Beiträge von Günter

    Hallo AnDo79,


    der Anwender kann meist nicht erkennen, welche Zündschutzart genau an welcher Stelle verbaut ist.


    Es könnten in Ex d z.B. das Vorschaltgerät (oder kleine Teile davon) oder auch die Kontakte für die Lampe (eher selten) ausgeführt sein. In Ex e ist der "Rest" der Lampe ausgeführt, was ja auch schon bei einer In-Augenschein-Nahme (fast) zu erkennen ist.

    Es könnte auch noch Ex q vorhanden sein, wird häufiger für Kondensatoren (Sandkapselung) verwendet.

    Kennst Du die miniClix Verbinder Serie

    Ich möchte hier nur auf ein paar Details hinweisen, auf die die Dokumente die im öffentlich zugänglichen Bereich zur Verfügung stehen - die der Hersteller vorbildlich liefert - hinweisen:

    - Die einsehbaren EU-BMP sind leicht veraltet; der Normenstand ist überholt. Das führt zu Zusatzaufwand....

    - An einer Stelle in der zugänglichen EU-BMP steht, das die geöffnete Steckverbindung nicht unter Spannung stehen darf. Wie willst Du dann unter Spannung trennen? Allerdings habe ich die Betriebsanleitung nicht dazu geprüft.....

    Würden Kunststoff-Segmente einen Unterschied machen?

    JA! :thumbup:

    Zündfähige Funken zwischen Kunststoff und Metall sind mir nicht bekannt (aber ich kenne ja auch die Detailmaschine nicht). Und wenn es geführt wird, kannst Du bestimmt beweisen (durch einen Versuch mit Messung), dass auch eine Erwärmung beim Schleifen nicht wesentlich ist.

    Es bleibt dann die Elektrostatik, da müssen wir nochmals ran, wenn nicht elektrostatisch ableitfähig (1 MΩ gegen PA).

    Leifähiges Teflon als Schiene?

    Hallo Soli,


    herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum! :)


    Ich fange mal klein an:

    - Edelstähle gelten im Allgemeinen als nicht stark Funken-gebend bei Kontakt zueinander (was allerdings für den speziellen Stahl durch einen Werkstoffspezialisten zu überprüfen ist)

    - Beschichtungen wie Du sie nennst, halte ich für sehr kritisch, aber auch hier gilt die Aussage die Werkstoff-Kollegen (ich lasse das hier erst einmal weg)


    Meine Fragen:

    - Mit welcher Energie rechnest Du bei einem Kontakt oder Schleifen?

    - Hast Du ein Schmiermittel, z.B. Öl, was regelmäßig aufgefüllt wird?

    - Welches Gewicht haben die Teile, die beteiligt sind?

    - Im welchem Umgebungstemperaturbereich arbeitet das Gerät?

    - Haben die Teile so etwas ähnliches wie Dornen oder andere spitze Teile, die aufeinander treffen können?

    Von einem Bajonett- zu einem Schraubverschluss zu wechseln (Schraubenschlüssel benötigt) sollte hier vermutlich unproblematisch sein. Das einzige Problem war hier dass keiner der Beteiligten wirklich überzeugt ist dass alle Endnutzer den Anweisungen wie "Nicht unter Spannung trennen" Folge leisten. Aber am Ende können wir nicht viel mehr machen als das überall drauf zu schreiben.

    Hallo MariusT,


    der Schraubverschluss in der Zone 2/22 ist eine gute Idee. :)

    Aber nicht vergessen, ein Drehmoment für die Verschraubung anzugeben, am besten mit auf das Typenschild. Das ist für mich ein Grund, bei solchen Sachen die M12-Steckverbinder mit zusätzlichem Sechskant zu verwenden. Ja, die gibt es. 8)

    Hallo SF01,


    der Kollege Christian hat Dir ja schon den sicheren Weg vorgezeichnet, ich hätte da noch ein paar ergänzende (u.U. deutlich vereinfachte) Anmerkungen und Überlegungen.


    A. Was fordert die E-Technik?

    A.1 Alle Teile, die elektrisches Potential einschleppen können, müssen geerdet werden.

    A.2 Alle Teile, die kein elektrisches Potential einschleppen können, müssen nicht geerdet werden.


    Ist eindeutig; dort wo der Motor eingebaut ist, ist eine Erdung notwendig, an den anderen Teilen erst einmal nicht.


