Beiträge von Günter

    Hallo Christian,


    die Grenze von 3 mJ steht ja in den aktuellen Normen der 80079-36 und -37 so nicht mehr drinne. Ich müsste sehr lange suchen, warum und wieso - aber vielleicht sprichst Du mal meinem Kollegen einer Staub-Ex-Prüfstelle (FSA, DEKRA, IBExU, etc) und gibst uns vielleicht das Ergebnis hier bekannt?

    Hallo SF01,


    das kann ein Außenstehender ohne weitere Informationen kaum bewerten.


    Fakt ist, dass die Explosionsdrücke der Gestis wohl richtig sind (ermittelt in einer Kugel), aber in Deiner Anlage könnte es einen Detonationsanlauf geben. Dann kann es auch noch viel mehr werden. Es ist mir allerdings schleierhaft, wie dass denn wohl bei einer "Altanlage" ermittelt wurde....


    Es könnte aber auch der Richtung kommen, dass die eingebauten Betriebsmittel diesen Druck halten - und dann hat man es ausgewählt....


    Bitte beachte, alles nur aus meiner Glaskugel ausgelesen.

    Hallo Sievers34,


    zunächst einmal herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum.


    Die Prüfspannungen sind nach meinem Kenntnisstand über lange Zeit historisch gewachsen und noch ist nicht überall der aktuelle Stand der Technik eingeflossen. Ich denke, dass die Standardwerke zur Elektrostatik die IEC 60079-32-1 (diese hat zur zeit noch deutsche Übersetzung) und die IEC 60079-32-2 werden.


    Aus technischer Sicht sehe ich kein Problem, die Prüfspannung auf 500 Volt hochzusetzen; in manchen Fällen gehe ich sogar noch höher. Ich erlaube mir das mit einer Gefährdungsbeurteilung - und die Grenzspannung ist ja auch mit 4 kV in den mit-geltenden Normen indirekt festgelegt.


    Es gibt die Möglichkeit, dass sich bei höherer Spannung Kohlenstoffverbindungen bilden (durch einen kleinen Lichtbogen) und die dann die Ableitwiderstände verringern. Das Problem daran ist, dass sie im Laufe der Zeit wieder aufbrechen können - und dann hat man den Salat......

    Aber bei einer Spannung von 500 Volt ist mir das noch nie irgendwo vorgekommen und auch bei 1 kV habe ich es nur bei flexiblen Kunststoffen in sehr sehr seltenen Fällen erlebt. Aber eine Folie ist wohl eher kein Fußboden...

    Hallo Daniel,


    leider hast Du hier recht.


    Ein Einzelgutachten eines Sachverständigen, dass dieses Gerät komplett abdeckt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit unwirtschaftlich. Es lohnt sich meist immer erst bei einer Kleinserie deutlich über 25 St..


    Aber einen Weg gibt es noch: Das Gerät mit allen Innereien, fix und fertig verdrahtet, bei einem der üblichen Verdächtigen aus dem Ex-Zuliefererbereich kaufen (mit Typenschild und EU-Konformitätsaussage, sowie Schaltplan und Betriebsanleitung).

    Aber auch hier aufpassen: Schon das Einbringen einer zusätzlichen Leitungseinführung kann die Zulassung aufheben - muss aber nicht. Das wäre Verhandlungssache mit dem Lieferanten.

    Hallo Wolff Steuerungstechnik,


    zunächst einmal herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum!


    Grundsätzlich müssen ALLE elektrischen Betriebsmittel der Zone 2 (dazu zählen auch mögliche Umgehäuse) eine Freigabe (i.d.R. eine Bescheinigung) für den Einsatz unter EPL Gc haben!

    Der kleine, aber feine Unterschied zu Geräten in der Zone 1 ist, dass die "Bescheinigung" durch den Ersteller der Anlage selbst - sowie er die notwendige Erfahrung, Ausbildung und Normenkenntnis hat (er ist eine "befähigte Person") gemacht werden kann.


    Für Deine kleine Anlage gilt, dass Du zunächst einmal die Zündschutzart und die weiteren Rahmenbedingungen definieren musst, hier z.B. Ex ec IIC T4 Gc.


