Beiträge von Günter

    Liebe User und Userinnen,


    leider werden wir von einer SPAM-Flut überrannt, die kaum noch in der privaten Zeit zu bearbeiten ist. <!-- s:wall: -->:wall:<!-- s:wall: -->


    So werden wir auf bis auf weiteres keine automatische Freischaltung mehr anbieten. <!-- s:buhu: -->:buhu:<!-- s:buhu: -->


    Neue User, die sich eintragen und auch gleich etwas im Forum hinterlassen möchten, haben leider darunter zu leiden, denn der Account muss erst von einem Moderator freigeschaltet werden.


    Wir bitten um Verständnis, aber diese Art der Nutzung haben wir uns so nicht vorgestellt. Mit der neuen Version von phpBB soll es besser werden; sobald die Versionen stabil laufen, werden wir umstellen.


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    Alle Angaben ohne Gewähr!


    EN 50178:1997 Ausrüstung von Starkstromanlagen mit elektronischen Betriebsmitteln
    EN 50272-2:2001 Sicherheitsanforderungen an Batterien und Batterieanlagen, Teil 2: Stationäre Batterien


    EN 60204-1:2006 Sicherheit von Maschinen, Elektrische Ausrüstung von Maschinen, Teil 1: Allgemeine Anforderungen
    EN 60439-1:1999 Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen, Teil 1: Typgeprüfte und partiell typgeprüfte Kombinationen
    EN 60947-1:1999 / 2000 / 2001 Niederspannungschaltgeräte, Teil 1: Allgemeine Festlegungen

    Hallo,


    das Thema ist sehr komplex, dazu gibt es eine eigene kleine Schulung von uns. Ich möchte die wesentlichen Punkte kurz zusammenfassen:


    1. Die ATEX 95 (Hersteller) gilt ab dem 1. März 1996
    2. Die Übergangsfrist der ATEX 95 (Hersteller) ist am 30. Juni 2003 abgelaufen. Seit dem 1. Juli 2003 dürfen für Neuanlagen nur noch ATEX-Geräte in den Verkehr gebracht werden.
    2a. Als Inverkehrbringen gilt das Ausliefern vom Hersteller an einen Kunden.
    3. Für Altanlagen gibt es kein "Verfallsdatum". Bis auf weiteres dürfen Ersatzteile - die auch so gekennzeichnet sind - verkauft werden.
    3a. Basis für dieses Prozedere sind die ATEX-Leitlinien, erste Ausgabe von Mai 2000, Abschnitt 7. Diese Leitlinien sind vom EU-Server (Link an anderer Stelle in diesem Forum) auch in Deutsch erhältlich. Auch in der zweiten Ausgabe der Leitlinien von 2005 ist es der Abschnitt 7, diese gibt es aber nur in englischer Sprache.
    4. Die ATEX 137 (Betreiber) gilt ab dem 16. Dez. 1999
    5. Die Übergangsfrist zur ATEX 137 ist am 30. Juni 2003 abgelaufen. Seit dem 1. Juli 2003 muss sie für Neuanlagen angewendet werden.
    6. Altanlagen müssen spätestens ab dem 1. Juli 2006 vom Betreiber auf die Mindestanforderungen nach ATEX 137 überprüft werden.
    7. Eine Problematik ergibt sich aus dem Umstand, dass in Deutschland die ATEX 137 nicht 1:1 umgesetzt wurde, sondern in der BetrSichV aufgegangen ist. Aber sinngemäß ändert sich dadurch nichts wesentliches, es kommen aber weitere Richtlinien hinzu.


    Zusammenfassung:
    Altgeräte, die am 1. Juni 2003 schon in Verkehr gebracht waren - und den zu diesem Zeitpunkt gültigen Ex-Regeln entsprachen -, dürfen
    a. zur Zeit ohne Beschränkung weiter betrieben werden
    b. weiterhin unbegrenzt als Ersatzteil verkauft werden
    c. in Neuanlagen eingesetzt werden (unsere Meinung), da die notwendige Sicherheit ja gegeben ist (bei elektrischen Betriebsmitteln). Wir halten in so einem Fall aber in der Regel Rücksprache mit dem Betreiber, um nicht etwas einzubauen, was er ablehnt.


    Kleines Problem:
    Elektrische Betriebsmittel der Zone 2 (Gas) und der Zonen 10 und 11 (alt für Staub) erfüllen meist nur bedingt die heutigen Anforderungen und erfordern eine Einzelfallbetrachtung.