    B. Was fordert der Explosionsschutz?

    B.1 Alle Teile, die elektrisches Potential einschleppen können, müssen geerdet werden. Hier werden die E-Technik-Regeln 1:1 umgesetzt. Der Erdungswiderstand liegt im Milli-Ohm-Bereich, Messung nach EN 60204-1 Abschnitt 18.2.2.

    B.2 Alle Teile, die kein elektrisches Potential einschleppen können, müssen nicht geerdet werden. Aber eine elektrostatische Anbindung an den PA ist zwingend erforderlich; der Erdwiderstand muss < 1 MΩ sein.


    C. Eine elektrostatische Anbindung der nicht-kritischen Teile des Förderers kann durch mehrere Methoden erfolgen:

    C.1 Durch Messung. Sind die Teile bei einer Messspannung von 500 V ausreichend niederohmig angebunden, ist zunächst mal alles i.O.. Messung nach EN 60204-1 Abschnitt 18.3

    C.2 Durch geeignete Konstruktionsteile, z.B. Sägeringe unterhalb der Schraube und Mutter. Die Sägeringe durchdringen den Lack und in den allermeisten Anwendungen, die ich gemessen habe, ist alles i.O.. Eine Kontrollmessung mache ich allerdings auch.

    Es reicht, die Sägeringe an zwei Stellen einzulegen, nicht an allen Verbindungsschrauben....

    C3. Durch besondere Erdungslaschen. Ist besonders sicher, aber auch aufwändig; versuche ich im allgemeinen zu vermeiden.

    Hallo Steelhat,


    zunächst einmal herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum!


    So ganz kann ich mir Deine "kleine Maschine" noch nicht vorstellen; kannst Du ohne, etwas wesentliches an Dritte zu verraten, eine Skizze oder ein Bild im nächsten Beitrag hochladen?


    Als Diskussionsgrundlage habe ich aber ein paar Punkte:

    - Welche Explosionsgruppe? IIA, IIB, IIC?

    - Für Zone 0 - Anwendungen musst Du wohl oder über eine notifizierte Stelle einschalten

    - Kannst Du uns eine Federberechnung hochladen? Es ist leider auch die gespeicherte Energie bei einem Federbruch zu betrachten....

    - Wenn die Feder immer wieder betätigt wird, kann eine "einzelne" Stoßenergie wohl nicht angewendet werden. Wie hoch ist die Betätigungsenergie denn wirklich?

    Einführung zur CLC IEC/TS 60079-39:2019 + AC:2020 Explosionsgefährdete Bereiche – Teil 39: Eigensichere Systeme mit elektronisch gesteuerter Begrenzung der Funkendauer

    Diese technische Norm gilt für eigensichere Systeme, welche über eine elektronisch gesteuerte Begrenzung der Funkendauer verfügen mit dem Ziel, eine höhere elektrische Leistung unter Beibehaltung des Sicherheitsniveaus zur Verfügung zu stellen. Das Sicherheitsniveau für die Explosionsgruppen IIC bzw. IIB entspricht hierbei den Schutzniveaus Ex "ib" bzw. Ex "ic".

    Diese technische Norm gilt auch für die Gruppe I und die Gruppe III. Er gilt für elektrische Betriebsmittel mit einer Versorgungsspannung zwischen DC 20 V und DC 30 V für die Gruppe IIC bei einem Sicherheitsfaktor von 1,5 und zwischen DC 20 V und DC 40 V bei einem Sicherheitsfaktor von 1,0 für die Gruppe IIC sowie für die Gruppen IIB, IIA und I. Power i basiert auf der gezielten Beeinflussung der Quelle beim Auftreten jeglicher Art einer Funkeninformation, wobei eine Rückkehr in den normalen Betriebszustand nicht möglich sein darf, bevor der kritische Zustand (Funken) beendet ist. Für derartige Stromkreise muss das Gesamtsystem, bestehend aus Quelle, Feldgeräten, Leitung und Abschlusseinheit, als Einheit nach sicherheitstechnischen Gesichtspunkten bewertet werden.

    Die allgemeine Voraussetzung für eine Zündung ist die Notwendigkeit, eine bestimmte Temperatur in einem Ausgangsvolumen des Gas / Luftgemisches zu überschreiten. Hierfür ist das Erreichen einer bestimmten Energiedichte in diesem Ausgangsvolumen erforderlich. Da sich die Energiedichte aus der Leistungsaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (Funkendauer) ableiten lässt, ergibt sich die Folgerung, dass der Faktor "Zeit" von grundlegender Bedeutung während eines Zündvorganges ist.