    Danach kannst Du ein Bauteil nach dem anderen untersuchen, ob es ggf. schon eine gültige Bescheinigung hat - oder von Dir selbst bewertet werden muss. Achtung: Bei einer Eigenbewertung z.B. des Netzteils wirst Du automatisch Hersteller - mit allen Pflichten!


    Anschließend ist der Zusammenbau, der IP-Schutz, die Erwärmung (nur um einmal die notwendigsten Punkte aufzuzählen) zu bewerten.


    Ist das alles erfolgreich dokumentiert und abgeschlossen, musst Du Dein Typenschild anbringen und die Unterlagen für eine ev. Prüfung durch eine benannte Stelle (wenn es ein Ereignis gibt) für min. 10 Jahre nach dem Inverkehrbringen aufbewahren.

    Und nicht vergessen: Für die Ingenieurhaftung gibt es kein Verfallsdatum; je nach Schwere kann es bis zum Tod des Verantwortlichen reichen....

    Hallo Smasch,


    zunächst einmal herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum.


    Zu allererst solltest Du Dir Gedanken zu der "Control-Drawing" (Systembeschreibung) machen. Es ist im Prinzip das Blockschaltbild der eigensicheren Anlage und alle Parameter sind darin einzutragen.

    Muster dazu findest Du in der EN 60079-25 Eigensichere Systeme" und ganz speziell im Bild E.1 und E.2. Die Bilder sind auch hier im Forum zu finden, das musst Du aber schon selbst finden - unsere Suchfunktion hilft Dir bestimmt (nach 'Control-Drawing' ohne die Anführungsstriche suchen) dabei.


    Dein Ergebnis der Control-Drawing kannst Du uns als PDF hochladen und dann sehen wir weiter. :)

    Wenn die Elektronik komplett vergossen ist, diese eine Versorgungsspannung von 24V (max. 30V) hat und in einem metallischen Gehäuse eingebaut ist, spielen die Luft- und Kriechstrecken für ec keine Rolle?

    So ganz richtig ist das nicht. Für Deine Schaltung gelten immer noch die Anforderungen der mitgeltenden Norm, z.B. der IEC 1010-1 (oder EN 61010-1). Und irgendwo musst Du die Leitungen - die selbst auch eine ausreichende Isolation aufweisen müssen - ja anschließen. Das wird i.d.R. eine Auflage in der Zulassung.

    in 4.3 und 4.4 steht aber auch: "Schutzniveau-"ec"-Luftstrecken" für andere als feldseitige Verbindungen brauchen nur den Werten nach Anhang H zu genügen".

    Das ist erst einmal so richtig :) - aber bitte H.6 nicht vergessen:

    Und letztendlich wird an mehreren Stellen auf die IEC 60664-1 hingewiesen:

    Und damit sind wir wieder bei den sehr ähnlichen oder fast gleichen Anforderungen aus der IEC 1010-1....

    Die Gesamtkennzeichnung auf dem Typenschild enthält sowohl Hersteller(anschrift), CE, als auch Zertifikatsnummer, Betriebsbedingungen...

    Steht dort auch der Gerätetyp?


    Denn ein Flachschieber hat ja wohl eine andere Bezeichnung als das Gesamtgerät, oder?


    Jedes Gerät muss eine Bezeichnung haben!

    Rechtgefertigt wird damit, dass der erste Teil der Kennzeichnung (nach RL) das Gesamtgerät beschreibt und in dem Fall der zweite Teil der die Normenkennzeichnung enthält nur das "nicht-elektrische Gerät" des Schiebers.

    Kann ich so nicht nachvollziehen, dann gehört eine zweite Kennzeichnung auf das Gerät.


    Und wenn Du Dir mal den Abschnitt 11.5 der EN 80079-36:2016 ansiehst, gehört zu einer Kennzeichnung noch etwas mehr.


    Achtung: 11.5 zeigt nur die Beispiele, bitte den ganzen Abschnitt 11 lesen!

