Beiträge von MiX

    Hallo erstmal


    Mir ist noch nicht ganz klar was du da genau machen willst. Ich denke du willst die Zone von Zone 1 auf Zone 2 reduzieren und nicht umgekehrt. Die zweite Frage wäre warum du in funktionaler Sicherheit bauen willst, das ist nicht unbedingt nötig die TRGS 725 sagt in der Erläuterung der Tabelle 7 die für die Zonenreduzierung genutzt wird zur K1 Anforderungsklasse


    "Für die Überwachung von Maßnahmen zur Vermeidung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre reicht eine Ausführung in bewährter Technik mit den allgemeinen Anforderungen nach Anhang 1 einschließlich regelmäßiger Prüfung aus. Für nicht-MSR-Einrichtungen reicht eine Ausführung in bewährter Technik einschließlich regelmäßiger Prüfung aus. "


    Diese Geschichte mit der Umsetzung in die funktionale Sicherheit ist soweit ich weiß eher dazu da, die vor der TRGS 725 nach VDE 2180 oder EN 51508 gebauten Anlagen beurteilen zu können.

    Der oben erwähnte Anhang 1 hat es allerdings in sich, um den kommst Du aber auch nicht herum wenn du in funktionaler Sicherheit baust, also gut durchlesen besonders wenn du PLS oder SPS Systeme einsetzen willst.


    Im allgemeinen wäre es hilfreich etwas genauer zu wissen wie deine Anlage b.z.w. Zonenreduzierung insgesamt aussieht.

    Wie soll die Zonenreduzierung erreicht werden (z.B. technische Lüftung, Ex Sensoren) sind automatische Schaltungen vorgesehen u.s.w.

    Das Thema kann schnell ziemlich komplex werden und bietet viele Fallstricke, da hast du dir eine sportliche Aufgabe für den Anfang ausgesucht.

    Nur mal ein Beispiel : Du setzt für deine Zonenreduzierung einen betriebsbewährten Lüfter in PL c ein und deine Stromversorgung ist nicht ausreichend sicher dann hast du ein Problem, das schwächste Glied zählt.

    Du musst deine ganze Kette betrachten also um bei meinem Beispiel einer Lüftungsanlage zu bleiben, auch Stellklappen, Luftschächte, Filter, Energiversorgung, Luftmengenüberwachung u.s.w. und im Bedarfsfall evtl. auch Redundanzen einplanen.


    Ist unter Umständen nicht ganz einfach


    Gruß

    Christian

    Hallo

    Mobile Ex Meter müssen vor dem Einsatz getestet werden und haben auch sonst einige Bedingungen für den sicheren Einsatz. Gut beschrieben wird das im Merkblatt Sichere Technik der BGRCI Nr 23 "Gaswarneinrichtungen und -geräte für den Explosionsschutz"


    Download


    Meine Meinung zu dem Thema ist allerdings das es heute nicht mehr notwendig ist Werkzeug mit Lösemitteln zu reinigen, da es reichlich nicht brennbare Reinigungsmittel gibt die den Job hervorragend erledigen. Substitution der gefährlichen Stoffe durch ungefährliche ist eine der Grundregeln die die Gefahrstoffverordnung. Wenn diese Reinigungen regelmäßig stattfinden ist normalerweise auch ein Explosionsschutzkonzept nach Gefahrstoffverordnung nötig in dem die Tätigkeit und die genutzen Stoffe beurteilt werden.

    Dort müsste dann auch festgelegt werden was die Mitarbeiter tun müssen wenn das Ex Meter anspricht (Lüften,Raum verlassen,Feuerwehr rufen ...).


    So jetzt aber die Antwort auf die eigendliche Frage. Ich bin immer sehr gut mit den Geräten der Fa Dräger und MSA Auer gefahren. Es gibt aber auch bei der BGRCI eine liste der funktionsgeprüften Gaswarngeräte da kann man sich auch orientieren.


    Funktionsgeprüfte Gaswarngeräte


    Gruß

    Christian

    Hallo


    Also ich wäre da sehr vorsichtig eine Prüfung nach Absch.3 4.2 zu machen, denn was sagt die BetrSichV genau


    Geräte, Schutzsysteme und Sicherheits-, Kontroll- oder Regelvorrichtungen im Sinne der Richtlinie 2014/34/EU dürfen nach einer Instandsetzung hinsichtlich eines Teils, von dem der Explosionsschutz abhängt, erst wieder in Betrieb genommen werden, nachdem eine zur Prüfung befähigte Person nach Nummer 3.2 festgestellt hat, dass das Teil in den für den Explosionsschutz wesentlichen Merkmalen den gestellten Anforderungen entspricht.