    Wir haben ein Poster erstellt, um die Zonen- und Kategoriezusammenhänge einmal vereinfacht darzustellen. Zusätzlich sind die Zündschutzarten und die Kennzeichnung der Betriebsmittel dargestellt.
    Es ist das erste Poster dieser Reihe, wird in loser Folge fortgesetzt.


    EDIT:
    Link entfernt, richtiger Link siehe unten

    Eine kurze Auflistung der aktuellen wesentlichen Normen (ohne Gewähr) im aktuellen Stand. Die Jahreszahlen kennzeichnen die Veröffentlichung der (meist) deutschen Ausgaben (wird ständig aktualisiert).


    1. Allgemeiner Explosionsschutz

    • EN IEC 60079-0:2018 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 0: Betriebsmittel - Allgemeine Anforderungen
    • EN 60079-1:2014 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 1: Geräteschutz durch druckfeste Kapselung "d"
    • EN 60079-2:2014 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 2: Geräteschutz durch Überdruckkapselung "p"
    • EN 60079-5:2015 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 5: Geräteschutz durch Sandkapselung "q"
    • EN 60079-6:2015 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 6: Geräteschutz durch Flüssigkeitskapselung „o“
    • EN 60079-7:2015 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 7: Geräteschutz durch erhöhte Sicherheit „e“
    • EN 60079-10-1:2015 Explosionsgefährdete Bereiche, Teil 10-1: Einteilung der Bereiche – Gasexplosionsgefährdete Bereiche
    • EN 60079-10-2:2015 Explosionsgefährdete Bereiche, Teil 10-2: Einteilung der Bereiche, Staubexplosionsgefährdete Bereiche
    • EN 60079-11:2012 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 11: Geräteschutz durch Eigensicherheit "i“
    • EN 60079-13:2017 Explosionsfähige Atmosphäre - Teil 13: Schutz von Einrichtungen durch einen überdruckgekapselten Raum „p“ und einen fremdbelüfteten Raum „v“
    • EN 60079-14:2014 Explosionsgefährdete Bereiche - Projektierung, Auswahl und Errichtung elektrischer Anlagen
    • EN IEC 60079-15:2019 Explosionsfähige Atmosphäre - Teil 15: Geräteschutz durch Zündschutzart "n"
    • EN 60079-17:2014 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 17: Prüfung und Instandhaltung elektrischer Anlagen
    • EN 60079-18:2015 + A1:2017 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 18: Geräteschutz durch Vergusskapselung "m"
    • EN IEC 60070-19:2019 Explosionsgefährdete Bereiche - Gerätereparatur, Überholung und Regenerierung
    • EN 60079-20-1:2010 Explosionsfähige Atmosphären, Teil 20-1: Stoffliche Eigenschaften zur Klassifizierung von Gasen und Dämpfen, Prüfmethoden und Daten
    • EN 60079-25:2010 / AC:2013 Explosionsfähige Atmosphäre, Eigensichere Systeme
    • EN 60079-26:2015 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 26: Betriebsmittel mit Geräteschutzniveau (EPL) Ga
    • EN 60079-28:2015 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 28: Schutz von Geräten und Übertragungssystemen, die mit optischer Strahlung arbeiten
    • EN 60079-29-1:2017 Explosionsfähige Atmosphäre, Teil 29-1: Gasmessgeräte, Anforderungen an das Betriebsverhalten von Geräten für die Messung brennbarer Gase
    • EN 60079-29-2:2015 Explosionsfähige Atmosphäre, Teil 29-2: Gasmessgeräte, Auswahl, Installation, Einsatz und Wartung von Geräten für die Messung von brennbaren Gasen und Sauerstoff
    • EN 60079-29-3:2015 Explosionsfähige Atmosphäre, Teil 29-3: Gasmessgeräte, Leitfaden zur funktionalen Sicherheit von ortsfesten Gaswarnsystemen
    • EN 60079-29-4:2010 Explosionsfähige Atmosphäre, Teil 29-4: Gasmessgeräte, Anforderungen an das Betriebsverhalten von Geräten mit offener Messstrecke für die Messung brennbarer Gase
    • EN 60079-30-1:2017 Elektrische Widerstands-Begleitheizungen - Allgemeine Anforderungen und Prüfanforderungen
    • EN 60079-30-2:2017 Elektrische Widerstands-Begleitheizungen - Anwendungsleitfaden für Entwurf, Installation und Instandhaltung
    • EN 60079-31:2014 Explosionsgefährdete Bereiche, Teil 31: Geräte-Staubexplosionsschutz durch Gehäuse "t"
    • EN 60079-32-2:2015 Explosionsgefährdete Bereiche, Teil 32-2: Elektrostatische Gefährdungen - Prüfverfahren
    • EN ISO/IEC 80079-34:2020 Explosionsgefährdete Bereiche - Teil 34: Anwendung von Qualitätsmanagementsystemen für die Herstellung von Ex-Produkten
    • ISO/IEC 80079-34:2018 Explosive atmospheres - Part 34: Application of quality management systems for Ex Product manufacture
    • EN 60079-35-2:2012 Kopfleuchten für die Verwendung in schlagwettergefährdeten Grubenbauen - Gebrauchstauglichkeit und andere sicherheitsrelevante Themen
    • EN ISO 80079-36:2016 Explosionsfähige Atmosphären – Teil 36: Nicht-elektrische Geräte für den Einsatz in explosionsfähigen
      Atmosphären – Grundlagen und Anforderungen
    • EN ISO 80079-37:2016 Explosionsfähige Atmosphären – Teil 37: Nicht-elektrische Geräte für den Einsatz in explosionsfähigen Atmosphären – Schutz durch konstruktive Sicherheit „c“, Zündquellenüberwachung „b“, Flüssigkeitskapselung „k“
    • EN ISO 80079-38:2017-10 Explosionsfähige Atmosphären - Teil 38: Geräte und Komponenten in explosionsfähigen Atmosphären in untertägigen Bergwerken
    • CLC IEC/TS 60079-39:2019 + AC:2020 Explosionsgefährdete Bereiche – Teil 39: Eigensichere Systeme mit elektronisch gesteuerter Begrenzung der Funkendauer
    • IEC TS 60079-46:2017 Explosionsgefährdete Bereiche – Teil 46: Gerätegruppen
    • EN 50303:2000 Kat. 1 - Betriebsmittel unter Tage
    • EN 50628:2016 (VDE 0118-10:2016) Errichten elektrischer Anlagen im Bergbau unter Tage
    • DIN VDE 0105-111:2019 Betrieb von elektrischen Anlagen Teil 111: Besondere Festlegungen für den Bergbau unter Tage