    Hallo Typ100,


    herzlich Willkommen bei uns im Ex-Forum!


    Un zu Deiner Frage muss ich nochmals nachfragen: Geht es Dir um die Normen (und deren Interpretation), Richtlinien und Leitfäden zur ATEX-Richtlinie? Oder geht es Dir eigentlich um den Schwerpunkt des Explosionsschutzes?


    Etwas Eigenwerbung: Gehe mal in die Suche und gebe "Ex-Kompass" (ohne die Anführungsstriche) ein. Dort findest Du meinen zweisprachigen Ex-Kompass, der für den privaten Gebrauch frei verfügbar und kostenlos ist. Und er beleuchtet etwas beide Seiten, allerdings ist der Schwerpunkt der technische Explosionsschutz.


    Suchst Du weitere Werke zum Explosionsschutz, so kann ich Dir die VDE-Schriftenreihe Band 65 und Band 125 empfehlen.

    Sollte es Dir tatsächlich mehr um den Explosionsschutz als um die genauen Normen und Richtlinien gehen, kannst Du Deine Suche nicht auf aktuelle Werke beschränken. Es gibt viele Bücher, die teilweise mehr als 20 oder sogar 50 Jahre alt sind - aber die Grundlagen haben sich eher selten geändert - mit einer Ausnahme: Die Elektrostatik ist tatsächlich neu beschrieben worden - diese Untersuchungsmöglichkeiten hatten unsere Vorfahren noch nicht.


    Mal ein Beispiel einer alten Literatur, die mir erst kürzlich über den Weg gelaufen ist und über die mich sehr gefreut habe - ich fand sie im Antiquariat: "Lexikon sicherheitstechnischer Begriffe in der Chemie" von Berthold/Löffler aus dem Verlag Chemie aus dem Jahre 1981

    Hallo Florian,


    mit der Kennzeichnung geht gehörig etwas durcheinander.....


    Deine Interpretation ist richtig, als EPL dürfte da maximal Dc stehen.


    Welche Zündschutzart sich genau hinter "Ex h" verbirgt, kannst Du wohl nur aus der mit-geltenden Dokumentation, z.B. der EU-Konformitätserklärung und der Betriebsanleitung ersehen.

    Einführung zur EN ISO/IEC 80079-34:2020-06 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 34: Anwendung von Qualitätsmanagementsystemen für die Herstellung von Ex-Produkten

    Dieser Teil der ISO/IEC 80079 legt besondere Anforderungen an und Angaben für die Verwirklichung und Aufrechterhaltung von Qualitätsmanagementsystemen zur Herstellung von Ex-Produkten in Übereinstimmung mit dem Zertifikat fest.

    Obwohl die Anwendung von anderen Qualitätsmanagementsystemen, die mit den Zielsetzungen der ISO 9001:2015 übereinstimmen und zu gleichwertigen Ergebnissen führen, nicht ausgeschlossen wird, werden die Mindestanforderungen in diesem Dokument angegeben.

    Dieses Dokument (EN ISO 80079-34:2018) wurde vom Technischen Komitee IEC/TC 31 "Equipment for explosive atmospheres" der IEC (die Internationale Elektrotechnische Kommission) in Zusammenarbeit mit dem Technischen Komitee CEN/TC 305 "Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsschutz" erarbeitet, dessen Sekretariat von DIN (Deutschland) gehalten wird. Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 095-02-06 AA "Terminologie, Methodik" im DIN-Normenausschuss Sicherheitstechnische Grundsätze (NASG).



    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die angenommene Europäische Norm als DIN-Norm ist 2020-06.


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN ISO/IEC 80079-34:2012-03 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Anpassung der Norm an die ISO 9001:2015;

    b) Aufnahme eines neuen Anhang C "Konformitätserklärung des externen Anbieters";

    c) Aufnahme eines neuen Anhang D "ISO/IEC 80079-34:2011 zu ISO/IEC 80079-34 Ausgabe 2 Korrelationsmatrix";

    d) Aktualisierung der Europäischen Anhänge;

    e) Überführung von Inhalten aus den Europäischen Anhängen in den Anhang A des Internationalen Dokuments;

    f) Aufnahme der Normen EN 16009, EN 16020 und EN 16447 in den Anhang ZB;

    g) redaktionelle Überarbeitung der Norm.



