Beiträge von Günter

    Hallo SunnySideUp,


    zunächst einmal herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum.


    So richtig leicht ist Deine Frage nicht zu beantworten, aber hier mal eine erste kleine Hilfe:


    TRGS = Zitat: "Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) geben den Stand der sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen, hygienischen sowie arbeitswissenschaftlichen Anforderungen an Gefahrstoffe hinsichtlich Inverkehrbringen und Umgang wieder. Sie werden vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) aufgestellt und von ihm der Entwicklung angepasst. Die TRGS werden vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung im Bundesarbeitsblatt (BArbBl) bekannt gegeben."


    EN = Zitat: "Die Europäischen Normen (EN) sind Regeln, die von einem der drei europäischen Komitees für Standardisierung (Europäisches Komitee für Normung CEN, Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung CENELEC und Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen ETSI) ratifiziert worden sind. Alle EN sind durch einen öffentlichen Normungsprozess entstanden."


    Eine einfache Interpretation der Zitate:

    Die EN ist immer für die Prüfung und Bescheinigung von Geräten und Anlagen die erste Wahl, da in allen Ländern Europas anerkannt. Diese europäischen Normen sind die Basis für das Konformitätsbewertungsverfahren nach RL 2014/34/EU.

    Die TRGS kann hilfsweise herangezogen werden, wenn der Anwendungsbereich zutrifft - hat aber im Ernstfall nur nationale Bedeutung und muss in anderen europäischen Ländern nicht anerkannt werden - wird aber doch sehr häufig gemacht, aber eben nicht immer.

    Hallo Werner,


    mal sehen, ob einer unserer Kollegen die genaue Fundstelle schnell findet; ich muss erst länger suchen. :) Aber nach dieser Regel versuche ich zu handeln - und ich bin ziemlich sicher, dass es sie auch schriftlich gibt.


    Eine Leitung ist schnell mal abgelegt - und dann ist der PA unterbrochen. Das ist schon in der EN 60204-1 zu finden (glaube ich, mich erinnern zu können).


    Jetzt könntest Du sagen, das ist bei Rohrleitungen auch so, trifft aber nicht ganz zu. Hier ist doch meistens schon ein höherer Aufwand notwendig.

    Allerdings sehe ich zu, dass bei Flanschen an Rohrverbindungen (wenn lackierte Ausführungen zum Einsatz kommen oder wenn Korrosion eine Rolle spielen kann) immer zumindest eine Schraube im Kranz mit Sägeringen ausgerüstet ist.

    Hallo Christian,


    ich denke, es wird in etwa analog (Achtung: nur ein wenig!) zu einer Überdruckkapselung für elektrische Geräte sein, wie ich aber schon versucht hatte, im letzten Beitrag zu skizzieren; auch hier gilt: deutlich vereinfacht dargestellt:


    A. Hast Du keine potentielle Zündquelle (außer ev. die Elektrostatik), wie in manchen Silos, kannst Du es in eigener Verantwortung lösen.


    B. Hast Du eine potentielle Zündquelle, die wirksam werden kann (wie z.B. ein heißlaufendes Lager), so ist die Inertisierung durch eine notifizierte Stelle zu prüfen.


    Genaueres kann aber wohl nur die Prüfstelle Deines Vertrauens nach einer Vorprüfung sagen.

    Hallo Christian,


    ich versuchte mal stark vereinfacht meinen Stand zu skizzieren:


    A. Hast Du für ein mechanisches Betriebsmittel Zone 20 - Bedingen bei einem Fehler ohne eine potenzielle Zündquelle zu beherrschen (mit Ausnahme in manchen Fällen der Elektrostatik), so könnte eine Bewertung in eigener Verantwortung nach erfolgen. Ein gutes Beispiel wäre ein Silo.


    B. Hast Du für ein mechanisches Gerät Zone 20 - Bedingungen mit potenzieller Zündquelle bei einem Fehler, so muss eine EU-BMP einer notifizierten Stelle eingeholt werden. Als Beispiel kann man einen Brecher oder eine Mühle anführen.

    Hallo Christian,


    ein ziemlich komplexes Thema, wollen wir uns da mal langsam einarbeiten. :)


    Ich kann aus der beigefügten Mustervorlage nur erkennen, das dot max. die Zone 21 auftritt. Und das entspricht auch heute noch den Vorgaben der RL, denn mechanische Geräte bis zur Zone 21 können in eigener Verantwortung bewertet werden (Ausnahmen gibt es aber auch).