    2. Allgemeine Normen mit Bezug zum Explosionsschutz

    • EN 1127-1:2019 Explosionsfähige Atmosphären, Explosionsschutz - Teil 1: Grundlagen und Methodik
    • EN 1127-2:2014 Explosionsfähige Atmosphären, Explosionsschutz - Teil 2: Grundlagen und Methodik in Bergwerken
    • EN 50495:2010 Sicherheitseinrichtungen für den sicheren Betrieb von Geräten im Hinblick auf Explosionsgefahren
    • EN 60204-1:2018 Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstung von Maschinen Teil 1: Allgemeine Anforderungen
    • EN 60529:1991 + A1:2000 + A2:2013 Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)
    • EN 61010-1:2010 + A1:2019 + A1:2019/AC:2019 Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte Teil 1: Allgemeine Anforderungen


    3. Eine Auswahl besonderer mechanischer Betriebsmittel

    • EN 14591-1:2004 + Berichtigung 2006 Explosionsschutz in untertägigen Bergwerken, Schutzsysteme, Teil 1: 2-bar-Wetterbauwerk
    • EN 14591-2:2007 Explosionsschutz in untertägigen Bergwerken, Schutzsysteme, Teil 2: Passive Wassertrogsperren
    • EN 14591-4:2007 Explosionsschutz in untertägigen Bergwerken, Schutzsysteme, Teil 4: Automatische Explosionslöschanlagen für Teilschnitt-Vortriebsmaschinen
    • EN 14460:2018 Explosionsfeste Geräte
    • EN 14983:2007 Explosionsschutz in untertägigen Bergwerken, Geräte und Schutzsysteme für die Absaugung von Grubengas

    Im Ex-Bereich müssen alle mechanischen und elektrischen Betriebsmittel explosionsgeschützt ausgeführt werden. Das ist in geltenden Richtlinien so festgelegt.
    Der Weg zu einem explosionsgeschützten Gerät ist allerdings unterschiedlich, hier sind die Anforderungen der Zonen, Explosionsgruppen und Temperaturklassen zu beachten. Eine Übersicht kann man in einem Poster http://forum.exguide.de/index.php?topic=147.msg3302#msg3302 finden.
    So müssen z.B. elektrische Betriebsmittel für die Zone 1 fast immer eine EG-Baumusterprüfbescheinigung besitzen, mechanische Betriebsmittel, zu denen auch Getriebe gehören, kommen mit einer Herstelleruntersuchung aus.