    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

    Einführung zur EN 61010-1:2010 + A1:2019 + A1:2019/AC:2019 Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte Teil 1: Allgemeine Anforderungen Der hier vorliegende Teil 1 der internationalen Normenreihe IEC 61010 legt die Sicherheitsanforderungen fest, die allgemein für alle Geräte, die zum Anwendungsbereich dieser Norm gehören, anwendbar sind. Für bestimmte Arten von Geräten werden diese Anforderungen ergänzt oder abgeändert durch die spezifischen Anforderungen eines oder mehrerer spezieller Teile 2 der Normenreihe. Diese Teile müssen immer in Verbindung mit den Anforderungen von Teil 1 der Normenreihe gelesen und angewendet werden.

    Die Norm legt die allgemeinen Sicherheitsanforderungen für folgende Arten elektrischer Geräte und deren Zubehör fest, gleichgültig, wo die Benutzung der Geräte beabsichtigt ist:

    a) Elektrische Prüf- und Messgeräte. Dies sind Geräte, die mit elektromagnetischen Mitteln eine oder mehrere elektrische oder physikalische Größen prüfen, messen, anzeigen oder aufzeichnen, sowie nicht messende Geräte wie Signalgeneratoren, Maßverkörperungen, Netzteile für den Laborgebrauch, Signalwandler, Umformer und so weiter. Diese Norm gilt auch für Prüfgeräte, die in Fertigungsprozesse integriert und für die Prüfung gefertigter Einrichtungen vorgesehen sind.

    b) Elektrische Steuer- und Regelgeräte für die industrielle Prozessleittechnik. Dies sind Geräte, die eine oder mehrere Ausgangsgrößen auf bestimmte Werte einstellen, wobei jeder Wert der Größe durch manuelle Einstellung, durch Nah- oder Fernprogrammierung oder durch eine oder mehr Eingangsgrößen vorgegeben ist.

    c) Elektrische Laborgeräte. Dies sind Geräte zum Messen, Anzeigen, Kontrollieren oder Untersuchen von Stoffen oder zum Vorbereiten von Stoffen, einschließlich Geräte für die In-vitro-Diagnostik (IVD). Derartige Geräte dürfen auch außerhalb von Laboratorien benutzt werden. Beispiele sind zur Selbstprüfung im Wohnbereich angewendete IVD-Geräte und Geräte zur Kontrolle von Personen oder Material während des Transports. Für Rechner, Prozessoren usw. gilt diese Norm nur, soweit sie Teil eines Geräts im Anwendungsbereich dieser Norm sind oder ausschließlich für den Gebrauch in Verbindung mit einem solchen Gerät entworfen sind.


    Der Zweck der Anforderungen dieser Norm ist es, sicherzustellen, dass Gefährdungen des Benutzers und des Umgebungsbereichs auf ein vertretbares Maß reduziert sind.

    Anforderungen für den Schutz gegen besondere Arten von Gefährdungen sind in den Abschnitten 6 bis 13 beschrieben. Sie betreffen

    a) elektrischen Schlag oder Verbrennungen,

    b) mechanische Gefährdungen,

    c) Ausbreitung von Feuer aus dem Gerät,

    d) übermäßige Temperatur, e) Wirkung von Flüssigkeiten und Flüssigkeitsdruck,

    f) Wirkung von Strahlung, einschließlich Laserstrahlungsquellen, sowie Schall- und Ultraschalldruck,

    g) freiwerdende Gase, Explosion und Implosion. Anforderungen zum Schutz vor Gefährdungen bei vernünftigerweise vorhersehbarer Fehlanwendung sowie ergonomische Faktoren sind im Abschnitt 16 festgelegt.