    Geräte nach 2014/34/EU ! Deine Pumpe ist aufgrund des Alters keinesfalls nach 2014/34/EU gebaut, nicht mal nach der Vorgängernorm 94/9/EG daher kannst Du die Abnahme durch eine bef. Person mit behördliche Anerkennung nicht anbieten. Meines Erachtens kann nur eine Pumpe bescheinigt werden die schon nach Explosionsschutzgrundlagen gebaut wurde.

    Falls dann ein Ereigniss mit dieser Pumpe passiert wird der Kunde auf dich zeigen und sagen du hast gesagt das sie sicher ist. Die Pumpe zu betreiben ist meiner Meinung klar Sache des Betreibers und seiner Zündquellenbewertung idealerweise nach DIN EN 80079-36 und -37.


    Gruß

    Christian

    Hi


    Evtl. kommst du auch mit Verarbeitungsfall 5 ans Ziel wenn du einen Lackierraum betreibst. Der sagt nämlich


    Die mittlere rechnerische Konzentration an brennbaren Lösemitteln (unabhängig vom Flammpunkt) muss auf einen Wert von ≤ 25 % der unteren Explosionsgrenze (UEG) begrenzt sein.


    Das heißt du müsstest das dann anhand deiner Stoffdaten berechnen. Ich würde hier annehmen das das gesamte Lösemittel in deinen Lack verdampft was in der Regel nicht der Fall ist um auf der sicheren Seite zu sein

    ( die Formel zu Berechnung findest du auf Seite 49 in deiner DGUV). Wenn die maximal verspritzte Menge nicht ausreicht um 25% der UEG zu erreichen kann das unabhängig vom Flammpunkt eine Lösung für dein Problem sein.

    Ansonsten würde ich (Achtung persönliche Meinung) sagen das Vorratsgefäß der Spritzpistole ist ein Arbeitsgefäß, also laut Fußnote nicht zu berücksichtigen. Die Spritzpistole muss natürlich ex-geschützt sein, sind die Pistolen von Markenherstellern aber in der Regel.


    Gruß

    Christian

    Spät dran mit der Antwort aber trotzdem


    Eine Kleinigkeit noch, wenn du den Lüfter und die Lüfterüberwachung zur Zonenreduzierung nutzen willst ist eine gewisse Qualität der Anlage erforderlich.

    Informationen wie das umzusetzen ist findest du in der TRGS 725. Das Ergebniss solltest du auch in dein Explosionsschutzkonzept aufnehmen.


    Gruß

    Christian

    Hi


    Kennst Du die miniClix Verbinder Serie von der Firma Stahl die sind auch für Zone 21 und 22 zugelassen und auch dafür zugelassen unter Last getrennt zu werden.

    Schau mal hier


    MiniCLIX


    Die trennen bis 10A und sind auch für verschiedene Feldbus Systeme zertifiziert.


    Gruß

    Christian

    Hi


    Ableitfähige Lacke sind als Potentialausgleich theoretisch möglich und auch an manchen Stellen absolut sinnvoll. Bei dir würden dann ja die Schrauben über den Lack den Potentialausgleich der Stahlblechteile bringen. Allerdings halte ich das eher nicht für eine sinnvolle Idee. Ich denke die Version von Günter mit den Sägescheiben ist wirtschaftlicher und vor allem sicherer. Ableitfähiger Lack ist auch ja nicht für zwei Pfennig fuffzig zu haben und bei ableitfähigen Lacken hab ich bei meinen Prüfungen auch schon mal eine Verschlechterung der Ableitfähigkeit durch Alterung messen können. Da bin ich eher traditionell aufgestellt, mit Schauben, Erdleitungen oder Erdbändern hab ich auch bei starken Korrosionszuständen mein kleiner 1 Megohm bis jetzt noch immer erreicht. Bin aus der Elektroecke da spielen meine Schutzleitergene halt immer noch ein bisschen mit :-)