    Durch Beeinflussung des Faktors "Zeit" in exakt gezielter Weise kann das Zündverhalten stark beeinflusst werden. In der derzeitigen Normenausgabe DIN EN 60079-11 (VDE 0170-7):2012 ist dieser Umstand nicht berücksichtigt. Grundlegende Forschungen haben gezeigt, dass durch die Beeinflussung des Faktors "Zeit" in einer definierten Weise deutlich höhere "eigensichere" Leistungswerte erreicht werden können. Für eine Optimierung ist jedoch eine sicherheitstechnische Bewertung der drei Grundkomponenten des Gesamtsystems - Quelle + Leitung + Verbraucher - erforderlich.

    Es kommen zwei Betriebsmodi zur Anwendung: Der Shutdown Modus und der Power i Modus. Im Shutdown Modus befindet sich das gesamte System im eigensicheren Zustand nach DIN EN 60079-11 (VDE 0170-7):2012, Anhang A. Zur Umschaltung vom Shutdown Modus in den Power i Modus muss ein definierter Spannungs-Schwellwert überschritten werden, um sicherzustellen, dass nur Power i Feldgeräte angeschlossen sind. Nur bei Überschreitung des Spannungs-Schwellwertes schaltet die Power i Quelle in den Power i Modus. Wenn in diesem Modus eine unzulässige Stromänderung erkannt wird, schaltet die Power i Quelle sofort in den Shutdown Modus zurück.

    Die enthaltene IEC-Publikation wurde vom TC 31 „Equipment for explosive atmospheres“ erarbeitet.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2017-12-25 angenommene Europäische Technische Spezifikation als DIN-Norm ist 2021-04-01.



    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

    Hallo Uniraverr,


    vom Prinzip her reicht hier jedes kalibrierte VDE-Messgerät der 0100 oder der EN 60204-1,, was in jedem größeren Betrieb / bei einem Elektromeister vorhanden sein muss. Dort ist immer auch eine Isolationsprüfung möglich, und 500 VDC haben auch so gut wie alle.


    Ich nehme dann immer ein paar selbstklebende Kupferstreifen aus der EMV (gibt es u.a. auch bei Conr** zu kaufen) und lasse denn den Oberflächenwiderstand zwischen zwei meiner Hilfselektroden und den Ableitwiderstand der Hilfselektrode gegen PA messen.

    Hallo Uniraverr,


    die Verwendung der Wieregen-Beschichtung (ableitfähig) sehe ich als sehr gute Lösung an. :thumbup: Solche Lacke sind bestens geeignet, die Anforderungen der Norm (und damit die Sicherheit der dort arbeitenden Menschen) zu gewährleisten.

    Prüfen müsstest Du trotzdem aber zwei Punkte an euren Geräten:

    - Prüfung, ob die im Datenblatt angegebenen Werte der Ableitfähigkeit (Grenzwert ist 1 MΩ) auch erreicht werden und ob die Anbindung an den PA wirksam ist (isolierte leitfähige Flächen sind wieder sehr kritisch)

    - Langzeitverhalten


    Da ja später niemand "per Auge" erkennen kann, ob wirklich diese(r) Lack (Beschichtung) auch verwendet wurde, ist ggf. eine Stückprüfung (ist aber einfach) bei den Geräten durchzuführen.


    Zink-Grundierungen sind ähnlich zu behandeln. Wir hatten das schon öfter und haben dann immer eine Stückprüfung durchgeführt.


    Und noch ein kleiner Hinweis: Wenn die Ableitfähigkeit nachgewiesen ist, erübrigt sich eine Spannungsprüfung. 8)

    Hallo Fjorse,


    zunächst einmal ist das aus meiner Sicht eine GANZ SCHLECHTE Idee....


    Du wirst damit Hersteller dieser Gerätekombination und musst natürlich alle Infos, die ich im Beitrag #2 genannt habe einhalten und die Prüfungen durchführen. Zudem ist eigentlich eine neue Zertifizierung (und damit ein neues Konformitätsbewertungsverfahrens) notwendig.