    Eine Risikobeurteilung von Gefährdungen oder Umgebungen, die vorstehend nicht vollständig erfasst sind, wird im Abschnitt 17 gefordert. Diese Norm berücksichtigt nicht

    a) die zuverlässige Funktion, das Betriebsverhalten oder sonstige Eigenschaften der Geräte, die nicht mit Fragen der Sicherheit in Verbindung stehen,

    b) die Zweckmäßigkeit der Transportverpackung,

    c) Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit,

    d) Schutzmaßnahmen bei explosionsfähigen Atmosphären.


    Diese Norm legt auch die Methoden für den Nachweis fest, dass das Gerät die Anforderungen dieser Norm erfüllt. Diese sind Besichtigen, Typprüfungen, Stückprüfungen und die Risikobeurteilung.

    Diese Norm gilt für Geräte, die so entworfen sind, dass sie zumindest unter den folgenden Bedingungen sicher sind:

    a) Verwendung in Innenräumen;

    b) Höhenlage bis 2 000 m; c) Umgebungstemperatur von 5 Grad Celsius bis 40 Grad Celsius;

    d) maximale relative Luftfeuchte 80 Prozent bei Temperaturen bis 31 Grad Celsius, linear abnehmend bis zu 50 Prozent relativer Luftfeuchte bei 40 Grad Celsius;

    e) Schwankungen der Netzversorgungsspannung bis zu plusminus 10 Prozent der Nennspannung;

    f) transiente Überspannungen bis zu den Werten der Überspannungskategorie II (Diese Werte für transiente Überspannungen sind typisch für Geräte, die über die Gebäudeinstallation versorgt werden).

    g) zeitweilige Überspannungen, die in der Netzstromversorgung auftreten;

    h) zutreffender Verschmutzungsgrad, entsprechend der vorgesehenen Umgebung anzuwenden (in den meisten Fällen Verschmutzungsgrad 2).


    Hersteller dürfen für den Betrieb weiter eingeschränkte Umgebungsbedingungen festlegen, trotzdem muss das Gerät unter den genannten normalen Umgebungsbedingungen sicher sein.

    Diese Norm gilt für Geräte, die so entworfen sind, dass sie auch unter jeder beliebigen der folgenden Bedingungen, für die das Gerät vom Hersteller bemessen worden ist, sicher sind:

    a) Verwendung im Freien;

    b) Höhen über 2 000 m;

    c) Umgebungstemperaturen unter 5 Grad Celsius oder über 40 Grad Celsius;

    d) relative Luftfeuchte über den in 1.4.1 angegebenen Werten;

    e) Schwankungen der Netzspannung, die plusminus 10 Prozent der Nennspannung überschreiten;

    f) nasse Umgebung;

    g) transiente Überspannungen bis zu den Werten der Überspannungskategorie III oder IV.


    Zuständig ist das DKE/K 911 "Sicherheitsanforderungen an elektrische einschließlich elektronische Geräte für das Messen, Steuern und Regeln" der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.


    Anwendungsbeginn

    Anwendungsbeginn für die von CENELEC am 2010-10-01 angenommene Europäische Norm und die am 2018-08-06 angenommene Änderung A1 als DIN-Norm ist 2020-03-01.

    Diese Norm enthält die Berichtigung EN 61010-1:2010/A1:2019/AC:2019-04, die das Corrigendum 1:2019 zu IEC 61010-1:2010/A1:2016 übernimmt.

    Für DIN EN 61010-1 (VDE 0411-1):2011-07 besteht eine Übergangsfrist bis 2022-02-22


    Änderungen

    Gegenüber DIN EN 61010-1 (VDE 0411-1):2011-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

    a) Der Anwendungsbereich der Norm wurde auf alle Bereiche, in denen diese Produkte eingesetzt werden dürfen, ausgeweitet, so dass jetzt sowohl Produkte für gewerbliche Zwecke als auch Produkte für private Zwecke im Anwendungsbereich der Norm enthalten sind;

    b) die Anforderungen an Prüf- und Messstromkreise (bisher in verschiedenen Abschnitten und im gesamten Abschnitt 16 enthalten) wurden herausgenommen und sind jetzt in einer gesonderten Norm IEC 61010-2-030 enthalten;

    c) die Isolationsanforderungen (6.7) wurden vollständig überarbeitet und neu verfasst;