    Uns sind Ereignisse im Ex-Bereich, die auf heißgelaufene Getriebe gründen, leider bekannt. :heiss:

    Das neue Forum ist mit sofortiger Wirkung freigeschaltet und zur Nutzung freigegeben.


    Bitte achten Sie darauf, dass eine Anmeldung mit gültiger E-Mail-Adresse unbedingt erforderlich ist.


    Das der übliche Netz-Knigge einzuhalten ist, versteht sich ja von selbst. Die Beiträge aus dem alten Forum habe ich, so gut es ging, übertragen.



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    Günter Kämper (<!-- e --><a href="mailto:gk@exguide.de">gk@exguide.de</a><!-- e -->)
    Datum: Don 21 Apr 2005 17:31:30 CEST
    Betreff: Blaue Leitungen

    Guten Tag Heinz,


    im Abschnitt 12 der EN 60079-14 findes du die Anforderungen an Kabel und Leitungen, ganz genau im Abschnitt 12.2.2 ff.


    Weitere Details sind im Abschnitt 12.2.2.6 genannt, den ich hier einmal zitieren möchte:
    Kabel und Leitungen, die eigensichere Stromkreise enthalten, müssen gekennzeichnet sein (außer wie nachstehend),nachstehend), um sie als Bestandteil eines eigensicheren Stromkreises auszuweisen. Wenn Mäntel oder Umhüllungen durch eine Farbe gekennzeichnet sind, muss die verwendete Farbe hellblau sein. Wo eigensichere Stromkreise durch den Einsatz von hellblau ummantelten Kabeln und Leitungen gekennzeichnet wurden, dürfen hellblau ummantelte Kabel und Leitungen nicht für andere Zwecke in einer Weise oder an einer Stelle verwendet werden, die zur Verwechslung führen oder die Wirksamkeit der Kennzeichnung eigensicherer Stromkreise beeinträchtigen könnte.
    Wenn alle eigensicheren oder nichteigensicheren Kabel und Leitungen bewehrt, metallummantelt oder geschirmt sind, dann ist die Kennzeichnung eigensicherer Kabel und Leitungen nicht erforderlich.
    Innerhalb von Schränken der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, in Schalt- oder Verteilungsanlagen usw., wo die Gefahr der Verwechslung zwischen Kabeln und Leitungen von eigensicheren und nichteigensicheren Stromkreisen besteht, wenn ein blauer Neutralleiter vorhanden ist, müssen andere Maßnahmen zur Kennzeichnung getroffen werden. Solche Maßnahmen bestehen aus:
    - Verlegung der Adern in einem gemeinsamen hellblauen Kabelbaum;
    - Beschriftung;
    - übersichtlicher Anordnung und räumlicher Trennung


    Kurzfassung:
    Eine blaue Kennzeichnung ist bei verschiedenen Leitungstypen nicht unbedingt erforderlich, aber sinnvoll.
    Im Zubehör gibt es blaue Kennzeichnungsbänder, die in regelmäßigen Abständen angebracht werden können.


    Ein freundliches Glückauf!


    Günter Kämper

    Günter Kämper (<!-- e --><a href="mailto:gk@exguide.de">gk@exguide.de</a><!-- e -->)
    Datum: Don 21 Apr 2005 17:18:00 CEST
    Betreff: Bohrung im druckfesten Gehäuse

    Hallo Rolf,


    Bohrungen in druckfesten Gehäusen, die der Betreiber einbringen will, sind IMMER verboten, wenn es der Hersteller nicht ausdrücklich erlaubt. Es gibt Gehäuse, da erlaubt der Hersteller unter bestimmten Bedinungen, eine Bearbeitung druchzuführen - weil er sie in seiner EG-Baumusterprüfbescheinigung schon berücksichtigt hatte.
    Das ist aber eher selten.
    Ein druckfestes Gehäuse muss im Ereignisfall hohen Drücken standhalten können und darf nicht durch unerlaubte Einbauten oder Bearbeitungen geschwächt werden!