    Du sprichst aber von der Zone 20 - und da sehe ich eine EU-BMP als unabdingbar und verpflichtend. Ich finde gerade die Argumente nicht, warum Du der Meinung bist (sein möchtest), das hier KEINE EU-BMP notwendig ist.

    Hallo Torx,


    ich versuche mal eine stark vereinfachte Interpretation von mir:


    In der TRGS 727 gibt es im Anhang A3.1 einen deutlichen Hinweis: Die Werte sind direkt umrechenbar (in manchen Fällen aber eher theoretisch)



    Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass bei niedrigen Spannung die "Brennspannung" am Kontakt einfach nicht erreicht wird. Das kannst Du leicht an den kapazitiven Kurven in der EN 60079-11 nachvollziehen - siehe Dir mal an, welche Kapazitäten bei 5 Volt dort erlaubt sind - und dann sehe mal bei 30 Volt nach!

    Und bei hohen Spannungen kommt es ggf. zu Vorentladungen, etc., die wiederum kontraproduktiv sind.


    Ich habe hier ein handelsübliches Coulumbmeter, welches auch u.a. bei der PTB im Einsatz ist. Bei kleinen Spannung ist es nicht gebrauchbar, es macht erst Sinn, wenn so einige kV zusammenkommen.


    Und im Anhang G der TRGS 727 findest Du eine Tabelle, dort sind die Umrechnungen schon vorgenommen worden


    Fazit (von mir)

    - Bei den üblichen Spannung ist die MZE zielführend und kann den Tabellen für die Explosionsgruppen entnommen werden.

    - Bei der Elektrostatik sind die Spannungen so hoch, dass hier eine andere Messtechnik eingesetzt wird (werden muss).

    Hallo PL_KP,


    zunächst einmal ein herzliches Willkommen bei uns im Ex-Forum.


    Die TRGS 725 gehört nicht zu meinem täglichen Umgang, aber ein paar Punkte sind mir aufgefallen:

    - Hast Du die aktuelle Ausgabe von 2018 genutzt? Ich hänge Sie für alle anderen Kollegen mal in den Anhang

    - Warum in der Tabelle noch die veralteten Normen genannt werden, kann ich erst einmal nicht herausfinden.

    - Die heute anwendbare EN ISO 13849-1 ist in der deutschen Ausgabe von 2016, die Basis-ISO ist von 2015 - die Tabelle zeigt noch auf die Ausgabe von 2008 oder sogar noch älter

    - Grob angesehen, sind die wichtigen Punkte in der EN 13849 wohl gleich oder ähnlich, aber genau geprüft habe ich das nicht

    - Die EN 954 ist im Amtsblatt nicht mehr veröffentlicht und kann für Neuanlagen nicht mehr genutzt werden


    K1 kannst du im Pl b mit den dort beschriebenen Anforderungen erreichten. Das ist die Mindestanforderung, der Pl c erfordert eine höhere Anforderung, die dann einen besseren Diagnosedeckungsgrad erfordert.


    Für mich sieht es so aus, als wenn das Schema zur Anwendung kommt, wenn Du eine "eigene" Überwachung aufbaust; ich nehme dazu immer "fertige und geprüfte" Komponenten, wenn mal erforderlich (wie gesagt, kommt hier selten vor).

    Dateien

    Hallo Matthias,


    herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum!


    Torx hat ja schon einige Hinweise gegeben, die gelten allerdings nur für den Gas-Ex-Bereich. Im Staub-Ex-Bereich gelten diese Maximalgrößen nicht, da wir dort mit Gleitstielbüschelentladungen rechnen müssen - und die bekommst Du auf eine Fläche eines Ein-Euro-Stücks leicht hin.


    Aber der Abschnitt 7.4 hilft Dir trotzdem weiter, hier sind weitere Anforderungen genannt.


    Es gibt noch ein älteres Dokument der PTB zur Haftfähigkeit und Dauerhaftigkeit, ich füge es mal anbei.


    Eine grundsätzliche Anmerkung: Wir wenden uns immer weiter von den Typenschildern ab und lasern direkt auf das Gerät - das sowohl im Gas-, als auch im Staub-Ex-Bereich unkritisch ist und es kann auch nicht abfallen. :)

    Hallo AnDo79,


    ist Euer Tanklager nach BetrSichV bewertet worden? Ich gehe mal davon aus, aber ist dabei die Überwachung / Installationsprüfung durch eine ZÜS dabei herausgekommen?


    Grundsätzlich hätte ich keine Bedenken gegen einen Austausch eines baugleichen Gerätes (ich weiß aber nicht, was in Eurer Genehmigung / Anmeldung steht). Und wesentlich Punkte hast Du ja schon zitiert.