    Ob nun als mechanisches Gerät oder als elektrisches Gerät kann ich ohne eine umfangreiche Prüfung nicht sagen.


    Es gibt einen kleinen (aber sehr winzigen) Ausweg, der ggf. möglich ist -> aber um die Prüfungen und die Übernahme der Verantwortung kommst Du nicht herum!

    - Vielleicht hat der Hersteller der Magnetspulen einen Beisatz in seiner Zulassung (BA reicht wohl erst einmal nicht aus), dass das Magnetsystem mit "mechanischen Ventilen" kombiniert werden kann. Wenn er das erlaubt, muss er auch die Rahmenbedingungen dazu festlegen. Und da das so "wackelig" ist, sollte auch eine Bestätigung (schriftlich) des Herstellers des Magnetsystems eingeholt werden.

    - Vielleicht hat auch der Hersteller des mechanischen Systems so etwas gleichwertiges....

    - Wenn überhaupt, sind nur DC-Systeme geeignet, AC-Systeme (ohne Gleichrichter) erlauben das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht.


    Nochmals zur Warnung: Aus meiner Sicht ist Dein Vorhaben ein Ritt auf einer heißen Klinge - und ohne Absegnung der Hersteller und eigene Versuche kannst Du schnell in Probleme kommen, die Du nicht haben willst.

    Hallo Fjorse,


    Deine Frage ist nicht so einfach zu beantworten, wie es sich zunächst anhört.... Da Du im Forum "Betrieb von Geräten und Anlagen" geschrieben hast, gehe ich davon aus, dass Du ein Anwender bist und somit die Magnetventile erst vor Ort zusammenbaust; dann ist es nach der RL eine einfache "Installation".

    Weiterhin gehe ich davon mal aus, dass die Geräte in der Zone 1 installiert werden sollen; in den anderen Zonen kann es anders aussehen!


    Für die Magnetspule brauchst Du in jedem Fall eine EU-BMP (EU-Baumusterprüfbescheinigung), eine EU-KE (EU-Konformitätserklärung) und eine BA (Betriebsanleitung).


    Für das Magnetventil gibt es schon wieder mehrere Varianten:

    - Ist es ein BopZ (Betriebsmittel ohne eigene Zündquelle) brauchst Du vom Hersteller dazu eine HEK (Herstellererklärung, in der dieser Umstand bestätigt wird und eine BA.

    - Ist es im Sinne der RL ein Gerät, brauchst Du in jedem Fall eine EU-KE (EU-Konformitätserklärung) und eine BA (Betriebsanleitung).


    Wenn nun die Spule eine DC-Ausführung oder eine AC-Ausführung mit eingebautem Gleichrichter ist, musst Du überprüfen oder der Hersteller auch eine vergleichbare DC-Spule (oder die andere Variante) anbietet. Bei einer reinen AC-Spule kannst Du eine Eigenerklärung so gut wie vergessen

    Wenn dass der Fall ist, und die elektrischen Daten vergleichbar sind, kannst Du nach einer weiteren Prüfung die Kombination freigeben. Zumindest würde ich die Spule ca. 10 .. 20 h im Dauerbetrieb an höchster Spannung betreiben und die Temperatur aufzeichnen; bleibt sie im Rahmen der gekennzeichneten Temperaturklasse abzüglich eines großzügigen Sicherheitszuschlags, kannst Du ggf. den Betrieb freigeben.

    Und nicht vergessen: Du wirst damit Hersteller mit ALLEN Konsequenzen. Nach der VDE 0580 und weiterer mit-geltender Normen sind noch eine Menge mehr an Anforderungen zu erfüllen für die Du gerade stehen musst - auch wenn Du sie nicht geprüft hast!


    Du hast aber auch noch die Möglichkeit, den Hersteller des Ventils mit der Prüfung und Freigabe Deiner neuen Magnetspule zu beauftragen oder Dir zumindest eine Freigabe von ihm geben zu lassen.


    Nachsatz: Willst Du brennbare Medien damit schalten, wird es nochmals komplizierter und u.U. geht es ohne den Hersteller gar nicht.


    2. Nachsatz: Eine eindeutige Beschreibung (auf einfacher Basis gebracht) kenne ich nicht. Dazu ist das Studium der ATEX-Normen notwendig. ;)

    Hallo Sivers34,


    ich denke, Du meinst in der VDE 0105-100/A1:2017 diesen Abschnitt


    Das ist grundsätzlich erst einmal richtig, aber ein paar Überlegungen sind anzustellen.