    Also, ohne Rückfrage beim Hersteller und/oder genaues Durchlesen der Betriebsanleitung und ggf. EG-Baumusterprüfbescheinigung geht hier nichts.


    Ein freundliches Glückauf!


    Günter Kämper

    Günter Kämper (<!-- e --><a href="mailto:g.kamper@exguide.de">g.kamper@exguide.de</a><!-- e -->)
    Datum: Don 30 Jun 2005 09:15:49 CEST
    Betreff: Stoßprüfungen nach EN 13463-1 und/oder EN 50014 und/oder EN 60079-0

    Wir haben einen Norm-Prüfeinrichtung zur Einleitung der Stoßenergie von 1 .. 20 J. Diese ist in der EN 13463-1 und auch in der EN 60079-0 beschrieben. Prüfungen mit Prüfbericht können kurzfristig durchgeführt werden.
    In Kürze werden wir einige Bilder dazu hochladen.


    Ein freundliches Glückauf!


    Günter Kämper

    Günter Kämper (<!-- e --><a href="mailto:g.kamper@exguide.de">g.kamper@exguide.de</a><!-- e -->)
    Datum: Mit 10 Aug 2005 19:38:49 CEST
    Betreff: Unterschiede EEx d und EEx m

    Guten Tag Herr Wiedmer,


    die Zündschutzart "Druckfeste Kapselung", mit der Abkürzung EEx d steht für sehr stabil gebaute Geräte, in deren Gehäuse eine Explosion stattfinden darf und die durch konstruktive Maßnahmen (Spaltflächen, Gewindesteigungen, etc) einen möglicherweise austretenden Lichtbogen so weit abgekühlen, dass er ein außenliegendes zündfähiges Gemisch nicht mehr entzünden kann.
    Diese Gerät sind in der Regel recht schwer und bedürfen einer besonderen Anschlusstechnik für die Versorgungsleitungen.
    Achtung: Es gibt hier drei Untergruppen, IIA, IIB und IIC. Nur IIC darf bedenkenlos überall eingesetzt werden, bei den anderen ist eine Rückversicherung beim Betreiber vor Ort notwendig.


    Die Zündschutzart "Vergusskapselung" mit dem Kurzzeichnen EEx m beruht auf einem anderen Prinzip. HIer wird durch eine Hülle aus Vergussmaterial dafür gesorgt, dass kein zündfähiges Gemisch an die elektrischen Teil kommen kann. Diese Geräte haben eine feste Anschlussleitung, die wiederum aus dem Ex-Bereich herausgeführt wird oder in Verbindungsdosen EEx e verschaltet werden kann.
    Es sind entweder interne Maßnahmen getroffen, um eine Überhitzung zu vermeiden - oder sehr häufig muss der Betreiber eine Vorsicherung, meist bis zum 3fachen des Nennstroms vorschalten.
    Hier gibt es keine Unterscheidung in Explosionsgruppen, die Geräte dürfen in allen Gruppen eingesetzt werden.
    Ein weiteres Kennzeichen für diese Schutzart ist, dass die Ventile sehr ähnlich handelsüblichen Ventilspulen im Nicht-Ex-Bereich aussehen uns sie relativ leicht sind.


    Für beide Zündschutzarten gilt, dass Sie im Gas-Ex-Bereich der Zone 1 geeignet sind und für den Einsatz in der Zone 2 etwas "zu gut" sind.
    In der Zone 2 würden Geräte mit der Zündschutzart z.B. Ex nA oder einer anderen nach EN 60079-15 ausreichen.



    Ein freundliches Glückauf!


    Günter Kämper

    Günter Kämper (<!-- e --><a href="mailto:g.kamper@exguide.de">g.kamper@exguide.de</a><!-- e -->)
    Datum: Die 11 Okt 2005 18:34:46 CEST
    Betreff: Explosionsgeschützte Betriebsmittel

    Hallo Doncamillo,


    ein eigensicherer Positionsschalter ist im Prinzip ein ganz normaler Schalter, wie er von vielen Herstellern gebaut wird. Das besondere daran ist:
    a. Er wird erst durch den speisenden Stromkreis "eigensicher" und
    b. er muss eine Prüfspannung von Kontakt zum Gehäuse von min. 500 Volt aushalten.