    Ich wüsste nicht, wo es steht, das ein neues druckfestes Gehäuse auf seine konstruktiven Maßnahmen hin nach einer Montage überprüft werden muss. Klar ist, dass Du die Teile zu prüfen hast, die bei der Installation berührt werden, so z.B. die Leitungseinführung. Hier ist der richtige Durchmesser der Leitung, ggf. die Einschraubtiefe (wenn sie demontiert war oder erst vom Installateur eingebaut wurde), die Länge der unverletzten Leitung im Ruckraum der KLE, etc. zu prüfen.

    Aber z.B. ein Schraubdeckel ist nicht nachzumessen, allerdings auf Fett (Säure-frei) zu prüfen.

    Hinweise gibt die EN 60079-17 und ggf. auch -19.

    Nicht vergessen das Typenschild zu prüfen und zu dokumentieren; denn Dein Explosionsschutzdokument musst Du ja um dieses Auswechseln ergänzen.


    Und ob der Richtmeister / Monteur des Montageunternehmen auch von der Fachkenntnis her kann, kannst Du Dir wohl nur schriftlich bestätigen lassen. Ich habe schon mal von verschiedenen Firmen sogenannte "Befähigungsnachweise" gesehen, aber in den Normen noch nicht. Unter IECEx ist es wohl weiter verbreitet, da die Unternehmen extra dazu geprüft werden....

    Hallo Werner,


    grundsätzlich ist so etwas zulässig, wenn Du eine geeignete Risikobewertung durchführt hast.


    Es gibt in den Normen immer nur kleine (versteckte) Hinweise, die Grundprinzipien sagen Dir die EN 80079-36 und -37.


    Wesentlich ist die Fehlerbetrachtung; in der Zone 2 ist Normalbetrieb zu betrachten, in der Zone 1 auch zu erwartende Störung. Ich will mal ein paar kurze Hinweise geben:

    - In Zone 2 sollte an einem Ex nA oder Ex ec - Kasten eine Ex e - Verschraubung gewählt werden. Die hat alle Prüfungen und kann auf den Durchmesser Deines Schlauches angepasst werden.

    - Betrachten, was im Gehäuse mit der eigentlichen Zündschutzart passiert wenn der Schlauch abreißt oder ähnlich und Du hier keinen Fehlerausschluß machen kannst


    Und ein paar generelle (unvollständige) Hinweise:

    - Druckluft wird außerhalb des Ex-Bereiches hergestellt und aufbereitet

    - Schläuche sind für den Umgebungstemperaturbereich geeignet, ggf. auch die Zugprüfung nach 79-0 / 79-7 durchführen

    - Wenn die Schläuche antistatisch ausgeführt sind, hast Du deutlich weniger Probleme

    - Eine elektrostatische Ladung muss von den Schläuchen abeer auch gegen Erde abfließen können - viele Verbinder isolieren hier und können zu einem Problem werden

    - Schläuche müssen, ebenso wie Kabel und Leitungen, geschützt verlegt werden. Ein Abriss oder eine Trennung muss dann nicht berücksichtigt werden.

    - Druckluft aus dem Ex-Raum nur diffus ableiten

    - Drehmomente für Verschlüsse oder Stecker in der BA angeben

    Hallo Redakteur,


    ich versuche mal, eine vereinfachte Einteilung vorzunehmen. Ein Zonenplan Deiner Maschine hätte und würde uns die Bewertung allerdings deutlich erleichtern und ggf. eine Fehlinterpretation verhindern.....


    1. Aufbau

    - Du hast eine Maschine, die im inneren Bereich eine Zone 1 aufweist (Berechnung, Nachweis, etc. ist erfolgt).

    - Um die eigentliche Maschine gibt es eine Zone 2.

    - Es gibt einen Zonenplan, in dem begründet ist, wo und weshalb welche Zone auftreten kann.


    2. Innere Maschine der Zone 1

    In der inneren Maschine sind Behälter und ggf. mechanische Maschinen angeordnet. Zudem sind hier elektrische Betriebsmittel angeordnet.

    - Alle elektrischen Betriebsmittel haben eine eigene EU-BMP und sind Geräte im Sinne der RL. (kein "U" in der Bescheinigung)

    - Die mechanischen Geräte sind von Euch bewertet und gekennzeichnet

    - Alle elektrischen und mechanischen Schnittstellen sind bewertet im Explosionsschutzdokument gelistet


    3. Maschine der Zone 2

    In der Maschine sind Behälter und ggf. mechanische Maschinen angeordnet. Zudem sind hier elektrische Betriebsmittel angeordnet.