    1. Welcher Fehlerstrom ist ist bei 300 Ω/V zu erwarten?

    Bei 230 Volt gegen Erde sind das ca. 3 mA.

    2. Ist der Strom zündfähig?

    Hier ist eine grobe Abschätzung hilfreich; es sind ca. 760 mW an Leistung bei cos φ ~ 1. Du hast ein druckfestes Gehäuse, da kann der Strom nur innerhalb der druckfesten Kapselung fließen und ist mit hoher Wahrscheinlichkeit unkritisch. Deutlich anders wäre das u.U. bei einer Ex e - Maschine.

    3. Fehlerquelle suchen

    Wir zuvor beschrieben, würde ich hier versuchen, die Fehlerquelle zu suchen... Ist es eine feuchte leitfähige Verschmutzung, kannst Du mit einer Heizung alles regeln. Mir wäre wichtig, einen Fehler in der Wicklung auszuschließen. Dazu gibt es wohl noch mehr Ansätze....


    Zu Deiner Differenzstromerfassung ist zu sagen, dass sie wahrscheinlich für den Motor nicht wirksam ist, nur für den Umrichter. Ich denke, Du hast einen Frequenzumrichter mit Zwischenkreis - da kommst du nicht rüber, denn der Wechselrichter erzeugt ein eigenes Netz.


    Aber Du hast zu beachten, das jeder Motor mit einer SiKoRe (Sicherheits-, Kontroll- und Regeleinrichtung) gegen Überlast, Kurzschluss und Erdschluss zu schützen ist. Die meisten Standard-Umrichter haben zwar eine ähnliche Überwachung, die hat aber im Regelfall keine Prüfung durch eine notifizierte Stelle - und die brauchst Du aber für die Zone 1.

    Häufig hilft es schon, einen Motorschutzschalter in die Motorleitung einzubauen und den auf Nennstrom des Motors einzustellen. Viele etablierte Hersteller in Europa verfügen über eine behördliche Prüfung ihrer Motorschutzschalter...

    Wie ist das eigentlich mit mehreren Quellen?

    Hab ich schon des öfteren gelesen, die Sinnhaftigkeit entzieht sich mir aber.

    Das kommt häufiger vor. 8)


    Das Stichwort ist "Reihenschaltung" und "Parallelschaltung" der Quellen beachten. In Bezug auf C und L brauche ich hier dann immer das Programm ISpark von der PTB.


    Da es aber so viele Möglichkeiten gibt, solltest Du ein kleines Blockschaltbild erstellen, an dem wir dann den Ablauf darstellen können. :saint:

    Hallo Sivers34,


    eine Lösung habe ich adhoc auch nicht, aber ein paar Fragen, um die Lösung einzukreisen:


    1. Motor ist druckfest? Ex e wäre deutlich schwieriger...
    2. TN-Netz oder IT-Netz? Nennspannung?
    3. FI-Schalter oder Isolationsüberwachung im speisenden Netz?

    Meine Faustformel ist immer 1kΩ je Volt Betriebsspannung gegen Erde, das wäre bei einem 400V-Netz 230 kΩ. Und da bist Du ja gar nicht so weit von entfernt.


    Hast Du einen 30 mA FI in der Leitung, würde bei spätestens 70 kΩ eine Auslösung erfolgen.


    Trockenfahren bei Abwesenheit von Ex-Atmosphäre (mehrere Stunden) ist immer eine gute Idee; dann kannst Du beurteilen ob es tatsächlich ein Kondenswasserproblem ist. Manchmal hilft dann eine Reinigung der Klemmsteine.


    Anmerkung: Ich meine mich erinnern zu können, das in der "alten" 79-17 mal der Grenzwert auf 2 kΩ je Volt genannt war.... Ist aber wohl weggefallen.

