Beiträge von Geoffrey

    Guten Tag MariusT,


    Ziehen und Stecken von unter Spannung stehenden Steckverbindungen nach Industriestandard ist nur in der Zündschutzart Eigensicherheit möglich.


    Zum Hintergrund:

    Gerade bei Zündschutzart Schutz durch Gehäuse "t" bilden neben Gehäuse auch Einführungen und Steckverbindungen einen integraler Bestandteil des Schutzkonzeptes. Das Schutzkonzept sieht vor, dass kein leitfähiger Staub (IP6X) oder nur nicht leitfähiger Staub in nicht Gefahr drohender Menge (IP5X) an spannungsführende teile gelanden darf. Daher benötigen alle Steckverbindungen im Staubexplosionsschutz eine Ex-Zertifizierung für Einsatz in Zone 20 und 21 oder eine EU-Konformitätserklärung nach Richtlinie 2014/34/EU des Herstellers für Einsatz in Zone 22.


    Wie du schon angedeutet hast, kann man auch intelligente Steckverbindungen konstruieren, bei denen das Abschalten der Spannung auf die Steckverbindung lokal begrenzt wird. Da ist dann die gute Ingenieurskunst gefragt :-)


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo Halil,


    wenn die Lüftungsanlagen als technische Lüftung im Sinne der ATEX-Richtlinie eingesetzt werden und dient zur Zonenreduzierung oder Vermeidung von explosionsfähige Atmosphäre genutzt wird, muss dessen Funktion über eine Sicherheits-, Kontroll- und Regeleinrichtung gesichert werden. Um dich in das Thema einzulesen kannst du z.B. die Technische Regeln für Betriebssicherheit TRBS 2152, Teil 2 nutzen. Du findest sie unter:


    https://www.bgrci.de/exinfode/…ationale-regelungen/trbs/


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Frohes neues Jahr Uniraverr!


    Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast eine Übersicht zu erstellen und diese auch hier im Forum zu teilen.


    Eine kleine Anmerkung habe ich zu deiner Übersicht habe ich noch:

    Für meine Geschmack kommt aus der Tabelle nicht deutlich genug hervor, dass auch Trennabstände an Bauteilen gelten können, die innerhalb eines PCBs und nicht feldseitige Anschlüsse sind; z.B. an einem Übertragern zwischen 2 isolierten Stromkreisen.

    Guten Morgen Fuchs,


    Ich zuerst wünsche ich Dir und Deiner Familie ein fFrohes und vor allem gesundes neues Jahr 2021!


    Infos zu Konformitätserklärungen und Konformitätsbescheinigungen findest du in der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU unter Arikel 6, Absatz (2). Kurz zusammengefasst heißt es dort, dass Konformitätserklärungen für Geräte und Konformitätsbescheinigungen für Komponenten im Sinne der Richtlinie von dem jeweiligen Hersteller ausgestellt werden müssen.


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo Fuchs,


    für die Zoneneinteilung ist der Betreiber der Elektroladestation und des Fahrzeuges zuständig. Fahrzeug, Akku und Elektroladestation müssen dann entsprechend der Zoneneinteilung des Betreibers ausgewählt werden. Daher wird in der Dokumentation zum Fahrzeug bzw. Akku dazu auch nichts zur Zoneneinteilung zu finden sein.


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo zusammen,


    nur um potenziellen Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich folgenden Satz etwas konkretisieren:

    "Kabel, Kabelverschraubung und Stopfen [...] müssen der Zündschutzart (z. B. Eigensicherheit, druckfeste Kapselung, etc.) und der Schutzart (z.B. IP6x gemäß IEC EN 60529 oder NEMA 4x) [des Gerätes] entsprechen."

    Kabel- und Leitungseinführungen, Verschlussschrauben/ Stopfen und sogar deren Adapter müssen im Ex-Bereich eine eigene Zündschutzart aufweisen.

    Kabel und Leitungen dagegen nicht. Nicht dass jemand nach IP6x-Leitungen sucht ;-) Für diese müssen nach EN 60079-14 im Ex-Bereich folgende Dinge betrachtet werden:

    - Zugfestigkeit des inneren und äußeren Mantels

    - Wanderung von Gas oder Dampf durch die Leitung muss vermieden werden (Stichwort: eingeschränkte Atmung)

    - Kabel und Leitungen sollten geschützt installiert werden (z.B. vor mechanische und chemische Einwirkung, Korrision, UV-Strahlung, etc.)