    - Alle elektrischen Betriebsmittel haben eine eigene Bewertung erhalten und sind Geräte im Sinne der RL.

    - Die mechanischen Geräte sind von Euch bewertet und gekennzeichnet

    - Alle elektrischen und mechanischen Schnittstellen sind bewertet im Explosionsschutzdokument gelistet


    Nun ist es relativ einfach:

    Du bist nicht Hersteller der elektrischen Geräte der Zone 1 und kannst diese aus Deiner Anlage versorgen. Dazu ist ein Nachweis zu führen, wird auch gelegentlich Inbetriebnahmebescheinigung genannt. Dazu sind Dokumente (Schaltungsunterlagen, Control Drawings, etc zu erstellen.

    Das gleich würde in etwa auch für die elektrischen Geräte der Zone 2 gelten, außer Du stellst diese selbst her. Solltest Du selbst Hersteller sein, musst Du diese Unterlagen ebenfalls erstellen.

    Eine Zündgefahrenbewertung der elektrischen Geräte und Deiner selbst hergestellten mechanischen Geräte ist erfolgt, es gibt eine Betriebsanleitung.


    Da Deine Maschine wahrscheinlich nicht Messer-scharf zwischen Zone 1 und 2 zu trennen ist, würde ich eine Hinterlegung der Unterlagen vornehmen. Kannst Du es aber doch so trennen, musst Du nur den Anteil der Zone 1 hinterlegen.

    Die Zone 2 - Unterlagen müssen dann nur beim Hersteller vorliegen und kurzfristig nachgereicht werden können.


    Insgesamt müssen für den Betreiber die Unterlagen so transparent vorliegen, dass er das wieder in seinem Explosionsschutzdokument einbauen kann.


    Eine EU-BMP ist aus meiner Sicht nicht erforderlich, da

    - Du keine neuen elektrischen Betriebsmittel der Zone 1 herstellst

    - Du alle elektrischen Betriebsmittel nach den technischen Regeln betreibst

    - Mechanische Geräte der Zone 1 keine EU-BMP erfordern

    - Elektrische und mechanische Geräte der Zone 2 keine EU-BMP erfordern


    Trotzdem kann es erforderlich werden (bei komplizierten Geräten) eine Prüfung durch eine benannte Stelle oder einen SV machen zu lassen....

    Einführung zur EN IIEC 60079-19:2019 Explosionsgefährdete Bereiche, Teil 19: Gerätereparatur, Überholung und Regenerierung

    Wird ein elektrisches Gerät in Bereichen installiert, in denen gefährliche Konzentrationen und Mengen brennbarer Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube in der Atmosphäre vorhanden sein können, sind Schutzmaßnahmen vorzusehen, um die Wahrscheinlichkeit einer Explosion zu reduzieren, ausgelöst durch Zündung durch Lichtbogen, Funken oder heißen Oberflächen, die entweder bei bestimmungsgemäßem Betrieb oder unter festgelegten Fehlerbedingungen erzeugt werden.

    Die Eigenschaften des Explosionsschutzes, die durch die Schutzart geboten werden, unterscheiden sich entsprechend ihrer besonderen Merkmale. Für Einzelheiten sollte auch zu den entsprechenden Normen Bezug genommen werden Dieser Teil der Normen der Reihe VDE 0165 gibt Anweisungen grundsätzlich technischer Art über die Reparatur, Überholung, Regenerierung und Veränderung eines Geräts, das für die Verwendung in explosionsfähigen Atmosphären ausgelegt wurde.

    Dies kann für die Instandhaltung gelten, wenn Reparatur und Überholung nicht von der Instandhaltung getrennt werden können und basiert darauf, dass durchgehend bewährte technische Lösungen gewählt werden.

    Diese Norm stellt nicht nur eine Leitlinie für die praktischen Möglichkeiten zur Erhaltung der elektrischen Sicherheit und der Funktion von reparierten Geräten dar, sondern legt auch Verfahren fest, um nach der Reparatur, Überholung oder Regenerierung die Übereinstimmung mit den Festlegungen der Konformitätsbescheinigung weiter zu erhalten oder mit den Festlegungen der entsprechenden Normen zum Explosionsschutz, sofern kein Zertifikat vorliegt.

