich muss bei integrierten Schaltkreisen nur die äußere Spannung gemessen werden, egal ob DCDC Wandler drin sind oder nicht. Und das Li bzw. Ci behandele ich, als sei es diskret in meiner Schaltung verbaut.

    Würde ich in den Schuhen einer benannter Stelle Stecken hätte ich meine Probleme mit dieser Argumentation und würde sie sogar ablehnen.

    "Internal Voltages" innerhalb eines vergossenen IC würde ich nicht gleich setzen mit Spannungen in einem Modul welche durchaus der Atmosphäre ausgesetzt sind (wenn das Modul nicht komplett vergossen ist). Aber das ist nur meine Sicht und ich gehöre keiner benannten Stelle an.


    Eine weitere Frage, die im Zusammenhang mit den Antennen daraus folgt:

    Darf ich im Gehäuse Leitungen führen, die nicht eigensicher sind, solange die Spannung bekannt ist und ich Trennabstand lt. Tabelle 5 einhalte?


    Möglicherweise gibt es hier eine genaue Definition aber ich würde sagen wenn die Spannung und Leistung oder Strom einer Leitung bekannt/limitiert ist dann ist diese Leitung eigensicher. Möglicherweise ist es möglich nur mit der Spannung auszukommen aber normalerweise sollte der absolut maximale Strom oder Leistung bekannt sein um a) die Temperaturerhöhung der Leiterbahn im griff zu haben und b) die maximal erlaubte Induktivität im griff zu haben.


    Ich hoffe diese Infos helfen etwas weiter


    Grüße,

    Marius

    Hallo zusammen,


    ich bitte darum korrigiert zu werden wenn ich falsch liege aber kann Glas nicht i.d.R. ignoriert werden zumindest was die statische Aufladung angeht?

    Note 2 der IEC60079-0:2017 7.4.1:

    "It is generally acknowledged that glass and ceramic surfaces are not susceptible to storing an electrostatic charge."


    Grüße, Marius

    Hallo,


    wir haben im Bereich der Eigensicherheit immer recht gute Erfahrungen mit dem Kundensupport von Tadiran gemacht, Mit dem entsprechenden Fragebogen sollten Sie recht baldige Rückmeldung bekommen ob Ihre Anforderungen von denen erfüllte werden können oder nicht. Jedoch sind die mir bekannten Typen zum einen nicht ganz günstig und zum anderen nicht zertifiziert, das müssten Sie sehr wahrscheinlich im Zuge Ihrer Gerätezertifizierung machen.


    Liebe Grüße,

    Marius