    d) spezifische Anforderungen für feste Isolierung und Isolierungen mit dünnen Schichten wurden hinzugefügt;

    e) Unterabschnitt 6.7 beinhaltet jetzt nur noch die Isolationsanforderungen für Netzstromkreise der Überspannungskategorie II bis 300 V und für Sekundärstromkreise;

    f) die Isolationsanforderungen für alle anderen Stromkreise sind in einen neuen Anhang K verschoben worden;

    g) zusätzliche Anforderungen zum Schutz gegen mechanische Gefährdungen (Abschnitt 7) wurden hinzugefügt;

    h) die Grenzwerte für Oberflächentemperaturen (Abschnitt 10) wurden geändert, um sie in Übereinstimmung mit den in EN 563 genannten Grenzwerten zu bringen;

    i) Anforderungen an Geräte, die mit ionisierender Strahlung arbeiten (Abschnitt 12), wurden geändert und berücksichtigen nun den Unterschied zwischen beabsichtigter und unbeabsichtigter Ausstrahlung;

    j) Anforderungen hinsichtlich vernünftigerweise vorhersehbarer Fehlanwendung und ergonomische Aspekte wurden hinzugefügt (Abschnitt 16);

    k) ein neuer Abschnitt (Abschnitt 17) hinsichtlich Gefährdungen und Umgebungen, die nicht von der Norm abgedeckt werden, sowie ein neuer informativer Anhang (Anhang J), der sich mit der Risikobeurteilung befasst, wurden hinzugefügt;

    l) in einem neuen informativen Anhang (Anhang E) werden Methoden zur Verminderung des Verschmutzungsgrads von Mikroumgebungen behandelt;

    m) für die Qualifizierung von Beschichtungen zum Schutz vor Verschmutzung wurden Anforderungen hinzugefügt (Anhang H);

    n) ein neuer informativer Anhang (Anhang I) wurde hinzugefügt, um weiterführend zu erklären, wie die Arbeitsspannung eines Netzstromkreises zu bestimmen ist;

    o) die deutsche Fassung wurde in den Abschnitten 2 und 3 an die aktuellen Standardtexte angepasst.


    Link zur Übersicht der Normen-Auflistung im Beitrag 1 dieses Fadens

    Hallo Uniraverr,


    einmal mein Stand zu Deinen Fragen:


    zu 1: Die in 4.3. und 4.4 geforderten Abstände gelten nur für "feldseitige Verbindungen", -> also dort, wo der Anwender anschließt. Alles was danach kommt, muss einer Industrienorm, z.B der EN 61010-1 genügen.


    zu 2: Ich sehe es so. In der Regel setze ich z.B. die max. Betriebsspannung auf 30 Volt, die Bemessungsspannung auf 32 Volt.


    zu 3: Das ist etwas komplizierter.... Hast Du keinen Trafo oder ein vergleichbares Element, kann die 230 Volt im gesamten Stromkreis gegen Erde auftreten. Hast Du allerdings einen geeigneten Trafo, dann hast Du eine Insel mit 230 Volt und eine weitere Insel mit der Kleinspannung.

    In den nächsten 14 Tagen wird ein Software-Update für das Forum durchgeführt; kurze Abschaltzeiten sind dann leider notwendig und ich bitte um Nachsicht.


    Mit der neuen Software wird dann auch ein Kalender verfügbar sein - in dem alle angemeldeten User öffentliche Termine eintragen können.

    Hallo Klaus,


    ich bin längere Zeit unterwegs und habe nur teilweise Zugriff auf das Internet - aber ein paar PDFs mit den Fundstellen (bitte im PDF markieren) sollte schon weiterhelfen.


    Ich vermute mal, das hier wohl wirklich ein "Schutzbereich" gemeint ist - und hier sollten möglichst keine elektrischen und/oder mechanische Betriebsmittel ohne eigenen Explosionsschutz installiert werden.

    Wenn die Kollegen die Zone 2 gemeint hätten, wäre es aus meiner Erfahrung auch so genannt worden - ich kann mich aber irren. ;)