    Betreiber werden für jedes einzelne Gerät die geeignetsten Reparaturwerkstätten nutzen, egal, ob es Werkstätten des Herstellers oder eines entsprechend befähigten und ausgerüsteten Reparierer sind. Einige Hersteller können empfehlen, die Geräte ausschließlich durch sie reparieren zu lassen.

    In dieser Norm wird auf die Notwendigkeit eines erforderlichen Maßes an Kompetenz für die Reparatur, Überholung und Regenerierung der Geräte hingewiesen.

    Ein Großteil des Inhalts dieser Norm bezieht sich auf die Reparatur und Überholung von drehenden elektrischen Maschinen. Der Grund dafür ist nicht, dass sie die wichtigsten Elemente explosionsgeschützter Einrichtungen darstellen, sondern vielmehr, dass sie häufig Hauptbestandteile reparabler Einrichtungen sind, in denen, unabhängig von der vorhandenen Zündschutzart, genügende Gemeinsamkeiten der Konstruktion vorhanden sind, um genauere Anweisungen für ihre Reparatur, Überholung, Regenerierung oder Veränderung zu ermöglichen.

    Abschnitt 4 dieses Teils von VDE 0165 enthält allgemeine Anforderungen an die Reparatur und Überholung von Geräten und sollte in Verbindung mit den anderen relevanten Abschnitten dieser Norm gelesen werden, die die ausführlichen Anforderungen an die einzelnen Zündschutzarten behandeln. In Fällen, wo ein explosionsgeschütztes Gerät mehr als eine Zündschutzart enthält, sollten alle zutreffenden Abschnitte beachtet werden. Im Falle der Reparatur, Überholung oder Regenerierung eines Geräts, das Gegenstand einer Baumusterzertifizierung war, kann es notwendig sein, die fortdauernde Übereinstimmung des Geräts mit dem Zertifikat zu klären.



    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2019-11-22 angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2021-07-01. Für DIN EN 60079-19 (VDE 0165-20-1):2015-09 besteht eine Übergangsfrist bis 2022-11-22.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 60079-19 (VDE 0165-20-1):2015-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Die Norm wurde technisch komplett überarbeitet;

    b) Die detaillierten umfangreichen Änderungen können der Aufstellung im Nationalen Vorwort entnommen werden.


    Vereinfachte Auflistung der Änderungen

    1 Beziehung zwischen 60034-23 und IEC 60079-19

    2 Dokument anwendbar auf Zündschutzart(en) "o" und "q"

    3 bis 15 Standard für elektrische Widerstands-Begleitheizung hinzugefügt

    3 Die Begriffe "Reparaturbetrieb" und "Servicebetrieb" werden als gleichwertig betrachtet. Geändert von "Reparaturbetrieb" in "Servicebetrieb".

    3.2 Begriffe und Definitionen alphabetisch geordnet

    3.2.1 Klarstellung der Definition "Zertifikat"

    3.2.2 Hinzufügung der Definition "Komponenten Zertifikat"

    3.2.3 Hinzufügung der Definition "Ex Geräte Zertifikat"

    4 Hinzufügung der Definition “ gelistete Unterlage”

    X Änderung der verwendeten Begriffe von "Zertifikatsdokumente" zu "gelistete Unterlagen"

    4.2.1 Anhang E, gesamt Änderung der verwendeten Begriffe von "Bescheinigungsdokumente" in "Ex-Gerätebescheinigungen und “gelistete Unterlagen”

    4.3.2.1 Änderung der verwendeten Begriffe von "Motor", "rotierende Maschine", "rotierende elektrische Maschine" zu "elektrische Maschine"

    4.3.2.3 Hinzufügen von spezifischen Betriebsanforderungen

    4.3.2.4.2 Klärung der Anforderungen für die Reparatur von Komponenten

    4.3.2.5.2 Hinzufügen einer Anforderung zur Überprüfung von "X"-Bedingungen

    4.3.2.6 a) Begriffsänderung von "Bolzen" zu " Befestigungsteile"

    4.3.2.6 e) Ergänzung um einen Aufzählungspunkt zur Kennzeichnung von Reparaturen in der Zertifizierungsdokumentation

    4.3.3.1 Ergänzung um einen Aufzählungspunkt zur Beurteilung der Eignung nach IEC 60079-17

    4.3.3.2 Zusätzlich zu treffende Maßnahmen, im Falle von Unsicherheiten bei der Regenerierung

    4.3.3.3.1 Änderung von "reparaturbedürftig" in "reparaturfähig"