    Gruß

    Christian

    Hallo


    Leitfähige und ableitfähige Gegenstände oder Einrichtungen in explosionsgefährdeten Bereichen müssen unabhängig ihrer Größe ohnehin geerdet werden. Das kannst Du so in der TRGS 727 Teil 8 nachlesen. Wichtig vor allem wenn man isolierende Produkte bewegt (hier deine IIIB Stäube). Da an den Dichtflächen isolierende Dichtungen verwendet werden sind die Potentialausgleiche auf jeden Fall schon mal richtig. Lackierung als nicht leitend zu betrachten ist in deiner Konstruktion und auch generell fragwürdig. Selbst bei durchlackierten Bohrlöchern hast du spätestens nach der ersten Revision Durchgang zum Stahlblech und damit Erdpflicht nach TRGS 727. Dort steht unter 8.3.4 Abs 2


    "Beim Einsatz isolierender Materialien, z. B. Zwischenstücke aus Kunststoff mit hohem Widerstand, sind die verbleibenden leitfähigen Komponenten untereinander zu verbinden und zu erden. "


    Ich würde sagen diese Anforderung hast Du an der gezeigten Stelle mit deinen Erdschlaufen erfüllt und sie sind dort auch nötig. Wie jetzt deine restliche Maschine aussieht weiß ich natürlich nicht. Ich würde als Lektüre auf jeden Fall die TRGS 727 empfehlen darin steht eigentlich alles Wesentliche zu Elektrostatik und Erdung. Die TRGS kannst Du dir hier runterladen Link


    Gruß

    Christian

    Hi


    Das sieht aber ziemlich abenteuerlich aus. Das Erste was mir auffällt ist schon auf dem Typenschild, normalerweise steht dort auch die Kennziffer der Baumusterprüfbescheinigug ( nach Richtlinie 2014/34/EU) wir haben hier ja ein Kategorie 2 Gerät da ist die Baumusterprüfung zumindest für elektrische Betriebsmittel vorgeschrieben. Die nächste Frage ist hast Du eine EU Konformitätserklärung zu dem Gerät, ich würde mal wetten eine Baumusterprüfung hast Du sicher nicht. Wenn ich das auf dem Foto richtig sehe kann mann bis auf die Wicklung schauen, ich sehe da keine Trennung zwischen Antriebsraum und Anschlußraum. Außerdem sind frei im Anschlußkasten herumfliegende Klemmen mal ganz sicher nicht Ex e, im Grunde schon rein nach elektrotechnischen Regeln nicht zulässig. Leider hab ich solche Sachen in der betrieblichen Praxis schon öfter gesehen, meine Reaktion in solchen Fällen ist in der Regel die Geräte an den Hersteller zurückzuschicken mit dem Hinweis auf die sicherheitstechnischen Mängel und die fehlende Pflichtdokumentation. Einbauen kann man solche Geräte im Ex Bereich meiner Meinung nach nicht wenn man verantwortungsbewust arbeitet.


    Gruß

    Christian

    Vielen Dank für die Antwort


    Da bin ich ja irgendwie froh das es darauf keine einfache Antwort gibt, ich dachte schon ich bin zu doof das zu verstehen. Meine erste Reaktion war auch weitermessen und fertig, dabei bleibt es jetzt auch.

    Eine Gefährdungbeurteilung das keine Aufladungen stattfinden können kann man guten Gewissens in einer Industrieanlage in der Kunstoffe (PE und PP) produziert werden wirklich nicht unterschreiben.


    Gruß

    Christian

    Hallo zusammen


    Ich hab eine Frage bezüglich der TRGS 727 Nr 8.2 Ableitwiderstand von Fußböden.

    Da steht unter Punkt (1)


    "Ein Fußboden ist ableitfähig, wenn sein Ableitwiderstand 10hoch8 unterschreitet.

    In explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 0, 1, 20 sowie in Zone 21 bei Stäuben mit MZE ≤ 10 mJ sind ableitfähige Fußböden erforderlich."


    Das würde für mich erstmal bedeuten, das ich in Zone 2 und 22 keine ableitfähigen Böden benötige.


    Unter Punkt (5) steht dann aber


    " In Bereichen, die durch explosionsgefährliche Stoffe oder Gemische gefährdet sind, darf der Ableitwiderstand des Fußbodens 10hoch8 nicht überschreiten. "


    also dann doch auch in Zone 2 und 22 ableitfähiger Boden.


    Wie genau ist das jetzt gemeint, das stand auch schon in der alten TRBS 2153 genauso. Was heißt das jetzt für die wiederkehrende Prüfung Ableitwiderstand in Zone 2/22 messen oder nicht ?


    Gruß

    Christian

    Hallo


    Kennst du das


    Wasserstoff Kompendium vom DWV


    Ansonsten gibt es auch in der TRGS 746 Ortsfeste Druckanlagen für Gase (Punkt 4.7.1Dichtheitskontrollen) was dazu, das ist jetzt allerdings nicht spezifisch für Wasserstoff sondern allgemein für Gase.