    In einer Maschinensteuerung kann er wiederum auf zwei unterschiedliche Methoden eingebunden werden:
    a. Er wird über eine Zenerbarriere angeschlossen, die den Stromkreis zum Schalter "eigensicher" ausführt oder
    b. er wird über einen Trennschaltverstärker mit eigensicherem Eingang angeschlossen.
    Die Methode nach b. hat viele Vorteile, ist aber etwas teuerer als eine Zenerbarriere.


    Der größte Vorteil gegenüber einem Schalter in anderer Zündschutzart (z.B. druckfeste Kapselung) liegt darin, dass handelsübliche Teile in Industriequalität eingesetzt werden können - somit ist der Schalter deutlich preiswerter.
    Der größte Nachteil liegt darin, dass ein zusätzliches Element zur Bildung des eigensicheren Stromkreises benötigt wird - und zwar für jeden Schalterstromkreis ein eigenes...


    Günter

    Guten Tag Herr Bitsch,


    Installationsmaterial in eigensicheren Anlagen, wenn sie keine eigenen potentiellen Zündquellen haben oder einfache elektrische sind, müssen keine Bescheinigung haben - aber die Anforderungen der Normung, z.B. EN 50020 und EN 60079-14 ohne Ausnahme genügen.
    Sie sollten auch eindeutig gekennzeichnet werden, allerdings nicht mit dem Epsilon-Kappa im Sechseck!


    Die Mindestanforderungen sind z.B.
    - IP-Schutz für das Gehäuse, z.B. IP54
    - Luft- und Kriechstreckeneinhaltung der Klemmen untereinander (insbesondere bei mehreren eigensicheren Stromkreisen) und zum Gehäuse, auch bei angeschlossenen Leitern... Wenn nicht, gibt es eine umfangreiche Fehlerbetrachtung, ähnlich der bei eigensicheren Leitungen
    - sichere Befestigung der Leiter
    - keine wesentlichen Erwärmungen bei Hochstromverbindungen, z.B. 4 Volt 4 Ampere
    - Spannungsfestigkeit min. 500 VAC
    - keine elektrostatische Aufladung möglich
    - eindeutige Kennzeichnung
    - Abstände zu nicht-eigensicheren Geräten

    Gunter Kamper (<!-- e --><a href="mailto:g.kamper@exguide.de">g.kamper@exguide.de</a><!-- e -->)
    Datum: Sam 14 Jan 2006 20:59:34 CET
    Betreff: ATEX-Bereich

    Hallo Stefan,


    ATEX wurde erst 1994 von der EU "erfunden" und zum 30.6.03 in Kraft gesetzt, konnte aber schon ab 1996 angewendet werden.


    Ich fürchte, hier muss ich ansonsten passen.



    Ein freundliches Glückauf!


    Gunter

    Beitrag aus dem alten Forum


    Stefan
    Datum: Die 10 Jan 2006 08:54:34 CET
    Betreff: ATEX

    Hi
    ich suche ein Beitrag/Link, über die Geschichte des Atex-Bereiches, deren Nutzung, Einteilung, usw.
    Danke im voraus


    MFG Stefan

    G. Kamper (<!-- e --><a href="mailto:g.kamper@exguide.de">g.kamper@exguide.de</a><!-- e -->)
    Datum: Die 06 Jun 2006 18:24:00 CEST
    Betreff: Überdruckkapselung

    Mir sind nach EN 60079-2 folgende Untergruppen für die Überdruckkapselung bekannt:


    a. Ex px, Einsatz in der Zone 1, innen "normale" Betriebsmittel
    b. Ex py, Einsatz in der Zone 1, innen Betriebsmittel der Zone 2
    c. Ex pz mit Anzeiger, Einsatz in der Zone 2, innen "normale" Betriebsmittel
    d. Ex pz mit Alarm, Einsatz in der Zone 2, innen "normale" Betriebsmittel


    Ein freundliches Glückauf!
    Gunter Kamper

    Günter Kämper
    Datum: Mit 02 Aug 2006 12:10:04 CEST
    Betreff: Sicherheitsbestimmung und EN 60730

    Hallo,


    diesen Begriff gibt es in der o.g. Norm nicht. Was ist genauer damit gemeint?


    Glückauf!
    Günter Kämper