    4.3.3.4.5 Eliminierung doppelter Anforderungen

    4.3.3.4.7 Ergänzung um einen Aufzählungspunkt mit anderen Schweißverfahren nach ISO 4063

    4.3.4.1 Hinzufügung der Anforderung für die Überprüfung von Gewindelöchern mit GEHT-GEHT NICHT-Lehren und Gewindeloch-Regenerierungsprüfung

    4.3.4.2 Die Rolle eines Dienstleistungsbetriebs wurde klargestellt, um die Rolle eines Herstellers bei der Durchführung von Änderungen auszuschließen

    4.3.6.2 Hinzufügung der Anforderung, dass der Ex-Bericht nach einer Geräteänderung keine Konformitätsbescheinigung enthalten darf

    4.3.6.3.1 und 4.3.6.3.2 Klärung der Pflicht des Reparateurs, den Betriebszustand nach einer Regenerierung zu bestätigen

    5.2.1.1 Umstrukturierung der Anforderungen bezüglich der Prüfung elektrischer Maschinen als Unterabschnitte von 4.3.6 aus den Zündschutzartabschnitten 5, 7, 8, 9, 10 und 11 in den vorherigen Ausgaben.

    5.2.4 Hinzufügung einer Anforderung für Fette mit nicht verdampfenden Lösungsmitteln für Korrosionsschutzmaterialien der Spalte

    5.2.7.2 Änderte eine Empfehlung in eine Anforderung von "sollte" zu "muss"

    5.2.8.1 Änderte eine Empfehlung in eine Anforderung. "ist erforderlich" zu "muss getroffen werden"

    5.3.2.3 Text geändert, um die Anforderung deutlicher zu machen

    Hinzufügung der Anforderung für die Verifizierung von Gewindebohrungen mit Hilfe von GEHT-GEHT NICHT -Lehren und Gewindeloch-Regenerierungsprüfung

    6.1 Hinzufügen von Anforderungen für die Zündschutzart „i“ die nur eine Reparatur nach den Anforderungen der Herstellerdokumentation und des Zertifikats erfordern

    6.2.3 Die Reparatur von Multilayer-Platinen oder jeder Platine mit oberflächenmontierten Bauteilen ist ausgeschlossen

    6.2.4 Hinzufügung der Anforderung "thermische Eigenschaft" für Anschlüsse.

    6.2.5 Änderung des Textes der Anforderungen für Lötverbindungen

    6.2.8 Überarbeitung einer Empfehlung zu einer Anforderung für Sicherungen, "ungeeignet" zu "nicht zulässig"

    6.2.10 Hinzufügung einer Anforderung für die Reparatur von Leiterplatten

    6.2.11 Änderung des Wortlauts der Anforderung für elektrische Bauteile, wobei "Zertifizierung" durch „Beurteilung durch eine geeignete kompetente Person“

    6.2.12 Beseitigung von Textduplikaten

    7 Änderung des Textes für die interne Verdrahtung durch Ersetzen von "Zertifizierung" durch „Beurteilung durch eine geeignete kompetente Person“

    7.5 Ergänzung der Zündschutzart(en) mit Geräteschutzniveaus

    8 Hinzufügung eines neuen Unterabschnitts, der die Anforderungen an die Prüfung des Überdruckkapselungssytems beschreibt

    8.2.6.1.2 Hinzufügung von "Schutzniveaus" zur Verdeutlichung von "eb"

    8.2.6.1.2 Änderung der Anforderungen an die Kopierwicklung, wie in IEC 60079-19:2010/A1:2015 eingeführt

    8.2.6.1.3 Beseitigung von doppelten Notizen und Texten und Korrektur von Aufzählungszeichen

    8.2.7 Textänderung zur Klarstellung der Anforderungen für Wicklungen mit Spannung > 1 000 V

    9 Textänderung zur Klarstellung der Anforderungen an "lichtdurchlässige Teile"

    9.2.6.1.4 Ergänzung der Zündschutzart "e" mit Schutzniveau "ec"

    9.2.6.1.5 Textänderung zur Klarstellung der Anforderungen für Wicklungen mit Spannung > 1 000 V

    9.2.6.1.5 Text aus dem Textkörper in 9.2.6.1.3 in einen neuen Unterabschnitt verschoben, um klarzustellen, dass die Anforderungen an die Kopierwicklung für alle Spannungen gelten

    9.2.6.1.5 j) – s) Ergänzung der Anforderung aus IEC 60079-19:2010/A1:2015, dass die Eisenverluste nach dem Abisolieren 110 % der Eisenverluste vor dem Abisolieren nicht überschreiten dürfen