    Für Schläuche ist das Technische Merkblatt der BG RCI T 002 Schlauchleitungen Sicherer Einsatz (da findest du im Kapitel 7 was zur Prüfung) ganz informativ.


    Gruß

    Christian

    Hi Arne


    Wenn die Klemmkästen ausserhalb des Ex Bereiches montiert sind braucht ihr keine Verschraubungen die einen Zündschutz mitbringen, sie müssen dann nur z.B. den Anforderungen der elektrischen Sicherheit entsprechen. Die Kästen selbst müssten wenn sie im Ex Bereich sitzen würden ohnehin auch einen eigenen Zündschutz mitbringen (z.B. Ex e erhöhte Sicherheit oder Ex d druckfeste Kapselung) . In diesem Fall müssen dann die Verschraubungen auch in der entsprechenden Zündschutzart ausgeführt sein.


    Gruß

    Christian


    P.S. Als Norm für Installationen in explosionsgefährdeten Bereichen kann ich Euch die DIN EN 60079-14 ans Herz legen da werden sehr viele Fragen zu Installation und Projektierung beantwortet.

    Hallo


    Die 65°C bedeuten das dein Gerät bei einer Umgebungstemperatur von -20°C bis 65°C die Temperaturklasse T6 (maximale Erwärmung des Grätes auf 85°C Oberflächentemperatur) erfüllt wenn auch die anderen Bedingungen eingehalten werden (max 100mA/30V/4m Leitungslänge). Wird eine der Bedingungen nicht eingehalten fällt die Temperaturklasse auf T5 (maximale Erwärmung des Geräts auf 100°C Oberflächentemperatur) zurück.


    Ich sehe aber da aber möglicherweise noch ein anderes Problem auf dich zukommen. Du schreibst das du das Gerät in ein Gehäuse einbaust, das kann problematisch werden bei Ex d Geräten mit Flachspalten, da zu den Spalten bezogen auf die Explosionsgruppe ein gewisser Mindestabstand eingehalten werden muß. Wieviel kannst Du in der Tabelle 13 unter Punkt 14.2 in der Norm DIN EN 60079-14 nachlesen. Zum Beispiel wenn du das Gerät entsprechend seiner Zündschutzart in Explosionsgruppe IIC einsetzen willst muß der Abstand mindestens 40mm zum nächsten HInderniss sein. Ich würde an deiner Stelle den Hersteller des Gerätes kontaktieren und klären ob euer Montageaufbau so zulässig ist.


    Gruß

    Christian

    Hi Arde


    Ich würde sagen wenn der Hersteller in seiner Baumusterprüfbescheinigung Trockenlaufschutz und Überdruckabsicherung vorschreibt, kommst du nicht darum herum diese auch aufzubauen, da sie ja teil des Zündschutzkonzeptes der Pumpe sind. Die dann wegzulassen ist ziemlich dünnes Eis meiner Meinung nach. Im Grunde wäre dann eine komplette Zündquellenbewertung der Pumpe (z.B. nach Din/EN 80079-36) nötig um die Pumpe im Exbereich betreiben zu können, weil du ja die Zündschutzbedingungen des Herstellers nicht erfüllst.

    Für die Auslegung der MSR Einrichtungen gibt es dann auch noch Regularien die zu beachten sind. Wenn du deine Pumpe in Deutschland betreiben willst, beschreibt die TRGS 725 "Mess,-Steuer-und Regeleinrichtungen im Rahmen von Explosionsschutzmaßnahmen" ausführlich wie man die Überwachungseinrichtungen auslegen muß.


    TRGS 725


    Das kann je nach Einsatzortes auch schon mal etwas aufwändiger werden.


    Die Frage die sich mir stellt ist, gibt es für den Bereich ein Explosionsschutzkonzept und in welche Zone ist der Bereich um die Pumpe eingruppiert. Innerhalb der Pumpe wird sich wahrscheinlich keine gefährliche explosive Atmosphäre bilden können, da die Pumpe denke ich vollflutig betrieben wird (evtl.bei An und Abfahrvorgängen ?). Also keine Zone innerhalb der Pumpe. Wenn man auch ausserhalb der Pumpe eine Zonenfreiheit hinbekommen kann bist du aus dem Schneider. Um dazu aber etwas zu sagen bräuchte man aber mehr Infos z.B. Innen oder Aussenbereich, vorhandene Belüftungsanlage, ist die Anlage als "Auf Dauer technisch dicht" zu betrachten u.s.w.