    - Eigensichere Leitungen müssen einer Prüfspannung von mind. AC 500V oder DC 750 V bestehen


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo Pablo,


    ich schätze, du musst dich für eine Designstrategie entscheiden:

    Wenn du möglichst wenige einfache Bauteile für eine eigensichere Enegiebegrenzung verwendet möchstest, bist du bei der Zenerbarriere schon genau richtig.

    Wenn du allerdings energieeffizient und mit möglichst wenig Verlustleistung designen möchtest, kommst du meines Erachtens nicht um eine komplexere Schaltung mit Messwiderstand, Referenzdioden und den ganzen zugehörigen Bauteilen nicht aus...


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo Raab1880,


    wenn explosionsgefährdete Bereiche genau bestimmen will, ist folgende Norm anzuwenden:

    DIN EN 60079-10-1:2016-10 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 10-1: Einteilung der Bereiche - Gasexplosionsgefährdete Bereiche


    Es gibt aber auch in den Explosionsschutz-Regeln (DGUV Regel 113-001) der BG RCI eine

    Beispielsammlung zur Einteilung explosionsgefährdeter Bereich in Zonen in Anlage 4,

    in der man - nach Anwendungsbeispiel sortiert - Zoneneinteilungen mit Meterangaben entnehmen kann. Die Explosionsschutz-Regeln sind allgemein akzeptiert, jedoch von der Ausdehnung in Metern sehr konservativ ausgelegt.


    Vielleicht hilft dir letzteres schon einmal weiter...


    Beste Grüße,

    Geoffrey

    Hallo zusammen!


    @all:

    Erst einmal hoffe ich, dass es allen in der aktuellen Situation gesundheitlich gut geh!


    Uniraverr:

    Erst einmal generell:

    Die Erhöhte Sicherheit und die Vergusskapselung sind Zündschutzarten mit 2 unterschiedlichen Schutzmechanismen.

    In der Erhöhte Sicherheit "Ex e" sind alle Bauteile so ausgelegt, dass sie im Normalbetrieb als auch bei vorhersehbaren Fehlerfall keine Zündquelle darstellen.

    Bei der Vergusskapselung "Ex m" werden die Bauteile, die eine potentielle Zündquelle darstellen können, in einem mit einer für diesen Anwendungszweck geeigneten Vergussmasse vergossenen Gehäuse betrieben.

    Bezogen auf deine Frage bedeutet das konkret,

    dass eine Wicklung, die der Erhöhten Sicherheit Zündschutzniveau "eb" entspricht, auch nach EN/ IEC 60079-7, Abs. 4.7.3 getränkt sein muss, um Kurzschlüsse innerhalb der Wicklung auszuschließen, und

    dass eine Wicklung in der Vergusskapselung nicht die zulässige Temperatur der Vergussmasse überschreitet darf und nur getränkt sein muss, wenn sie als nicht störanfällig nach EN/ IEC 60079-18, Abs 7.2.2 betrachtet werden soll. Wenn die Wicklung unter Anwendung eines für "mb" oder zwei für "ma" zählbaren Fehlern die zulässige Temperatur der Vergussmasse (z.B. durch Verwendung von Temperatursicherungen) nicht überschreitet, ist dies bei Ex m auch zulässig.

    Hallo ebdEx13,


    schön dich hier "anzutreffen".


    Grundsätzlich dürfte man noch nach EN 60079-15:2010 die Zündschutzart "Ex nA" für ein Gerät zertifizieren, da die Norm noch unter der ATEX-Richtlinie harmonisiert ist. Mit der neuen Ausgabe der EN 60079-15 wird allerdings die Zündschutzart "Ex nA" entfallen und dessen Gültigkeit ein absehbares Ende haben. Nachfolger ist - wie du wahrscheinlich schon weißt - EN IEC 60079-7:2015+A1:2018 mit Zündschutzniveau "ec".


    Beste Grüße,

    Geoffrey