    9.2.6.1.5 t)Beseitigung der Doppelung der Anforderung in 4.3.6.2.1

    11.1 Hinzufügen von Normnummern von Zündschurtzarten

    7.1 Hinzufügen der neuen Schutzniveauzeichen "pxb", "pyb" und "pzc"

    12 Hinzufügung eines neuen Abschnitts mit Anforderungen an die Zündschutzart "o"

    13 Hinzufügung eines neuen Abschnitts mit Anforderungen an die Zündschutzart “q”

    14 Hinzufügung eines neuen Abschnitts mit Anforderungen an die Zündschutzart “s”

    15 Hinzufügung eines neuen Abschnitts mit Anforderungen für elektrische Widerstands-Begleitheizungen

    A.2.1 Hinzufügung einer neuen Beschreibung für Abbildung 1, um den Zweck von R in einem Quadrat zu verdeutlichen

    A2.2 Hinzufügung einer neuen Beschreibung für Abbildung 2, um die Bedeutung von R in einem umgedrehten Dreieck zu verdeutlichen

    a Aufgrund der detaillierten Beschaffenheit der Zündschutzart "i", birgt eine Reparatur nach anderen als den Herstellerplänen die Gefahr der Verletzung der Zündschutzart. Einige Komponenten, wie z. B. mehrlagige Platinen, sind für die Reparatur nicht geeignet.




    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

    Hallo lernphase,


    Dein Vorhaben ist nicht so leicht in die Praxis umzusetzen, aber mit deutlichem Aufwand wohl zu machen. Aber die Alternative, die Mix vorgeschlagen hat (nicht brennbare Reiniger zu verwenden) ist viel einfacher.


    Brennbare Lösungsmittel erzeugen nicht sofort eine Ex-Atmosphäre - sondern müssen erst einmal verdunsten. Diese Zahlen musst Du ermitteln (über den gesamten Temperaturbereich) - erst dann entsteht die Ex-Atmosphäre - außer Du versprühst das Zeug.

    Und die Dämpfe brennbarer Lösungsmittel sind fast alle schwerer als Luft - Du musst also auf dem Boden im Luftstrom messen... Hast Du eine Wanne, musst Du wohl in der Wanne und am Boden messen.....

    Hallo Andy,


    zu diesem Thema gibt es schon einige Ausführungen, ich habe sie mal zur besseren Übersicht in einem neuen Unterforum zusammengeführt.


    Aus meiner Praxis kann ich berichten, dass die meisten Geräte angefasst werden müssen; insbesondere werden die Luft- und Kriechstrecken etwas anders bewertet. Und wenn die die reduzierten Anforderungen der Luft- und Kriechstrecken nutzt, ist bei IP54 und Verschmutzungsgrad 2 Schluss. Auch wenn Dein Gerät IP68 kann.....

    Hallo fl0wks,


    ich kenne nur Stationen, die vor ESD-gefährlichen Fertigungen (haben aber in der Regel keine Explosionsschutzanforderungen), in denen der Erdwiderstand gemessen wird. Und nur bei Gutbefund wird ein Drehkreuz freigegeben.


    Ich muss hier ein wenig vorsichtig sein, da das nicht mein Spezialgebiet ist; ich beschäftige mich als Schwerpunkt mit Komponentenprüfungen. Aber nach meinem Verständnis ist bei Deinen genannten Vorgaben und auch allgemein

    - regelmäßige Unterweisung

    - ESD-Schuhe

    - ableitfähige Kleidung (Baumwolle, aber keine Hawei-Hemden)

    - je nach Zone und Explosionsgruppe auch ableitfähiges Werkzeug

    - keine nicht bescheinigten elektrischen Geräte am Mann / an der Frau (für einfache Uhren gibt es eine Ausnahme, nicht aber für Smart-Watches)

    - keine Rauchwaren und Feuerzeuge am Mann / an der Frau

    - keinen Schmuck am Mann / an der Frau, der katalytische Reaktionen hervorrufen kann (Rhodium ist hier ein Problem)

    - ggf. haben die einschlägigen UV's sonst noch was

    nicht mit einer Aufladung im Ex-Bereich zu rechnen.


    Würde die Person nicht die Regeln einhalten, so wäre Deine Entladung nur eine Momentaufnahme und könnte schon nach 10 Meter Weg wieder aufgehoben sein....

    Hallo Pumpe,


    leider ein Fall, der aus meiner Sicht nicht allgemein behandelt werden kann - es gibt zu viel Interpretations-Spielraum.


    Eine Instandsetzung (so wie gefordert) ist mir unter ATEX nicht bekannt; so etwas ähnliches kommt eigentlich nur bei IECEx vor. Aber der Kunde ist König, also versuchen wir mal unser Glück.