    Gruß

    Christian


    P.S. Die früher für die Auslegung von PLT Einrichtungen gerne genutzte VDE/VDI 2180 Teil 6 ist übrigens zurückgezogen und durch eine überarbeitete Version der 2180 ersetzt worden, die das Thema MSR Einrichtungen in Explosionsschutzmaßnahmen nicht mehr behandelt. Ich denke mal um der TRGS 725 nicht in die Quere zu kommen.

    Hallo


    Eigentlich ist eine Temperaturklassenangabe von x bis y vorgesehen für Geräte deren Temperaturklasse durch Umgebungsbedingungen beeinflusst wird. Die Temperaturklassen anzugeben wie dein Kunde das fordert finde ich höchst verwirrend da ich als Betreiber bei einem so bezeichneten Gerät erst einmal in die Bedienungsanleitung schauen würde, welche der Temperaturklassen ich jetzt anziehen muß. Das finde ich unglücklich und nicht Normengerecht.


    Gruß

    Christian


    Nachlesen kannst Du das z.B. in der DIN EN 60079-0 Punkt 29.4


    Wenn elektrische Geräte der Gruppe II mehrere Temperaturklassenangaben haben, z. B. bei verschie-denen Umgebungstemperaturbereichen, und es unmöglich ist, die kompletten Angaben auf dem Typen-schild anzugeben, oder wenn eine externe Wärme- oder Kältequelle vorhanden ist (siehe 5.1.2):

    – muss die komplette Angabe der Temperaturklasse im Zertifikat angegeben werden, und die Kennzeichnung muss nach 29.3 e) das Symbol „X" enthalten, um auf die besonderen Verwendungs-bedingungen hinzuweisen;

    muss der Temperaturklassenbereich in der Kennzeichnung angegeben werden, z. B. T6…T3.

    Elektrische Geräte der Gruppe II, die für die Verwendung in einem besonderen Gas gebaut und gekennzeichnet sind, brauchen keine Temperaturangaben aufzuweisen.

    Das hängt im Grunde davon ab welche Klassifizierungsstufe der Abschalteinrichtung man für die benötigte Zonenreduzierung benötigt. In unserem Fall wollen wir die Zone von Zone 2 auf keine Zone reduzieren, dazu benötigen wir für die Abschalteinrichtung die Klassifizierungsstufe K1 ( siehe TRGS 725 4.4 Tabelle 7) . Wenn man sich dann im Teil 6 der TRBS die Tabelle 9 anschaut sieht man das man für Reduzierungsstufe K1 keine Fehlersicherheit benötigt. Sprich man muß also nur den Normalbetrieb betrachten. Man kann also z.B. SIL 1 Geräte oder auch betriebsbewährte Geräte einsetzen (Bitte hier unbedingt auch die Anhänge 1 und 2 der TRBS 725 lesen hier wird noch mal deutlich gemacht wie man die Reduzierungsstufen ermittelt).


    Gruß

    Christian

    Ja so in etwa


    Jede Einflußgröße bekommt einen Zahlenwert zugewiesen und die die Summe die das Betriebsmittel am Ende erreicht, entscheidet über die Prüftiefe und den Intervall.


    Gruß

    Christian

    Tja


    Das wird leider nicht wirklich irgendwo konkretisiert. Die BetrSichV hat im §10 Abs.1 stehen das " die Arbeitsmittel während der gesammten Verwendungsdauer den für sie geltenden Sicherheits und Gesundheitsschutzanforderungen entsprechen und in einem sicheren Zustand erhalten werden" was allgemein so gedeutet wird das die Prüftiefe so tief sein muß das kritische Fehler zeitnah erkannt werden. Die TRBS 1201-1 ordnet die Bestimmung der Prüftiefe dem Arbeitgeber sprich Betreiber zu (siehe Punkt 4.2).

    Bei uns ( Chemiebetrieb) haben wir das so gelöst das wir ein Bewertungscluster gebaut haben in dem verschiedene Einflussgrößen berücksichtigt werden und am Ende eine Prüftiefe und ein Prüffrequenz herauskommt. Einflussgrößen sind z.B. Wetterexponierte Einbaulage, Zündschutzart, Art des Betriebsmittels , Komplexität des Betriebsmittels, rotierendes oder statisches Betriebsmitel u.s.w.


    Gruß

    Christian