    Hallo McMajus,


    ich kann den Ausführungen von Marius nicht viel hinzufügen. Super beschrieben! :thumbup:


    Mal kurz zusammengefasst:

    1. Gibt es ein Pi, Ii, Ui, etc. bedeutet es darauf hin, dass das Platinchen schon mal geprüft würde. Hier ist der Prüfbericht sehr interessant und kann Dir bei der Zulassung sehr viel weiter helfen
    2. Deine Interpretation des 7.6 d) ist leider unvollständig; es gibt sehr wohl ganz viele Möglichkeiten, aus einem eigensicheren Stromkreis wieder einen nicht-eigensicheren Stromkreis herzustellen. Deshalb sind spannungserhöhende Bauteile äußerst kritisch zu betrachten - das führt häufig dazu, dass die kleine Leiterkarte mit zusätzlichen Begrenzerelementen, z.B. Zenerdioden, einzugießen ist.
    3. Deine Frage nach zusätzlichen nicht eigensicheren Leitungen innerhalb des Gehäuses kann ich ohne weitere Details nicht beantworten. Geht es um eine Ex e - Antenne, so kann es möglich sein - hängt aber von vielen weiteren Dingen, z.B. IP-Schutz nach 79-0, ab.


    Und noch ein kleiner Nachsatz: Es wäre schön, auf externe Verlinkungen zu verzichten und das Bild hier im Forum hochzuladen. Zum einen wird der Leser auf einen anderen Server gleitet und zum anderen gibt es ein Problem, wenn der Server mal nicht erreichbar ist - dann ist das Bild auch weg.... :saint:

    Hallo Adenauer,


    auch ich kann Christian nur zustimmen.


    Ich finde

    - kein Epsilon-Kappa im Sechseck

    - kein CE-Zeichen

    - keine Nummer der benannten Stelle, die die Fertigung des Herstellers überwacht


    Sollte die Maschine nur eine IECEx-Zulassung haben, darfst Du sie in der EU nicht betreiben.



    Die elektrotechnische Ausführung ist, gelinde gesagt, untauglich.

    - Fliegende Drähte sind in keiner Zündschutzart zulässig

    - ggf. ist auch das Gehäuse falsch gekennzeichnet, könnte ggf. auch nur Ex db sein (ich kann aber einige Details (z.B: den Deckel) nicht sehen

    - das Klemmbrett sieht mir nicht so richtig nach Ex eb aus


    Und ohne EU-KE (EU-Konformitätserklärung) ist eine Inbetriebnahme nicht zulässig. Und ohne Betriebsanleitung auch nicht. Und ohne eindeutige Kennzeichnung auch nicht.


    Die KLE kann ich nicht weiter erkennen. Was trägt sie für eine Kennzeichnung?

    Was versteht man unter "sicherer Verbindung" im Sinne des Ex-Schutzens?

    Ich dachte alles was eigensicher ist ist auch sicher???

    In diesem Fall bedeutet es, dass die Verbindung der Drähte so sicher ist, dass eine Vertauschung nicht möglich ist. Und das nachzuweisen, wäre sehr aufwendig und der Kunde würde es ggf. auch anzweifeln - womit er fast immer Recht hätte.

    Und wenn die Verbindung "beliebig" sein kann, dann kann auch etwas überbrückt sein. In der EN 60079-14 findest Du bei Interesse etwas im Abschnitt Fehlerbetrachtung bei eigensicheren Leitungen, Abschnitt 16.2.2.8. Ich hänge mal einen Ausschnitt anbei.


    Zitat

    Aber wie verhält sich das mit dem Stromverbrauch?

    Jedes Gerät hat doch eine, wenn auch kleine, Leistungsaufnahme und "verbraucht" ja auch etwas von der eingespeisten Leistung.

    Ist es dann so, dass wenn ich zu viele Verbraucher anhänge, halt die Quelle irgendwann zusammenbricht (nur theoretisch)?

    Ja, das hast Du sehr richtig interpretiert. 8)

    Hallo Tom,


    herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum!


    Deine Frage ist recht einfach zu beantworten, selbst wenn Du 10 Geräte im Ex-Bereich in Serie geschaltet hast, wird immer nur ein Gerät betrachtet - denn die Verdahtung ist nicht als "sichere Verbindung" im Sinne des Exploionssschutzes anzusehen.


    Also, erst Gerä1 an die Quelle, dann Gerät 2 an die Quelle.


    Kritisch wird es unter Umständen, wenn die Geräte ein Wirksames Ci oder Li generieren, dann wird es beliebig kompliziert. Wenn das vorkommen kann (in Deinem Beispiel hat ds zweite Gerät etas Li), dann rechne ich immer die Summe der Li's und Ci's bei der Zusammenschaltung mit ein.

    In Deinem Beispiel scheint es aber unkritisch zu sein.