    Will der Kunde aber seine Verantwortung an Euch abgeben, so müsstet Ihr auch die Inbetriebnahme und die Prüfung dazu durchführen.


    Ist es eine rein elektrische Instandsetzung? Das wäre für so ein Altgerät üblich und Du darfst die Pumpe instandsetzen, so weit es der Hersteller zulässt.


    Ist es eine mechanische Instandsetzung, wird es deutlich schwieriger. Du kannst nicht erkennen, ob, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die Maschine darauf untersucht wurde, ob die Mindestanforderungen der RL erfüllt worden. So etwas ist nur aus den Unterlagen des Betreibers erkennbar - und wird an dem Gerät in der Regel auch nicht gekennzeichnet.....


    Und dann wäre noch zu entscheiden, ob eine prüfpflichtige Änderung vorliegt.....

    - der Tausch eines baugleichen Deckels eines Anschlusskastens -> sicher nicht

    - der komplette Motor -> vielleicht, wenn die Kupplung und der Einbau kritisch wäre

    - ein Einbau einer neuen Wicklung -> sicher ja

    Hallo neurus (Pablo),


    ich versuche mal, mich diesem Thema zu nähern:


    Ich kenne POE in verschiedenen Variationen, mal ist die Versorgungsspannung (DC) auf den Datenleitungen aufgeschaltet, mal auf extra Leitungen. Meistens sind ja 4 Paare verlegt. Kannst Du uns mit einem Blockschaltbild als angehängtes PDF versorgen?


    Und dann geht es los:

    - Hast Du PELV (geerdet) oder

    - SELV (ungeerdet, aber elektrostatisch im Ex-Bereich angebunden) vorgesehen?

    Ich würde wohl PELV bevorzugen.....


    Und weiter:

    Jeder Stromkreis, der in den Ex-Bereich hineinragt, muss folgendermaßen geschützt werden:

    - gegen Überlast

    - gegen Kurzschluss

    - gegen Erdschluss


    Je nach Risikobewertung kann die eine oder andere Schutzmaßnahme ggf. entfallen, aber wie Du schon richtig gesagt hast, nie der Kurzschlussschutz. Und die anderen leider meistens auch nicht..... ;)


    Ach ja, welche Spannung / Strom willst Du max. einleiten? Ist Dein Speisegerät ein Steuertrafo oder ein Netzgerät nach EN60950?

    Hallo lernphase,


    machen wir zunächst einmal einen überschlägigen Ansatz ohne genaue Berechnung. Einige Punkte sind allerdings wichtig; ich nutze die Daten des Stoffes nach CAS 67-63-0 (ist angehängt):

    - UEG: 2 Vol % -> 50 g/m³

    - OEG 13,4 Vol % -> 335 g/m³

    - Der Dampf ist schwerer als Luft und wird sich weitgehend am Boden ausbreiten (Faktor 2,07)


    Und nun zur Faustformel:

    - Wenn Flüssigkeit verdampft, wird sich das Volumen ca. auf das 200fache ausdehnen.


    Das würde hier ergeben:

    - 0,1 l Flüssigkeit ergeben 20 l Gas

    - da die UEG 2 % ist, werden daraus 1.000 l zündfähiges Gemisch


    Nun hast Du ermittelt, das sich die Menge Flüssigkeit in einer Stunde vollständig verdampft. Das würde zu einer Rate von ca. 17 l /min führen.


    Da hast berichtet, dass der Raum mit 250 m²/h gespült wird, das wären ca. 4,2 m³/min.


    Nehmen wir mal an, das ca. 50 % Deiner Luftmenge zur Verdünnung des Gasgemisches dienen; in der Praxis kann es wesentlich mehr sein, aber ggf. auch weniger. Das musst Du anhand des Aufbaus in Deinem Raum selbst festlegen.

    Wenn aber ca. 2.000 l/m Luft Dein entstehendes Gas mit 17 l/min verdünnen, so wird sich eine Konzentration von ca. 0,02 % ergeben. Damit würde der Raum als zonenfrei gelten.


    Nun habe ich als Ansatz eine 100% Lösung genommen, Du hast aber nur 70%. Das ergibt einen weiteren Sicherheitsfaktor.


    Aber alles beruht darauf, dass Deine Lüftung "sicher" ist. Du musst auch noch untersuchen, was Du machst, wenn die Lüftung ausfällt. Insgesamt ist die EN 60079-10-1 Dein Freund.